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In der WDR Lokalzeit Münsterland vom 11. Januar 2019 berichtet der WDR von einem Antrag der Betreibergesellschaft des Brennelemente Zwischenlagers in Ahaus, den schwach- und mittelradioaktiven Atommüll bis 2057 dort zu belassen. Das sind 37 Jahre mehr als bisher genehmigt.

Beitrag in der WDR-Mediathek aufrufen

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Ahaus, den 11. Januar 2019

Auf den Atommüll-Standort Ahaus kommen im neuen Jahr einige bedrohliche Entwicklungen zu:

  • Castor-Transporte mit hochangereichertem waffenfähigen Material aus dem Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München,
  • Castor-Transporte mit Kugel-Brennelementen, deren Zusammensetzung und Aktivität schlecht dokumentiert ist, aus dem stillgelegten Versuchsreaktor AVR in Jülich,
  • ein Genehmigungsverfahren zur Verlängerung der Lagerdauer für schwach- und mittelradioaktiven Müll mit untragbaren Ankündigungen (gegenwärtig genehmigt bis zum Jahr 2020, beantragt nun bis 2057!)

Sollten alle diese Vorhaben realisiert werden, bekäme das „Zwischenlager“ Ahaus eine komplett neue Dimension, sowohl was das eingelagerte Material anbetrifft (Proliferationsrisiko!) als auch was die zeitliche Dimension angeht (schleichende Umwandlung des Zwischenlagers in ein Endlos-Lager). Mit den extrem verlängerten Fristen droht Ahaus außerdem Sammelstelle für jeglichen Atommüll aus Deutschland zu werden. Damit kommen auch auf den Widerstand gegen diese Pläne gewaltige Aufgaben zu. Über genauere Details der Entwicklungen sowie über unsere Pläne für den Widerstand in der nächsten Zeit möchten wir gerne Pressevertreter unterrichten und laden hiermit ein zu einem

Pressegespräch
am Dienstag, dem 15. Januar 2019,
um 11 Uhr, in der Gaststätte Drebbers
Wüllener Str. 19, 48683 Ahaus

Einführende Infos unter:
https://www.bezreg-muenster.de/de/service/bekanntmachungen/
verfahren/strahlenschutz/transportbehaelterlager_ahaus/index.html


www.ahauser-erklaerung.de

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Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus e. V." lädt herzlich ein zum Stammtisch am 14.01.2019 um 20:00 Uhr in der Gaststätte Am Schulzenbusch.

Im neuen Jahr sind viele Aktivitäten in Vorbereitung und Planung, und das in einem freundlichem Umfeld, wenn man die politischen Wandel in den letzten Jahren in der Region betrachtet!

Tagesordnung

  • Überregionale Demo am 09.03.2019 in Ahaus
    Stand der Vorbereitung & weitere Planung
  • Genehmigungsverfahren zur Verlängerung der Lagerdauer von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll in Ahaus
    Sammeleinspruch, eine Vorlage gibt es
  • Sonntagsspaziergänge bzw Infostand (Januar und Februar)
  • Aktuelle Termine, u.a. Demo in Lingen am 19.01.2019

Wir hoffen auf rege Beteiligung.

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„40 Jahre sind genug: Brennelementefabrik Lingen stilllegen!“, fordern mehrere Anti-Atomkraft-Initiativen aus der Region. Sie laden zu einer Demonstration am 19. Januar in Lingen ein.

Ein Feuer in einem Labor der Brennelementefabrik ANF in Lingen löste Anfang Dezember einen Großeinsatz der Feuerwehren aus. Archivfoto: Hille
Ein Feuer in einem Labor der Brennelementefabrik ANF in Lingen löste Anfang Dezember
einen Großeinsatz der Feuerwehren aus. Archivfoto: Hille

Lingen Mehrere regionale Anti-Atomkraft-Initiativen sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), Robin Wood und die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW rufen für Samstag, 19. Januar, unter dem Motto „40 Jahre sind genug – Brennelementefabrik Lingen stilllegen!“ zu einer Demonstration in Lingen auf. Anlass sind der 40. Jahrestag der Inbetriebnahme der bundesweit einzigen Brennelementefab-rik direkt am 19. Januar sowie der gravierende Brand in der Brennelementefabrik Anfang Dezember. Auftakt der Demo ist eine Kundgebung um 13 Uhr am Bahnhof Lingen, es folgt ein Demozug durch die Innenstadt zum Alten Rathaus auf dem Marktplatz.

„Die Brennelementefabrik Lingen hat mit 40 Jahren Laufzeit ihre Altersgrenze erreicht. Zudem gibt es bald in Deutschland durch die Abschaltung der restlichen Atomkraftwerke keinen Bedarf mehr für neue Brennelemente. Zudem ist der Export für Pannenreaktoren wie Tihange und Doel in Belgien oder Fessenheim und Cattenom in Frankreich unverantwortlich. Wir fordern deshalb von der niedersächsischen Landesregierung sowie von der Bundesregierung, die Atomanlage nach dem brisanten Brand nicht wieder in Betrieb gehen zu lassen und so den Atomausstieg auch bei der Versorgung der Atomkraftwerke einzuleiten,“ fordert Christina Burchert vom Arbeitskreis Umwelt Schüttorf.

Die Initiativen und Verbände sind zudem sehr unzufrieden mit dem bisherigen Stand der Aufklärung zum Brand in der Brennelementefabrik. Vor Weihnachten hatte es innerhalb weniger Tage mehrere unterschiedliche Versionen zum Ablauf des Störfalls gegeben. „Welche davon zutrifft, lässt sich für die Öffentlichkeit kaum noch nachvollziehen, wenn alle paar Tage wieder eine neue Version geliefert wird“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Insbesondere ungeklärt seien die Fragen, warum sich in dem betroffenen Labor überhaupt brennbares Material befand. In einem Hochsicherheitsbereich müsste dies eigentlich verboten sein. Ebenfalls ungeklärt seien die genaue Menge des Urans in dem betroffenen Verdampfer und der genaue Verbleib des Urans. Auch wurde bislang weder von der Betreiberin Framatome noch von der niedersächsischen Atomaufsicht die Frage beantwortet, in welcher Weise eventuell fahrlässiges Handeln zu dem Brand geführt habe. Aus diesem Grund hatten Atomkraftgegner vor Weihnachten die Staatsanwaltschaft Osnabrück per Strafanzeige eingeschaltet. Die Initiativen und Verbände planen nun, sich mit einem ausführlichen Fragenkatalog direkt an die Atomaufsicht in Hannover zu wenden, um mehr Transparenz und Verlässlichkeit in die Aufklärung zu bringen.

Quelle: Grafschafter Nachrichten

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