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09.03.2019, Pressemitteilung, Ahaus, Jülich, Garching

Meldung des Demo-Trägerkreises „Atommüll-Zwischenlager dürfen keine Endloslager werden“

Mit einem Demo-Zug durch die Ahauser Innenstadt und der Aufstellung von gelben X-en und schwarzen Fahnen am Zwischenlager Ahaus protestierten 1400 Menschen gegen die Zwischenlager-Politik der Bundesregierung und für einen sofortigen Atomausstieg.

Demonstranten ziehen mit Transparenten, Fahnen und Schildern durch Ahaus.

Die Organisatoren der Demonstration fordern, geplante Castor-Transporte aus Garching und Jülich nach Ahaus zu stoppen und die Errichtung möglichst sicherer Zwischenlager an den beiden Standorten. Mit der Demonstration erinnerten sie außerdem an die Katastrophe von Fukushima, die vor 8 Jahren einmal mehr verdeutlich hat, dass die mit der Nutzung der Atomenergie verbundenen Risiken nicht beherrschbar sind. Neben solidarischen Grüßen an japanische AtomkraftgegnerInnen, drückten die DemonstrantInnen auch ihre Solidarität mit der russischen Umwelt-Organisation Ecodefense aus, deren Aktivist Vladimier Sliviak auf der Demo über jüngste russische Repressionen berichtete.

An der Demo beteiligten sich auch 80 Landwirte aus Ahaus und Umgebung mit ihren Traktoren.

Die Traktoren der 80 Landwirte aus Ahaus und Umgebung

„Aus Jülich sollen 152 Castoren mit Müll aus dem Versuchsreaktor AVR nach Ahaus kommen. Niemand weiß genau, was da drin ist, weil die Dokumentation Lücken aufweist“, erklärt Marita Boslar vom Aktionsbündnis ‚Stop Westcastor‘. „Statt Transporten nach Ahaus oder in die USA fordern wir die Lagerung und die langfristig nötige Umverpackung vor Ort in Jülich. Genau das wird aber vom Forschungszentrum Jülich und den zuständigen Ministerien torpediert, indem kürzlich die Zusage für das Baugrundstück nach sechs Jahren zurückgezogen wurde“, so Boslar weiter.

„Der Forschungsreaktor Garching produziert seit 2004 waffenfähigen Atommüll mit hoher Anreicherung. Jetzt ist das Abklingecken fast voll“ erklärt Dr. Hauke Doerk vom Umweltinstitut München. „Anstelle von riskanten Transporten nach Ahaus wäre es besser, den Müll direkt in Garching zu entschärfen. Die Technische Universität München muss als Betreiberin jetzt ein Verfahren zur Uran-Verdünnung entwickeln und ein sicheres Zwischenlager in Garching bauen.“, so Doerk weiter.

„Wir lehnen weitere Atomtransporte nach Ahaus ab. Für eine Endlos-Zwischenlagerung sind weder die Gebäude noch die eingelagerten Behälter geeignet. Die Gebäude entsprechen schon jetzt nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und Technik.“ erklärt Hartmut Liebermann von der Bürgerinitiative ‘Kein Atommülll in Ahaus e.V.‘. „Trotzdem wollen die Bundesregierung und die zuständigen Ämter einfach so weitermachen: Als Türöffner wurde nun für Ahaus die Verlängerung der Zwischenlagerung von schwach- und mittelradioaktivem Müll bis zum Jahr 2057 beantragt. Wir brauchen stattdessen ein neues und sicheres Konzept für die Langzeit-Zwischenlagerung“ so Liebermann weiter.

Kontakt für Rückfragen:

Jülich
Marita Boslar
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“
mobil: 0176-52270865

Jens Dütting
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
mobil: 0176-38368325

Garching
Dr. Hauke Doerk
mobil: 0151-40320892

Ahaus
Hartmut Liebermann
email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
mobil: 0163-6008383

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Während der Demonstration am 9.3. wird die VolXküche wieder mit einem Stand vertreten sein, um die Teilnehmenden an der Demo mit Getränken und kleinen Speisen zu versorgen. Dazu bittet die VolXküche darum, Spenden in Form von Kuchen, belegten Brötchen und ähnlichem zum Stand zu bringen.

Wann? Am Samstag dem 9.3. ab 10:30 Uhr
Wo? Am Stand vor dem „Copacabana“ beim Ahauser Bahnhof

Die Angebote der VolXküche sind für die Teilnehmenden an der Demonstration wie immer kostenlos. Um eine Spende für den Widerstand gegen Atommüll-Transporte werden sie allerdings gebeten. Das ungewöhnliche „X“ in der Schreibweise der „VolXküche“ ist dem Widerstands-X gegen Castor-Transporte gewidmet. Gelbe Widerstands-Xe werden jetzt auch wieder an der Landstraße vor dem Ahauser Atommüll-Lager aufgestellt.

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Demo-Trägerkreis „Atommüll-Zwischenlager dürfen keine Endloslager werden“ www.atommuell-protest.de
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus e.V.“
.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie
Umweltinstitut München e.V.
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e.V.
Aktionsbündnis Stop Westcastor
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) e.V.
Bürger gegen Atomreaktor Garching e.V.

06.03.2019, Pressemitteilung, Ahaus, Jülich, Garching

Demonstration Samstag in Ahaus: Auch Trecker werden rollen!

Mit einer überregionalen Demo in Ahaus wird Samstag gegen die ab 2019 geplanten Atommüll-Transporte aus Garching und Jülich protestiert werden. Zugleich wenden sich die veranstaltenden Organisationen gegen die drohende Umwandlung der Zwischenlager in Endloslager. Auch Landwirte aus Ahaus und Umgebung werden sich am Samstag an der Demonstration eines breiten Trägerkreises beteiligen: Um 12 Uhr werden sie mit Traktoren zur Auftaktkundgebung vor dem Ahauser Bahnhof anrollen und danach den Demo-Zug durch die Ahauser Innenstadt anführen. Außerdem wollen die Anti-Atomkraft-Initiativen auch an die Katastrophe von Fukushima erinnern, die vor 8 Jahren einmal mehr verdeutlich hat, dass die mit der Nutzung der Atomenergie verbundenen Risiken nicht beherrschbar sind. Die Genehmigungen für „Zwischen“-Lager und Castor-Behälter sind auf jeweils 40 Jahre begrenzt, in Ahaus enden sie 2036. Eine Lösung zur sicheren Entsorgung von Atommüll wird es bis dahin nicht geben. Für eine "Dauer-Zwischenlagerung" sind aber weder die bestehenden Gebäude noch die Behälter ausgelegt. Sie entsprechen schon jetzt nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und Technik. Die Bundesregierung und die zuständigen Ämter wollen jedoch einfach so weitermachen: Als erstes wurde nun für Ahaus die Verlängerung der Zwischenlagerung von schwach- und mittelradioaktivem Müll bis zum Jahr 2057 beantragt.

Aus dem Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München sollen ab diesem Jahr Brennelemente mit hochangereichertem und damit waffenfähigem Material (87% U235) nach Ahaus kommen. Bei den 152 Castoren aus Jülich sind weder der Zustand der Brennelemente, noch der genaue Inhalt dokumentiert. Die Variante eines neuen, möglichst sicheren Zwischenlagers in Jülich wird vom Forschungszentrum Jülich und den zuständigen Ministerien torpediert, da die Zusage für ein bereits untersuchtes Grundstück nach mehr als sechs Jahren zurückgezogen wurde. „Das Forschungszentrum Jülich tut alles, um seine Verantwortung für den dort produzierten Atommüll los zu werden – und die zuständigen Forschungs- und Umweltministerien lassen sie dabei gewähren“, empört sich Hartmut Liebermann von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“.

Auf den Kundgebungen vor dem Bahnhof und zum Abschluss am Rathaus gibt es neueste Informationen aus München und Jülich. Gerd Schinkel, der bereits im Hambacher Wald und am Lingener AKW Protest-Songs spielte, wird neben anderen Musikgruppen für gute Stimmung sorgen.

www.atommuell-protest.de

Kontakt für Rückfragen:
Hartmut Liebermann, BI Ahaus: 0163-6008383 / Felix Ruwe, BI-Ahaus: 0171-793 792 6
Dr. Hauke Doerk, Umweltinstitut München e.V.: 0151-40320892
Marita Boslar, Aktionsbündnis Stop Westcastor: 0176-52270865
Jens Dütting, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen: 0176-38368325 (auch Sa. während der Demonstration)

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Ahaus, den 25.02.19

Pressemitteilung

Für den Verbleib der Kugel-Brennelemente des stillgelegten Versuchsreaktor AVR in Jülich werden seit Jahren drei „Optionen“ geprüft und bearbeitet, weil die bestehende Lagerhalle nicht mehr den Sicherheits-Anforderungen entspricht. Die vernünftigste Option wäre der Bau einer neuen erdbebensicheren Lagerhalle in Jülich. Damit würden aufwändige Transporte vermieden. Außerdem könnten dort die Betreiber des AVR die defizitäre Dokumentation der Behälterinhalte korrigieren und die für eine Endlagerung notwendigen Konditionierungstechniken entwickeln.

Bereits im Jahr 2012 war ein Grundstück auf dem Gelände des FZJ dafür ausgesucht worden. Die mit der Entsorgung in Jülich beauftragte Gesellschaft JEN hatte die für die Nutzung nötigen Umweltverträglichkeits-Untersuchungen bereits abgeschlossen, ein seismologisches Gutachten über die Eignung des Standortes war im März 2018 vom Bundesamt für Entsorgung (BfE) akzeptiert worden, weitere Arbeiten zur Standortuntersuchungen waren im Gange – da hat das FZJ im November 2018 die bereits 2012 gemachte Zusage zur Überlassung des Grundstückes zurückgezogen!
Bekanntgegeben wurde diese Entwicklung durch JEN während einer Tagung des Nationalen Begleitgremiums am 19.02.19 in Jülich. Zwar will das FZJ über die Bereitstellung eines neuen Grundstückes mit der JEN verhandeln, jedoch müssten die genannten Untersuchungen dann von neuem beginnen. Dies würde Jahre in Anspruch nehmen, womit der Neubau in Jülich immer unwahrscheinlicher würde. Stattdessen rücken unsinnige Transporte nach Ahaus oder gar in die USA in den Vordergrund. Wer trifft solche abstrusen Entscheidungen?

Akteure in diesem Ränkespiel sind zu 100% staatliche Einrichtungen: Gesellschafter des FZJ sind der Bund und das Land NRW, allen voran das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). An der Spitze des Jülicher Aufsichtsrates steht Dr. Karl Eugen Huthmacher als Vertreter des BMBF. Er hat schon vor Jahren erklärt, dass die Existenz eines Atommüll-Lagers dem Image eines modernen Forschungszentrums abträglich sei. Um zu verhindern, dass der AVR-Atommüll in Jülich bleibt und die Verantwortlichen für seine Entstehung auch für seine möglichst schadlose Entsorgung sorgen, ist dem BMBF offenbar kein Winkelzug zu schade.
Dies ist für uns nicht akzeptabel. Auf der Demonstration am 9. März in Ahaus wird daher der Widerstand gegen die Machenschaften des FZJ und die geplanten Castor-Transporte aus Jülich, aber auch aus Garching nach Ahaus einen zentralen Stellenwert einnehmen. Es geht weiterhin um die drohende Umwandlung der Zwischenlager in Dauerlager sowie um die Erinnerung an die Katastrophe von Fukushima. Außerdem soll der Druck zur Durchsetzung des endgültigen Ausstiegs aus der Atomenergie und der Produktion weiteren Atommülls verstärkt werden. Getragen wird die Aktion von zahlreichen Bürgerinitiativen und Umweltverbänden.

Weitere Details zu der Demonstration unter www.atommuell-protest.de.

Trägerkreis der Demonstration am 9. März in Ahaus:

  • Aktionsbündnis „Stop Westcastor“
  • .ausgestrahlt
  • Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e.V.
  • Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUND)
  • Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
  • Bürger gegen Atomreaktor Garching e.V.
  • Initiative für den sofortigen Atomausstieg (SOFA) Münster
  • Umweltinstitut München e.V.
  • Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
  • Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau

Unter folgendem Link finden Sie eine aktuelle Antwort (vom 6.2.2019) der Bundesregierung mit Bezug zur Jülich-Problematik: http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/075/1907553.pdf.

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Ahaus, den 05.03.2019

Auch Landwirte werden sich am Samstag (9. März) an der Demonstration in Ahaus beteiligen: Um 12 Uhr wollen sie mit Traktoren zur Auftaktkundgebung vor dem Bahnhof anrollen. Mit der Aktion soll gegen die geplanten Atommüll-Transporte aus Garching und Jülich protestiert werden. Zugleich wenden sich die Akteure gegen die drohende Umwandlung des Ahauser Zwischenlagers in ein Endloslager. Sie wollen auch an die Katastrophe von Fukushima erinnern, die vor 8 Jahren einmal mehr verdeutlicht hat, welche Risiken mit der Nutzung der Atomenergie verbunden sind.

Während der Kundgebungen am Bahnhof und vor dem Rathaus wird es neben Redebeiträgen und Musik sowie Informationsständen auch einen Stand der „VolXküche“ geben, um die Teilnehmenden mit Getränken und kleinen Speisen zu versorgen. Dazu bittet die VolXküche die Bevölkerung um Spenden in Form von Kuchen, belegten Brötchen oder ähnlichem. Diese sollten am Samstag ab 10:30 Uhr zum Stand der VolXküche vor dem „Copacabana“ am Ahauser Bahnhof gebracht werden.

Die Angebote der VolXküche sind für die Teilnehmenden an der Demonstration wie immer kostenlos. Sie werden allerdings um eine Spende für den Widerstand gegen Atommüll-Transporte gebeten. Das ungewöhnliche „X“ in der Schreibweise der „VolXküche“ ist dem Widerstands-X gegen Castor-Transporte gewidmet. Gelbe Widerstands-Xe wurden jetzt auch wieder entlang der Landstraße zum Ahauser Atommüll-Lager aufgestellt.

Nach der Abschluss-Kundgebung vor dem Rathaus sollen schwarze Fahnen, die bei der Demonstration mitgeführt werden, dorthin gebracht und zwischen den Xen platziert werden. Die Bürgerinitiative bittet Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Ahaus und Umgebung, die sich daran beteiligen wollen, möglichst mit dem Fahrrad zu kommen oder ein anderes Fahrzeug in der Nähe des Rathauses vorrätig zu halten. Die Plätze in dem Bus, den die Firma Hoge freundlicherweise zur Verfügung stellen wird, sind begrenzt und sollten vornehmlich für auswärtige Teilnehmer, die mit dem Zug nach Ahaus kommen, reserviert werden.

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Ahaus, den 22.02.19

Einen außerordentlichen Stammtisch führt die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ am Montag, dem 25. Februar durch (ab 20 Uhr in der Gaststätte „Am Schulzenbusch“). Hauptthema ist der Endspurt in der Vorbereitung der Demonstration am 9. März. Außerdem wird es einen Bericht geben von der Sitzung des „Nationalen Begleitgremiums“ für die Endlagersuche in Jülich, an der am Dienstag auch Vertreter der BI teilgenommen haben. Es gibt von dort einen neuen Sachstand zu vermelden, der den weiteren möglichen Transport der Jülicher Brennelemente nach Ahaus betrifft.

Der Stammtisch ist wie immer öffentlich, neue Interessenten an der Arbeit der BI sind willkommen.

Die BI erinnert außerdem daran, dass die Einspruchslisten im Rahmen des öffentlichen Genehmigungsverfahrens bis spätestens 2.3. im Büro der Bürgerinitiative (Bahnhofstr. 27) eingeworfen werden müssen. Sie können auch an den Info-Ständen der BI an den beiden kommenden Samstagen (23. Februar und 02. März, jeweils 10 – 13 Uhr) in der Ahauser Fußgängerzone (Oldenkottplatz) abgegeben werden.

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