Quicklink: Lesenswertes
Quicklink: Aktuell geplante Demonstrationen
UPDATE zum Tag X4 - Polizei: Castor auf 20.05. verschoben
Heute (20.05.) wahrscheinlich verschobener Castor-Transport: erneute Proteste in Jülich und Ahaus
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Pressemitteilung, Jülich/Ahaus, 20. Mai 2026
Da der für gestern geplante Atommüll-Transport von Jülich nach Ahaus kurzfristig aus bislang unbekannten Gründen anscheinend auf heute verschoben wurde, haben Anti-Atomkraft-Initiativen aus Jülich und dem Münsterland für heute spontan zusätzliche Proteste angekündigt: So beginnen um 18 Uhr in Jülich wieder zwei Mahnwachen vor dem Forschungszentrum sowie nahe der Autobahn-Auffahrt zur A44 am „Königshäuschen“. In Ahaus gibt es ab 20:30 Uhr eine Mahnwache an der zentralen Castor-Kreuzung Schorlemer Str./Schumacher-Ring, die bis zur Ankunft des Castor-Transports in Ahaus angemeldet ist.
Bereits am gestrigen Abend gab es Protestaktionen in Jülich und Ahaus: In Jülich fand eine Mahnwache vor dem Forschungszentrum statt, in Ahaus nahmen rund 100 Menschen trotz Regens an einer Fahrrad-Demo zum Atommülllager und zu einer Autobahn-Brücke über die A31 teil. So machten sie darauf aufmerksam, dass beim dritten Castor-Transport vor zwei Wochen mehrere Autobahn-Brücken entgegen vorheriger Ankündigungen der Polizei und des Innenministeriums unbewacht waren. „Vor Beginn der Castor-Transporte war immer von höchsten Sicherheitsmaßnahmen die Rede. Bereits beim dritten Castor wurde aber massiv an Personal, und damit an der Sicherheit, gespart – das darf so nicht nochmal passieren. Es zeigt sich, dass Castor-Transporte keine sinnvolle Option sind. Atommüll-Konvois über die Autobahn sind keine Atommüll-Entsorgung. Deshalb werden wir auch heute wieder auf der Straße sein,“ so Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Heiner Möllers von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ in einem gemeinsamen Statement.
Neuer Urantransport zur Urananreicherungsanlage Gronau aufgedeckt
Auf scharfe Kritik stoßen bei den Anti-Atomkraft-Initiativen und dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) auch die ständigen Urantransporte von und zur Urananreicherungsanlage in Gronau. Diese Transporte erfolgen mehrfach im Jahr mit Sonderzügen und wöchentlich mit LKW. So wurde erst gestern bei der Urananreicherungsanlage die Ankunft von drei britischen LKW beobachtet, die mit mehreren Containern beladen waren. Sie können radioaktives Uranhexafluorid oder Reststoffe dieses gefährlichen Stoffes beinhaltet haben. Im britischen Capenhurst steht eine Partner-Urananreicherungsanlage des deutsch-britisch-niederländischen Urenco-Konzerns.
Proteste in Jülich und Ahaus heute (19.05.) und morgen (20.05.)
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Pressemitteilung, Jülich/Ahaus, 19. Mai 2026
Am gestrigen Nachmittag wurden die Anmelder:innen der Protestaktionen in Jülich und Ahaus in einer überraschenden Aktion vom Polizeipräsidium Münster darüber informiert, dass der für heute Abend geplante Castor-Transport von Jülich nach Ahaus angeblich verschoben worden sei. Dabei sickerte dann auch durch, dass der Atommüll-Transport nun anscheinend am morgigen Mittwoch, 20. Mai, stattfinden soll. Aus verschiedenen Quellen verlautet zudem, dass morgen erstmals zwei Castor-LKW von Jülich nach Ahaus fahren sollen.
Die Anti-Atomkraft-Initiativen aus Jülich und dem Münsterland halten unterdessen an den für heute geplanten Protestaktionen fest. So beginnt um 18 Uhr in Jülich wie angekündigt die Mahnwache vor dem Forschungszentrum und in Ahaus um 18.30 Uhr die Fahrraddemo ab Bahnhof. Sie führt zur Castor-Strecke und dann weiter zum Zwischenlager und zur Castor-Autobahn A31. Auch die Mahnwache ab 19 Uhr an der zentralen Castor-Kreuzung Schorlemer Str./Schumacher-Ring findet wie geplant statt.
Für den morgigen Mittwoch sind nun auch spontane Mahnwachen in Jülich und Ahaus angekündigt. Details folgen noch.
„Nun macht sich die Polizei doppelte Arbeit – da nun sowohl heute wie morgen demonstriert werden wird. Der Grund für die sehr kurzfristige Terminverschiebung ist auch noch völlig unklar: Möglich sind z. B. erneut technische Probleme bei der Bereitstellung der Castor-LKW in Jülich oder auch akuter Personalmangel bei der Polizei für den heutigen Abend. Wir werden jedoch wieder genauso wachsam kontrollieren, ob es erneut zu Zwischenfällen kommt und ob die Polizei die Mindeststandards bei der Sicherung der hochradioaktiven Atommüllfahrten einhält. Es bleibt dabei: Atommüll-Konvois auf der Autobahn sind keine Atommüllentsorgung,“ erklärte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.


Ursprüngliche Meldung:
19. Mai: vierter Castor Jülich-Ahaus: Fahrrad-Demo auch über Autobahnbrücke
Beim Schutz des Castors darf nicht wieder gespart werden
„Atommülltransporte zeigen Versagen in der Atommüll-Entsorgung“
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Pressemitteilung, Jülich/Ahaus, 18. Mai 2026
Nach Informationen der Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland und in Jülich soll am morgigen Dienstag, 19. Mai, der vierte Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus starten. Bisher gingen alle drei Castor-Transporte trotz des enormen Aufwands mit Pannen und Unzulänglichkeiten einher. Das Zwischenlager Ahaus ist zudem auch nur bis 2036 genehmigt, sodass die Endlagerung des Atommülls weiter völlig ungeklärt ist. Deshalb fordern die Initiativen einen Abbruch des Atommüll-Wahnsinns auf der Autobahn.
„Beim ersten Mal dauerte der Anschluss der Überwachung in Ahaus deutlich länger als geplant, beim zweiten Mal war der Sicherheits-Akku des LKW nicht rechtzeitig aufgeladen und beim dritten Mal fehlte es an Polizei-Schutz für den Konvoi. Es handelt sich hier also nicht um eine verantwortungsvolle `Entsorgungs-Option`, sondern um ein politisch herbeigeführtes Atommüll-Chaos, in das sich die Verantwortlichen verstrickt haben. Land und Bund müssen nun die Notbremse ziehen, statt der Bevölkerung und der Polizei über Jahre hinweg weitere völlig sinnlose und gefährliche Castor-Transporte zuzumuten,“ so Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Heiner Möllers von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“.
Am 19.05. Proteste in Jülich und Ahaus − auch über Autobahnbrücke!
Auch beim vierten Castor-Transport bringen die Anti-Atomkraft-Initiativen am morgigen Dienstag ihren Protest gegen den Castor-Wahnsinn aktiv auf der Straße: In Jülich wird es wieder ab 18 Uhr eine Dauer-Mahnwache vor dem Forschungszentrum Jülich geben. In Ahaus startet um 18.30 Uhr eine Fahrrad-Demo vom Bahnhof durch die Innenstadt zur Castor-Strecke am Schumacher-Ring. Dort beginnt dann um 19 Uhr an der zentralen Castor-Kreuzung mit der Schorlemer-/Schöppingerstraße eine Kundgebung und Dauermahnwache bis zur nächtlichen Ankunft des Castor-Konvois.
Um auf die schlechte Absicherung der Autobahnbrücken beim letzten Castor- Transport aufmerksam zu machen, startet von dieser Mahnwache auf der Schorlemer Str. / Schumacher-Ring um 19.30 Uhr eine zweite Fahrrad-Demo. Ziel ist das Zwischenlager und anschließend die Autobahnbrücke über die A31 auf der Schöppinger Straße. Dort gibt es ein Aktions-Picknick. Danach geht es über die Brücke und am Zwischenlager vorbei zurück zur Dauer-Mahnwache an der zentralen Castor-Kreuzung Schorlemer Str./Schumacher-Ring.
Routine-Verhalten der Polizei erhöht Gefahren − Landesregierung schweigt
Noch immer stehen 149 Castoren in Jülich und die Gefahren durch Unfälle, Sabotage oder gar Anschläge steigen mit dem Routine-Verhalten der Polizei, das schon jetzt zu brisanten Fahrlässigkeiten geführt hat. Nach drei Transporten zeigt sich deutlich, dass es real keine Ausweichrouten gibt und sich deshalb Termine und Fahrtzeiten sehr gut abschätzen lassen. Ab Sommer fällt wegen einer Baustelle auch die zweite A31-Ausfahrt bei Heek für mehrere Monate aus. „Es ist ein fatales Zeichen, dass bereits beim dritten Castor-Transport auf den Begleithubschrauber verzichtet wurde und mehrere Brücken unbewacht waren. Die Polizei muss sich auf die tatsächlichen Gefahren fokussieren, nicht auf die Demonstrationen,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. „Zudem erwarten wir von der NRW-Landesregierung endlich Antworten auf unsere Fragen zu den Pannen bei den ersten beiden Transporten. Es zeigt sich leider sehr deutlich, dass die schwarz-grüne Landesregierung die Öffentlichkeit nicht informieren möchte. Schon deshalb sind unsere Proteste sehr wichtig, um ein Mindestmaß an öffentlicher Kontrolle sicherzustellen.“
Presseinformation zur Jahreshauptversammlung der BI
Ahaus, den 06.05.2026
BI will weiter gegen Castor-Transporte protestieren – aber auch Einfluss nehmen auf drohende Langzeitlagerung von Atommüll in Ahaus - neuer BI-Vorstand gewählt
Ihre Jahreshauptversammlung hat jetzt die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ abgehalten. Der Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden Burkhard Helling machte deutlich, was das Hauptthema der BI im abgelaufenen Jahr war: Die Auseinandersetzung um die drohenden Castor-Transporte aus Jülich. Seit rund 15 Jahren hat sich die BI gemeinsam mit anderen Initiativen und Umweltverbänden darum bemüht, diese sinnlosen Transporte zu verhindern. Diese Versuche waren, ebenso wie die juristischen Schritte der Stadt Ahaus, am Ende vergeblich. Die BI wird aber weiterhin gegen diese 152 geplanten Transporte protestieren, denn schon die ersten beiden haben gezeigt, dass damit erhebliche Probleme und Risiken verbunden sind.
Die JHV zeigte sich überzeugt davon, dass die Arbeit der BI auch in Zukunft dringend nötig ist, unabhängig von den Jülicher Atommüll-Transporten: Denn angesichts des noch Jahrzehnte andauernden Suchprozesses für ein Endlager wird der hochradioaktive Atommüll auch nach Ende der Betriebsgenehmigung für das BZA (2036) in Ahaus verbleiben. Umso wichtiger ist es, dass auf die Bedingungen dieser Langzeit-Lagerung Einfluss aus der Zivilgesellschaft genommen wird: Es darf kein einfaches „Weiter so“ geben ohne gravierende Verbesserungen der Lagersicherheit. Hier sieht die BI ihre Hauptaufgabe für die Zukunft.
Auf der JHV fanden auch die Wahlen zum Vorstand der Bürgerinitiative statt: Neuer Vorsitzender ist Heiner Möllers, stellvertretende Vorsitzende Annika Enzmann. Weiter gehören dem Vorstand an Bernd Overkamp (Kassenwart), Hartmut Liebermann (Schriftführer) und Felix Ruwe (Beisitzer). Heiner Möllers dankte dem scheidenden Vorsitzenden Burkhard Helling für seinen intensiven und kräfteraubenden Einsatz für die BI.

Der neu gewählte BI-Vorstand, von links nach rechts:
Bernd Overkamp, Hartmut Liebermann, Annika Enzmann, Heiner Möllers und Felix Ruwe.
Castor mit gefährlichen Sicherungslücken
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Pressemitteilung, Jülich/Ahaus, 6. Mai 2026
- Atomkraftgegner:innen gelangen auf unbewachte Autobahnbrücken
- kein Begleithubschrauber mehr
- führt Personalmangel zu Abstrichen bei Sicherung?
Beim dritten Castor-Transport von Jülich nach Ahaus ist es in der vergangenen Nacht zu schwerwiegenden Sicherungslücken gekommen: Atomkraftgegner:innen gelangten unbemerkt auf zwei unbewachte Autobahnbrücken – einmal sogar direkt zur Durchfahrt des Castor-LKWs. Das lag offensichtlich daran, dass die Polizei erheblich weniger Personal eingesetzt hat und sogar auf den normalerweise üblichen Aufklärungs-Hubschrauber vor dem Castor verzichtet hat. Ob die mobile Drohnen- Abwehr noch im Einsatz war, ist ebenfalls fraglich.
„Wir sind entsetzt, dass unsere Befürchtungen schon beim dritten Castor-Transport eintreten. Weil die NRW-Landesregierung anscheinend die hohen Kosten für die polizeiliche Castor-Begleitung möglichst stark eindämmen will, fährt sie die Sicherung der Atommüll-Transporte unverantwortlich herunter. Unbewachte Autobahnbrücken, fehlender Hubschrauber – das sind gravierende Fahrlässigkeiten, die zeigen, dass weder die Polizeiführung noch das NRW-Innenministerium die erheblichen Gefahren durch die hochradioaktiven Atommüll-Transporte wirklich ernst nehmen,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen in einer ersten Bewertung.
„Anmelder:innen von Demonstrationen müssen sich regelmäßig mit der Polizei vor Gericht aus „Sicherheitsgründen“ um den freien Zugang zu Autobahnbrücken streiten. Doch die Polizei selbst lässt diese im Dunkeln völlig unbewacht offenstehen. Das ist absurd,“ ergänzte Hanna Poddig von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.
Bei den ersten beiden Castor-Transporten waren noch 2000 bzw. 2400 Beamte im Einsatz. Beide Male kam es zudem vor der Abfahrt in Jülich bzw. nach der Ankunft in Ahaus zu Pannen: Der erste Castor konnte im Zwischenlager Ahaus eine Woche lang nicht an des externe Überwachungssystem angeschlossen werden und beim zweiten Castor verzögerte ein Problem mit der externen Stromversorgung die Abfahrt des Transport-LKW.
19. Mai: vierter Castor − neue Proteste in Jülich und Ahaus
Die Anti-Atomkraft-Initiativen gehen derzeit davon aus, dass in zwei Wochen, am Dienstag, 19. Mai, der vierte Castor von Jülich nach Ahaus rollen wird. Sie kündigen dazu neue Proteste in Jülich und Ahaus sowie entlang der 170 Kilometer langen Autobahnstrecke an.
„Der bisherige Ablauf der Castor-Transporte bekräftigt uns darin, weiterhin auf die Straße zu gehen. Polizei-Konvois auf der Autobahn sind keine Atommüll-Entsorgung. Bundes- und NRW-Landesregierung sind ganz offensichtlich dem Thema Atommüll nicht gewachsen. Wir hätten nie gedacht, dass es tatsächlich zu diesem jahrelangen Castor-Marathon auf der Autobahn kommen könnte – von einem Zwischenlager in ein anderes Zwischenlager, ohne Klärung der Endlagerfrage. Das ist völlig sinnlos und der schiere Wahnsinn. Hier offenbart sich ein massives politisches Versagen in Berlin und Düsseldorf. Die Castor-Transporte müssen dringend gestoppt werden,“ erklärten Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Heiner Möllers von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ gemeinsam.
Dritter Castor Jülich-Ahaus
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Pressemitteilung, Jülich/Ahaus, 5. Mai 2026
WDR: Wieder nur Einzeltransport
Atommülltransporte komplizierter als erwartet?
Heute Abend Proteste in Jülich und Ahaus
Realsatire im Polizeipräsidium Münster: Angst vor Tennisbällen
Nach Informationen der Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland und in Jülich soll heute Abend der dritte Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus starten. Nach Angaben des WDR soll dabei wieder nur ein einziger Castor-Behälter transportiert werden. Diese Einzeltransporte erhöhen den Aufwand für Personal, Zeit und Kosten enorm. Die Anti-Atomkraft-Initiativen gehen deshalb davon aus, dass sich die reale Umsetzung der Atommülltransporte als schwieriger erweist, als vorab angenommen. Und die Castor-Transporte werden deutlich teurer als vorab behauptet.
Bei den ersten beiden Castor-Transporten waren 2000 bzw. 2400 Beamte im Einsatz. Dabei konnte Innenminister Reul anscheinend sein Versprechen nicht einhalten, nur Beamte aus NRW einzusetzen. Beide Male kam es zudem zu Pannen: Der erste Castor konnte im Zwischenlager Ahaus eine Woche lang nicht an des externe Überwachungssystem angeschlossen werden und beim zweiten Castor war kurz vor dem Start die externe Stromversorgung für den Transport-LKW nicht gesichert.
„Während die Bundes- und die NRW-Landesregierung mit dem Kopf durch die Wand wollen, erweisen sich die Castor-Transporte offensichtlich als komplizierter als vorher gedacht. Anscheinend befinden sich alle Beteiligten noch immer in einer Art Probephase – nur, dass jetzt mit realem, hochradioaktiven Atommüll auf den Autobahnen „geprobt“ wird. Wir halten das für unverantwortlich – und weisen erneut eindringlich darauf hin: Atommülltransporte mit großen Polizei-Konvois auf der Autobahn sind keine Atommüllentsorgung,“ erklärten Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Heiner Möllers von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“.
Heute Proteste in Jülich und Ahaus
Heute Abend wird es in Jülich wieder ab 18 Uhr eine Dauer-Mahnwache vor dem Forschungszentrum Jülich geben. In Ahaus startet um 18.30 Uhr eine Fahrrad-Demo vom Bahnhof durch die Innenstadt zur Castor-Strecke am Schumacher-Ring. Dort beginnt dann um 19 Uhr an der Kreuzung mit der Schorlemer-/Schöppingerstraße die zentrale Kundgebung. Im Anschluss findet an dieser zentralen Castor-Kreuzung Richtung Zwischenlager auch die Dauer-Mahnwache bis zur nächtlichen Ankunft des Castor-Konvois statt. Aus diesem Grund findet am Zwischenlager dieses Mal keine Mahnwache statt.
Polizeipräsidium Münster mit Realsatire um Tennisbälle
Unterdessen hat das Polizeipräsidium Münster als federführende Versammlungsbehörde in einem Punkt die Realität aus den Augen verloren: Beim zweiten Castor hatte eine einzige Atomkraftgegnerin in Jülich einen Tennisball dabei, um den Anwesenden und der Presse anschaulich die ungefähre Größe der Brennelementekugeln zu verdeutlichen. Das sah die Polizei vor Ort sehr kritisch und nun wurde von der Polizeiführung in Münster allen Versammlungsanmelder:innen in Jülich und Ahaus explizit und proaktiv die Nutzung von Tennisbällen auf den Versammlungen untersagt! Auf Rückfrage kam als Begründung, Tennisbälle könnten als „Wurfgeschosse“ benutzt werden, insbesondere auf Autobahnbrücken – weder das Forschungszentrum Jülich noch die Innenstadt von Ahaus liegen jedoch an einer Autobahn ... Ebenfalls auf Rückfrage riet das Polizeipräsidium in vollem Ernst dazu, man könne „Brennelementekugeln“ ja auch auf Papier aufmalen oder aus Styropor basteln ...
Anscheinend verwechselt das Polizeipräsidium Münster die Anti-Atomkraft-Initiativen mit Tennisvereinen oder Bastelgruppen. Die Initiativen fordern die Polizeiführung deshalb eindringlich dazu auf, die Versammlungsanmeldungen mit mehr Ernsthaftigkeit zu behandeln und den Anmeldeprozess nicht ins Lächerliche zu ziehen. Die realen Gefahren der Castor-Transporte gehen noch immer von Drohnen, Sabotage, Terror, Unfällen, Fahrfehlern, falschen Sicherheits-Einschätzungen und natürlich der radioaktiven Strahlung aus. Darauf sollte sich die Polizei konzentrieren.
Tag X3: Findet der nächste Transport am Dienstag (05. Mai 2026) statt? Aufruf zu neuen Protesten
Die BI "Kein Atommüll in Ahaus" ev. V. rechnet für Dienstag, den 05. 05. 2026, abends mit dem nächsten Castor-Transport von Jülich nach Ahaus. Auch der WDR meldet dies - und die Gewerkschaft der Polizei kritisiert erneut den massiven Personalaufwand.
Wir rufen deshalb kurzfristig zu neuen Protesten in Jülich und Ahaus auf:
- Jülich
18.00 Uhr - Dauer-Mahnwache vor dem Forschungszentrum - Ahaus
18.30 Uhr - Fahrrad-Demo ab Bahnhof durch die Innenstadt zur und auf der Castor-Strecke
19.00 Uhr - Mahnwache und zentrale Kundgebung an der Kreuzung Schorlemer-Straße / Schumacher-Ring (Teppich Janning / Bleker)
ab 20 Uhr - Dauer-Mahnwache dort bis CASTOR-Ankunft
Es wird dieses Mal keine (!) Mahnwache am Zwischenlager in Ahaus geben, sondern an der zentralen Castor-Kreuzung in Ahaus auf der Schorlemer-Str. Das ist abends und nachts auch für spontan Anreisende viel leichter zu erreichen und wir sind auch dort direkt am Ort des Geschehens. Es gibt ab 19 Uhr verzehrfertige Essensspenden bei Janning.
Bitte "schmückt" als Teilnehmende an der Fahrrad-Demo eure Räder mit Fahnen und denkt an Trillerpfeifen. Wir starten ziemlich pünktlich.
Für alle Fälle gibt es für evtl. Stress mit der Polizei wieder den Ermittlungsausschuss: Tel. 0151-51402319.
Pannen und Polizeikosten Castor-Transporte Jülich−Ahaus: Brief an Minister Neubaur und Reul
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Pressemitteilung, Jülich/Ahaus, 29. April 2026
- Waren Pannen in Jülich und Ahaus „meldepflichtige Ereignisse“?
- Wie hoch waren die Polizeikosten für die Einsätze?
- Trägt NRW die Polizeikosten alleine?
- Gab es Verletzungen der Flugverbotszone?
- Ist Zeitrahmen bis August 2027 für Castor-Transporte zu halten?
Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland und in Jülich haben sich schriftlich an NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) und NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) gewandt, um zu den Problemen und den Kosten der ersten beiden Castor- Transporte von Jülich nach Ahaus Auskunft zu bekommen. So hatte sich die Abfahrt des zweiten Castor-Transports in Jülich wegen einer Panne verzögert und der erste Castor konnte im Zwischenlager Ahaus eine Woche lang nicht fachgemäß an die Überwachungssysteme angeschlossen werden. Die Initiativen wollen nun unter anderem wissen, ob diese Pannen von der NRW-Atomaufsicht als „meldepflichtige Ereignisse“ eingestuft wurden Zudem fragen die Initiativen nach dem weiteren Vorgehen der NRW-Landesregierung in Sachen Castor-Transporte, unter anderem mit Bezug auf die aus Garching angekündigten Atommüll-Transporte.
Proteste werden fortgesetzt – nächster Castor kurz vor Pfingsten?
Unterdessen kündigen die Anti-Atomkraft-Initiativen an, die Proteste zwischen Jülich und Ahaus fortzusetzen. „Wir sehen uns in unserer Kritik bestätigt. Nur mit einem enormen Polizeiaufgebot konnten die ersten beiden von 152 Castor-Behälter nach Ahaus gebracht werden. Da ist es eine Farce, dass die Transporte vorab als günstigste Option gepriesen wurden. Und schon jetzt gab es erstaunliche Pannen. Nun fürchten wir ganz konkret, dass die NRW-Landesregierung aus Kostengründen die polizeiliche Sicherung der Castor-Transporte demnächst deutlich zurückfahren wird. Das wird sich als Knackpunkt für die noch ausstehenden Dutzende weiterer Atommülltransporte erweisen. Denn jede Nachlässigkeit der Sicherheitsbehörden kann bei Sabotage oder Terrorgefahren katastrophale Folgen haben,“ erklärte Matthias Eickhoff von der Initaitive SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.
„Der jahrelang kommunizierte Wunsch des Jülicher Forschungszentrums, einmal pro Woche zu fahren, hat sich schon jetzt als Luftblase erwiesen. Es ist immer noch nicht klar, ob die angekündigten Dreier-Konvois wirklich funktionieren – zusammen bringen sie fast 400 Tonnen auf die Waage. So werden sie manche Brücken nur einzeln queren können – ein erheblicher Belastungstest für die marode Straßen-Infrastruktur von NRW – mit ungewissem Ausgang,“ ergänzte Jens Dütting vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
„Wir sind tief enttäuscht von der Bundes- und NRW-Landesregierung. Wir kämpfen seit 16 Jahren gegen diese verantwortungslosen Atommüll-Pläne. Doch zu keinem Zeitpunkt wurde eine konstruktive Lösung gesucht, um die hochgefährlichen Atommülltransporte über die Autobahnen von NRW zu verhindern. Und im Hintergrund wartet schon Markus Söder mit seinem atomwaffenfähig hochangereichertem Atommüll aus dem Forschungsreaktor Garching. Ohne Klärung der Endlagerfrage sind Atommülltransporte nach Ahaus eine Reise ohne Ziel. Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn und Polizei-Konvois sind keine Atommüllentsorgung, sondern reine Show. Wir werden deshalb weiterhin gegen die Castor-Transporte entschlossen und anhaltend auf die Straße gehen“, erklärten Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Heiner Möllers von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“ gemeinsam.
Nach bisherigem Kenntnisstand gehen die Anti-Atomkraft-Initiaven davon aus, dass wenige Tage vor Pfingsten Mitte Mai der nächste Castor-Transport von Jülich nach Ahaus fahren soll. Die Initiativen sind aber auch darauf eingestellt, kurzfristig Proteste zu organisieren.
Panne bei Castor-Transporten sorgt für Verzögerung
- Stromversorgung für Castor-LKW war defekt
- Anti-Atomkraft-Initiativen fordern Aufklärung
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
BUND NRW
Pressemitteilung, Jülich/Bottrop/Ahaus, 22. April 2026
„Polizei-Konvois auf Autobahn sind keine Atommüllentsorgung“
Mit großer Sorge reagieren die Anti-Atomkraft-Initiativen in Jülich und im Münsterland auf die technische Panne am Castor-LKW, die gestern Abend in Jülich die Abfahrt des Atommüll-Konvois um rund 90 Minuten verzögerte. Nach Angaben der federführenden Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) gegenüber dem WDR gab es ein technisches Problem mit der Stromversorgung des Castor-LKWs. Die Anti-Atomkraft-Initiativen verlangen nun von der NRW- Landesregierung Aufklärung über diesen sicherheitsrelevanten Vorfall.
„Was genau war an dem Castor-LKW defekt? Wer hat den Schaden am späten Abend tatsächlich behoben? Warum wurde nicht bis Tagesanbruch gewartet, um eine gründliche Untersuchung durchzuführen? Wer hat die nächtliche Reparatur im Freien letztlich abgenommen – der TÜV, eine Vertragswerkstatt oder einfach nur der Transporteur Orano? Was wäre passiert, wenn der Schaden auf der Autobahn erneut aufgetreten wäre – hätte der Castor-Transport dann mitten auf der Autobahn stehen bleiben müssen? Wer hat letztlich grünes Licht für die Abfahrt aus Jülich kurz vor Mitternacht gegeben – das NRW-Wirtschaftsministerium, die Polizei oder die JEN? Gab es politischen Druck von der JEN, aus Düsseldorf oder aus Berlin, dass der Castor-Transport unbedingt noch in der Nacht stattzufinden habe? Es gibt viele Fragen, für die wir aus dem für die Atomaufsicht zuständigen NRW- Wirtschaftsministerium nun klare, ausführliche und rasche Antworten erwarten,“ so Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Heiner Möllers von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Die Initiativen erinnern daran, dass schon der Anschluss des ersten Castors an die Behälter-Überwachung im Zwischenlager Ahaus Ende März eine Woche gedauert hat, weil sich laut Betreiberin BGZ „die Abläufe noch einspielen“ müssten. Dabei hatte die BGZ immer betont, man habe mit genau diesem Castor-Typ besonders viel Erfahrung in Ahaus. Und Ende 2023 kam es bei einem Probetransport zu einer ungewöhnlichen Panne: Damals verlor der noch unbeladene Castor-LKW laut NRW-Innenministerium „den Sichtkontakt“ zur vorausfahrenden Polizeikolonne und bog deshalb im Autobahnkreuz Kaiserberg falsch ab. Danach brauchte die NRW- Landesregierung sieben Monate, um diese peinliche Panne einzugestehen. Die Initiativen erwarten nun, dass die Landesregierung wesentlich schneller für Aufklärung sorgt.
Auch beim zweiten Castor-Transport hat sich gezeigt, dass die 152 Castor-Behälter mit den knapp 300.000 hochradioaktiven Brennelementkugeln aus Jülich nur unter massivem Polizeieinsatz über die Autobahnen transportiert werden können. Es sind jeweils Tausende Polizisten im Einsatz und es verwundert deshalb nicht, dass die Kosten für die beiden bisherigen Polizeieinsätze bislang von der NRW-Landesregierung geheim gehalten werden. Doch noch immer stehen 150 Castor-Behälter in Jülich – und in diesem Tempo wird die Verlagerung selbst in Dreier-Konvois nicht vor 2030 abgeschlossen sein, obwohl die Transportgenehmigung nur bis Mitte nächsten Jahres gültig ist. Aber auch die Lagergenehmigung im Zwischenlager Ahaus gilt nur bis 2036. Danach tut sich bis zur Errichtung eines Endlagers eine jahrzehntelange, bislang völlig genehmigungslose Lücke bei der Atommüllentsorgung in NRW auf.
„Eines ist sicher: Endlose Polizei-Konvois auf der Autobahn sind keine Atommüllentsorgung. Mit massivem personellen und technischen Aufwand täuschen die Bundesregierung und die NRW-Landesregierung vor, dass sich in der Atommüll-Entsorgung etwas bewegt. Doch real tut sich nichts. Und leider kümmert sich NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst eher um die olympischen Höhen für Rhein und Ruhr, aber nicht um die drängenden Basis-Fragen rund um die Zukunft des Atommülls in NRW. Bund und Land haben hier bislang politisch komplett versagt,“ ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Am Abend und in der Nacht kam es in Jülich, Bottrop und Ahaus wieder zu mehreren Protestaktionen. In Ahaus demonstrierten 230 Menschen und formten ein menschliches „X“. Eine Mahnwache harrte vor dem Zwischenlager bis zur Ankunft des Castors gegen 3.30 Uhr aus. In Bottrop konnten Atomkraftgegner:innen letztlich gegen 2.20 Uhr gut sichtbar ihren Protest an der A2 deutlich machen. Und die Präsenz der Mahnwache vor dem Forschungszentrum Jülich hat dazu beigetragen, dass die JEN ihre Panne am Castor-LKW gegenüber der Presse eingestehen musste. Diese öffentliche „Kontrolle“ vor Ort ist enorm wichtig.
Proteste gegen Castor-Transporte werden fortgesetzt
„Wir werden unsere Proteste fortsetzen. Denn wir sehen unsere Befürchtung bestätigt, dass die Verlagerung des hochradioaktiven Atommülls von Jülich nach Ahaus ein jahrelanges, völlig sinnfreies und gefährliches Unterfangen ist, das erhebliche Polizeikräfte in NRW auf Jahre hinaus bindet, aber keinen Sicherheitsgewinn bringt. Außerdem werden wir auch weiter konsequent gegen jede Einschränkung im Versammlungsrecht ankämpfen – es darf für die Castor-Transporte in NRW keine Sonderregelungen geben,“ so Hanna Poddig von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.
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Lesenswertes
Stellungnahmen & Infos

- "Brandbrief 2.0" an den Ministerpräsidenten des Landes NRW H. Wüst und Ministerin M. Neubaur vom 28. August 2025
- Stellungnahme der BI “Kein Atommüll in Ahaus” zur geplanten Langzeit-Lagerung von hochradioaktiven Brennelementen in Ahaus
- Was geschieht mit den Kugel-Brennelementen aus dem stillgelegten AVR Jülich? Der aktuelle Sachstand (21.03.2025)
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Infos zum Tag X2: Castor-Transport Jülich−Ahaus am 21.4.

Unabhängige Information zur Kritik der Atomenergienutzung: umweltFAIRaendern.de
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https://www.ausgestrahlt.de/aktiv-werden/aktionen/atommuell-transporte-stoppen/
Atommüll-Transporte stoppen: Petition von ausgestrahlt.de gegen Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus
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