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Pressemitteilung: BGZ will Verlängerungsntrag für Zwischenlager auf 20 Jahre befristen
Bürgerinitiative: Ja, aber kein einfaches “Weiter so!”
Diskussion auf der “Statuskonferenz Zwischenlagerung” in Berlin
Die Genehmigungen der ältesten Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle laufen in einigen Jahren aus, in Gorleben 2034 und in Ahaus 2036. Die Betreibergesellschaft BGZ hat jetzt mitgeteilt, dass sie die schon vor einigen Jahren angekündigten Verlängerungsanträge für beide Lager auf den Zeitraum von 20 Jahren befristen will. Das war auch Diskussionsthema auf der “Statuskonferenz Zwischenlagerung”, zu der das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) am 23.6. nach Berlin eingeladen hatte.
Die Bürgerinitiative “Kein Atommüll in Ahaus”, für die Hartmut Liebermann an der Konferenz teilgenommen hat, steht der angekündigten Befristung grundsätzlich positiv gegenüber: “Wir haben diese bereits vor zwei Jahren in unserer Stellungnahme zur geplanten Langzeit-Lagerung hochradioaktiven Mülls in Ahaus gefordert, damit nach Ablauf der Frist der dann gegebene Stand von Wissenschaft und Technik sichergestellt und bei einem eventuellen weiteren Verlängerungsantrag rechtlich eingefordert werden kann”, so Liebermann auf der Statuskonferenz. Er fügte dieser positiven Bewertung jedoch einen klaren Vorbehalt hinzu:
“Eine Genehmigung darf auch für diesen relativ überschaubaren Zeitraum nicht zu einem einfachen ‘Weiter wie bisher’ führen. Sicherheits- und Sicherungsnachweise für das Lager müssen einer Aktualisierung unterzogen werden. Das gilt nicht nur für die Castor-Behälter, sondern ausdrücklich auch für das Lagergebäude: Die alten Lagerhallen in Gorleben und Ahaus weisen erheblich geringere Robustheit auf als die der später gebauten Lager. So weisen die Mauern im Dachbereich nur eine Dicke von 20 cm auf – das aktuell in Planung befindliche Lager in Lubmin dagegen 1,80m! Es kann nicht sein, dass hier unterschiedliche Standards angewendet werden.” Die Bürgerinitiativen aus Lüchow-Dannenberg und Ahaus” fordern hier übereinstimmend bauliche Korrekturen im Fall der Genehmigung einer Langzeitlagerung – in Gorleben wie in Ahaus.
Die in der Pressemitteilung erwähnte Stellungnahme der Bürgerinitiative zur Langzeitlagerung finden Sie unter nachfolgendem Link:
https://www.bi-ahaus.de/index.php/materialien/hintergrundinformationen/619-stellungnahme-der-bi-kein-atommuell-in-ahaus-zur-geplanten-langzeit-lagerung-von-hochradioaktiven-brennelementen-in-ahaus
Kommende Veranstaltungen:

04.07.2026: Info-Stand und Kundgebung in Ahaus
Wir wollen ab 11 Uhr vor dem Rathaus Ahaus einen Info-Stand machen, ab 13 Uhr laden wir zu einer Kundgebung ein.
Thema:
Weiter Widerstand gegen sinnlose und gefährliche Castor-Transporte.
Gegen Langzeitlagerung in einer unsicheren Halle, in Behältern, deren Genehmigung in wenigen Jahren ausläuft.
Für eine sinnvolle Energiewende ohne Atom!
Für die Schließung der UAA in Gronau sowie der Brennelement-Fertigung in Lingen!
Am Sonntag, dem 05.07., findet in Gronau der traditionelle Sonntagsspaziergang statt.
Hiermit lade ich alle herzlich zu den Terminen ein, kommt vorbei und demonstriert mit uns!
Heiner Möllers
Vorsitzender der BI
Lesenswertes
Stellungnahmen & Infos

- "Brandbrief 2.0" an den Ministerpräsidenten des Landes NRW H. Wüst und Ministerin M. Neubaur vom 28. August 2025
- Stellungnahme der BI “Kein Atommüll in Ahaus” zur geplanten Langzeit-Lagerung von hochradioaktiven Brennelementen in Ahaus
- Was geschieht mit den Kugel-Brennelementen aus dem stillgelegten AVR Jülich? Der aktuelle Sachstand (21.03.2025)
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