Quicklink: Lesenswertes
Quicklink: Aktuell geplante Demonstrationen
Kritik an Castor-Beschluss des VG Berlin
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
„Staatliche Entscheidungen müssen juristisch überprüfbar sein“
- Sachargumente wurden nicht geprüft
Neue Proteste:
- 18.1., 14 Uhr: Sonntagsspaziergang Ahaus
- 24.1., 11 Uhr: Demo am Autobahn-Rasthof Bottrop
Enttäuscht und verärgert reagieren die Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland und Jülich sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) auf die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin zum Eilantrag des BUND NRW gegen die geplanten 152 Castor-Transporte aus Jülich. „Wenn ein Umweltverband seine begründeten Sorgen nur bei stationären Atomanlagen, nicht aber beim Transport von hochradioaktivem Atommüll auf maroden Autobahnen juristisch vortragen kann, haben wir eine große Lücke in unserem Rechtsstaat. Staatliche Entscheidungen müssen juristisch überprüfbar sein. Das Gericht hat leider keine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Sachargumenten geleistet. Jetzt ist umso mehr eine politische Lösung gefragt“, so Hartmut Liebermann von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“.
Reul muss Zusage einhalten: rechtskräftige Entscheidung abwarten
Die Anti-Atom-Organisationen erinnern zudem an eine schriftliche Zusage von NRW-Innenminister Herbert Reul, keinen Castor-Transport vor einem rechtskräftigen Beschluss durchzuführen. Solange also der BUND NRW noch vor dem OVG Berlin-Brandenburg eine Berufung beantragen kann, darf es auf den winterlichen NRW-Autobahnen zu keiner hochriskanten Atommüll-Tour kommen. In einer aktuellen Stellungnahme kündigte dies auch die zuständige Münsteraner Polizeipräsidentin Dorndorf an.
Neue Proteste und Info-Veranstaltungen
Die Anti-Atom-Organisationen rufen unterdessen zu neuen Protesten auf: Am kommenden Sonntag, 18. Januar, findet um 14 Uhr in Ahaus der erste Sonntagsspaziergang des Jahres gegen die anstehende Atommüll-Autobahn-Lawine statt. Startpunkt ist am Rathaus in Ahaus. Und am Samstag, 24. Januar, findet um 11 Uhr eine Demo am Autobahn-Rasthof Bottrop-Süd statt. Startpunkt ist im Stadtteil Bottrop-Fuhlenbrock an der Kreuzung Oberhausener Str. / Hanielstr. / Im Fuhlenbrock unmittelbar an der Autobahn A2. Der dortige Abschnitt zwischen Oberhausen und Bottrop ist durch eine Großbaustelle ein offensichtliches, großes sicherheitstechnisches Nadelöhr entlang der 170 Kilometer langen Castor-Strecke.
„Wir erhalten derzeit viele Einladungen zu Infoveranstaltungen quer durch NRW. Das Interesse an dem brisanten Atomthema wächst spürbar. Auch deshalb bereiten wir weitere Proteste vor und gehen am 24. Januar mitten im Ruhrgebiet in Bottrop direkt an einem Nadelöhr der Castor-Strecke auf die Straße. Die völlig widersinnige Gefährdung der Bevölkerung ist nicht hinzunehmen“, ergänzte Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Ahauser Zwischenlager bietet keine Perspektive
Bereits zu früheren Zeitpunkten gingen die Jülicher Atommüllfirma JEN und die NRW-Atomaufsicht von mehr als zwei Jahren aus, die die Transporte von Jülich nach Ahaus dauern würden. Die SPD-NRW sprach sogar von vier bis acht Jahren. Zudem hält die Gewerkschaft der Polizei an ihrer massiven Kritik an den Transporten fest und teilte mit, dass es anscheinend noch immer kein Strahlenschutzkonzept für die begleitenden Polizist:innen gibt. Angesichts immer weiterer Autobahn-Sperrungen für Schwerlast-Transporte ist die praktische Umsetzung der zweijährigen Genehmigung damit höchst zweifelhaft – das erwähnen weder Verwaltungsgericht Berlin noch das zuständige Atom-Bundesamt BASE. Zudem läuft auch die Genehmigung für das Zwischenlager Ahaus bereits 2036 aus. Zusammen mit Gorleben ist es das älteste bundesdeutsche Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll, das zugleich nach den geringsten Sicherheitsanforderungen erbaut wurde.
„Wenn NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst seine Aussage, dass er auf jeden Castor-Transport gut verzichten könne, ernst meint, dann muss er jetzt Bund und Land endlich an einen Tisch holen und eine politische Lösung herbeiführen. Option Nr. 1 ist eindeutig der Neubau eines Zwischenlagers für hochradioaktiven Atommüll in Jülich. Sollte es jedoch zum Abtransport der 152 Atommüllbehälter kommen, wäre das Forschungszentrum nicht atommüllfrei. Denn vor etwa zehn Jahren wurde der AVR-Reaktor zur Zwischenlagerung in ein neu errichtetes Zwischenlager auf dem Gelände des Forschungszentrums transportiert.“, so Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich.
Castor-Entscheidung vor Verwaltungsgericht naht
Winter-Castoren auch bei Glatteis, Schnee und Nebel?
- 18.1., 14 Uhr: Sonntagsspaziergang Ahaus
- 24.1., 11 Uhr: Demo am Autobahn-Rasthof Bottrop
“Atommülltransporte sind unkalkulierbares Sicherheitsrisiko“
Mit großer Spannung erwarten die Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland und Jülich sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin zum Eilantrag des BUND NRW. Zugleich haben sie große Sorge, dass Bundes- und Landesregierung womöglich noch mitten im Winter – auch bei Glatteis, Schnee und Nebel – die ersten hochriskanten Castor- Transporte von Jülich nach Ahaus fahren lassen. 2005 waren bei ähnlichen Transporten aus dem Forschungszentrum Rossendorf bei Dresden Winter-Transporte von der NRW-Landesregierung kategorisch ausgeschlossen worden.
Unabhängig von der Gerichtsentscheidung in Berlin starten die Anti-Atomkraft- Organisationen mit mehreren Protestaktionen gegen die Castor-Atommülltransporte ins neue Jahr: Am Sonntag, 18. Januar, findet um 14 Uhr der erste Sonntagsspaziergang des Jahres am Rathaus in Ahaus statt. Und für Samstag, 24. Januar, rufen die Organisationen mit Unterstützung des BUND NRW zu einer Demo am Autobahn-Rasthof Bottrop an der A2 auf. Der Rasthof liegt auf halber Strecke der 170 km langen Castor-Route von Jülich nach Ahaus und direkt an der Autobahn- Großbaustelle zwischen Oberhausen und Bottrop. Dies ist ein offensichtliches Sicherheits-Nadelöhr für die Atommülltransporte. Startpunkt der Demo ist um 11 Uhr an der Kreuzung Oberhausener Str. / Hanielstr. im Stadtteil Bottrop-Fuhlenbrock.
„Atommülltransporte sind ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko: Gefährliche Autobahn-Baustellen, marode Brücken, Drohnen über den Atommüll-Konvois, schwere Unfälle auf den Autobahnen und jetzt im Winter auch Glatteis, Schnee und Nebel – es ist völlig unverständlich, warum die Bundes- und Landesregierung dermaßen auf diesen gefährlichen Atommülltourismus von Jülich nach Ahaus setzen. Wir fordern weiterhin, dass der hochradioaktive Atommüll in Jülich so lange gelagert wird, bis es endlich ein sicheres Endlager gibt“, erklärte Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
„Schon seit mehr als 15 Jahren werden diese völlig widersinnigen Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus angekündigt. Bundes- und Landesregierung haben bei der politischen Lösung dieses Problems völlig versagt. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) kann nach eigenem Bekunden auf die Castor-Transporte gut verzichten. Dann erwarten wir von ihm zu Jahresbeginn, dass er die Bundesregierung zu Last- Minute-Gesprächen einlädt. Das ist er den Menschen im Münsterland und entlang der 170 km langen Autobahn-Strecke schuldig“, ergänzte Hartmut Liebermann von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“.
„Mit den neuen Protestaktionen in Ahaus und Bottrop starten wir aktiv ins neue Jahr. Unser Ziel bleibt weiterhin, die planlose Atommüllverschiebung von einem Zwischenlager in ein anderes zu verhindern. Die Gewerkschaft der Polizei spricht zu Recht von „Wahnsinn“, denn es geht auch um eine unkalkulierbare Gefährdung für die Bevölkerung“, so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Einladung zum ersten öffentlichen BI-Stammtisch im neuen Jahr
Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" e.V. lädt herzlich ein zum ersten öffentlichen BI-Stammtisch im neuen Jahr am Montag, dem 12. Januar, ab 19 Uhr im BI-Büro an der Bahnhofstraße 27.
Dabei wird es vor allem um den aktuellen Stand der Castortransportpläne aus Jülich gehen (vielleicht gibt es bis dahin ja auch schon einen Gerichtsbeschluss aus Berlin?) sowie um geplante Aktivitäten der nächsten Zeit.
Update: Ursprünglich haben wir 20 Uhr als Startzeit angegeben. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten um Entschuldigung.
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Lesenswertes
- Pressemitteilung der BI Ahaus: Zwei Einzel-Castor-Transporte Jülich-Ahaus: Gestern (07. Juli) und heute (08. Juli) Proteste in Jülich und Ahaus
- PM: Die BI lädt ein zum öffentlichen Stammtisch und präsentiert sich am Samstag mit einem Info-Stand am Ahauser Rathaus
- PM: Neue Castor-Transporte diese Woche erwartet – BI meldet Mahnwache an
- PM: Zwei Einzel-Castor-Transporte Jülich-Ahaus: Gestern und heute Proteste in Jülich und Ahaus
Stellungnahmen & Infos

- "Brandbrief 2.0" an den Ministerpräsidenten des Landes NRW H. Wüst und Ministerin M. Neubaur vom 28. August 2025
- Stellungnahme der BI “Kein Atommüll in Ahaus” zur geplanten Langzeit-Lagerung von hochradioaktiven Brennelementen in Ahaus
- Was geschieht mit den Kugel-Brennelementen aus dem stillgelegten AVR Jülich? Der aktuelle Sachstand (21.03.2025)
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Infos zum Tag X2: Castor-Transport Jülich−Ahaus am 21.4.

Unabhängige Information zur Kritik der Atomenergienutzung: umweltFAIRaendern.de
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Atommüll-Transporte stoppen: Petition von ausgestrahlt.de gegen Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus
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