Quicklink: Lesenswertes
Quicklink: Aktuell geplante Demonstrationen
Tag X2: Castor-Transport Jülich−Ahaus am 21.4.
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Pressemitteilung, Jülich/Bottrop/Ahaus, 20. April 2026
Protest-Aktionen in Jülich, Bottrop & Ahaus
Demo in Ahaus auf Castor-Transportroute
- 18.00 Uhr: Dauer-Kundgebung vor Forschungszentrum Jülich
- 18.00 Uhr: Auftakt-Kundgebung in Ahaus am Rathaus, anschließend Demo
- circa 19.00 Uhr: symbolische Blockade auf Transportroute in Ahaus
- circa 20.00 Uhr: nächtliche Dauer-Mahnwache vor Zwischenlager Ahaus
- 20.30 Uhr: Mahnwache in Bottrop Fernewaldstraße/Oberhausener Straße
Sollten Polizei und die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) keinen Rückzieher machen, gehen Anti-Atomkraft-Initiativen in NRW davon aus, dass der zweite Castor-Transport von Jülich nach Ahaus am Dienstag, 21.4.2026, stattfindet. In Jülich, Bottrop und Ahaus sind nun neue Proteste vorbereitet und bei der Polizei angemeldet.
In Jülich findet wieder ab 18 Uhr eine Dauer-Mahnwache vor dem Forschungszentrum Jülich statt, die genaue Adresse lautet: Ecke Wilhem-Johnen-Straße/Stetternicher Staatsforst Straße. Hier rechnen die Initiativen wieder mit Einschränkungen bei der Anreise, bisher blieben Anfragen an die Rurtalbahn zum Ausfall des Haltepunktes „Forschungszentrum“ unbeantwortet. Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich macht deutlich: „Es handelt sich um eine angemeldete Mahnwache, die Polizei muss also den Zugang im Rahmen des Grundrechtes auf Versammlungsfreiheit gewähren – und das diesmal bitte ohne lange Umwege!“
In Ahaus gibt es um 18 Uhr eine Auftaktkundgebung vor dem Rathaus mit anschließender Demonstration zur Transportstrecke an der Kreuzung Schöppinger Straße/Schorlemer Straße. Hier hat die Polizei inzwischen einer symbolischen Blockade in Form eines aus Menschen gebildeten, großen X auf der Transportroute zugestimmt. Ebenso darf anschließend ein Demonstrationszug über die Transportroute der Schöppinger Straße zum Ahauser Atommülllager ziehen. Dort findet wieder eine Mahnwache statt, bis der Castor das Zwischenlager erreicht. „Uns ist wichtig, unseren Protest auch dort kundzutun, wo das Atommüll-Dilemma sichtbar wird“, so Heiner Möllers von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“. „Hier wird jahrelang Atommüll von A nach B gekarrt und Herr Spahn faselt davon, im Abbau befindliche AKW wieder in Betrieb zu nehmen – so einen Unfug nehmen wir nicht hin!“
In Bottrop haben Aktivist_innen ab 20.30 Uhr eine Mahnwache an der Kreuzung Fernewaldstraße/Oberhausener Straße angemeldet. Wenn der Castor in Jülich losfährt, soll die Mahnwache mit leuchtenden Xen auf die beiden Autobahnbrücken über die A2 verlagert werden. „Wir haben die Aktion bei der Polizei angemeldet, sollte es Auflagen geben, mit denen kein Protest in Castor-Sichtweite möglich ist, scheuen wir uns nicht, vor dem Verwaltungsgericht zu klagen“, erklärt Hanna Poddig von der Initiative Sofa Münster.
„Unverzügliche Räumung“ des Zwischenlagers Jülich eine Farce
Angesichts des polizeilichen Aufwands, der Probleme mit der maroden Infrastruktur und der Terrorgefahr wird die Ahaus-Option nach Ansicht der Anti-Atom-Initiativen zur Farce: „Nach zwölf Jahren Vorbereitung und einer bisherigen Transportgeschwindigkeit von einem Castor pro Monat ist die behördlich angeordnete `unverzügliche Räumung` des Jülicher Zwischenlagers eine Farce. Dies zeigt, dass es nicht um einen sinnvollen Umgang mit dem Atommüll geht“; sind sich die Vertreter_innen der Anti-Atomkraft-Initiativen einig.
Zweiter Castor-Transport Jülich−Ahaus vermutlich am 21. April
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Pressemitteilung, Jülich/Ahaus, 15. April 2026
- Brief an Landesregierung:
- Initiativen fordern Antworten auf offene Sicherheitsfragen und eingeschränktes Versammlungsrecht bei erstem Transport
- Proteste beim Castor-Transport am Tag X2:
- 18 Uhr: Dauer-Kundgebung vor Forschungszentrum Jülich
- 18 Uhr: Demo in Ahaus vom Rathaus zur Transportstrecke
- circa 19:30 Uhr symbolische Sitzblockade an Transportstrecke in Ahaus
- ab 20 Uhr: Nächtliche Dauer-Mahnwache vor Zwischenlager Ahaus

Die Anti-Atomkraft-Initiativen in NRW haben erste Hinweise, dass der zweite Castor-Transport von Jülich nach Ahaus am Dienstag, 21.4.2026, stattfinden soll. Deshalb bereiten sie neue Proteste vor und wenden sich an die Politik: In einem vierseitigen Brief fordern sie von der NRW-Landesregierung Aufklärung über Unstimmigkeiten beim ersten Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll von Jülich nach Ahaus. Sie fordern deshalb den Stopp weiterer Castor-Transporte.
So wurden die im letzten Jahr von der Genehmigungsbehörde BASE angekündigten Sicherheitsmaßnahmen nicht oder nur lückenhaft umgesetzt. Die Polizei bestätigte in der Berichterstattung in- direkt, dass einige Streckenabschnitte marode sind.
Außerdem schränkte die Polizei den Zugang zu angemeldeten Versammlungen sowie die Bewegungsfreiheit von Anwohner_innen und Arbeitnehmer_innen in Jülich und Ahaus deutlich ein.
„Insgesamt hat sich beim ersten Castor-Transport für uns gezeigt, dass diese Atommüllverschiebung nach Ahaus mit diesem polizeilichen Aufwand und Grundrechtseinschränkungen sowie den Risiken und offenen Fragen, keine Perspektive für die angekündigte `Entsorgung` von Atommüll aus Jülich, Garching, Berlin oder Mainz sein kann!“, so die Anti-Atomkraft-Initiativen in dem Brief.
Neue Demo-Route in Ahaus soll Zugang zu Versammlung ermöglichen
Für die Teilnahme an den Mahnwachen vor dem Forschungszentrum in Jülich und dem Zwischenlager in Ahaus mussten weite Umwege in Kauf genommen werden. Einige Teilnehmer_innen hatten trotz verschiedener Umwege keinen Zugang zu den Versammlungen. Die Haltestelle „Forschungszentrum” der Ruhrtalbahn in Jülich wurde ohne Vorankündigung nicht bedient. Das Angebot der Versammlungsleitung der 18-Uhr-Demo in Ahaus, als geordneter Demonstrationszug zur Mahnwache am Zwischenlager zu ziehen, wurde von der Einsatzleitung mehrfach abgelehnt.
Um diesen Einschränkungen entgegenzuwirken, hat die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ (BI) den nächsten Castor-Transport eine Kundgebung um 18 Uhr am Rathaus sowie einen Demonstrationszug vom Rathaus zur Transportstrecke an der Kreuzung Schöppinger Straße/ Schumacherring angemeldet.
Gegen 19.30 Uhr findet dort eine symbolische Sitzblockade statt. Anschließend ziehen die Teilnehmer_innen als angemeldete Demonstration weiter zur Dauer-Mahnwache am Zwischenlager Ahaus.
„Damit fällt auch der Weg zur Mahnwache unter das Versammlungsgesetz, ist ordnungsgemäß angemeldet und die Polizei kann sich darauf entsprechend einstellen. Was 2005 möglich war, muss auch 2026 machbar sein“, so Heiner Möllers von der BI Ahaus.
Ausweichrouten und Streckenkontrollen angekündigt, aber nicht umgesetzt
Die Anti-Atomkraft-Initiativen sind verärgert und besorgt darüber, dass die vom BASE angekündigten Sicherheitsmaßnahmen beim ersten Castor-Transport nicht umgesetzt wurden. In einer Videokonferenz mit Vertretern der BI und der Stadt Ahaus hatte das BASE im vergangenen Jahr Kontrollen der Transportstrecke vor jedem Transport angekündigt. Laut Frau Kallenbach- Herbert von der Jülicher Entsorgungsgesellschaft (JEN) stehen diese nicht vor und nach jedem Castor-Transport auf dem Plan. Offenbar fanden sie auch nicht statt. Dabei wiegt jeder Castor- Transport 130 Tonnen. Die Polizei hatte gegenüber der Presse angegeben, dass sie wegen Bedenken bei einigen Brücken zunächst nur mit einem Castor-LKW fahren werde.
Ebenso hatte das BASE angekündigt, dass es Ausweichrouten geben müsse. Die Drohen- Verbotszone sah jedoch lediglich eine Ausweichroute rund um Mönchengladbach vor. Wie die BI am Transport-Tag feststellte, war einer der beiden umgebauten Kreisverkehre zwischen Autobahn und Zwischenlager in Ahaus bereits wieder abgesackt.
„Beim ersten Castor wurde unser Protest offenbar als größeres Problem angesehen als die marode Infrastruktur“, zeigt sich Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich wütend. „Genau wie bei der Endlagersuche geht unser Vertrauen in die Behörden und die Atompolitik hier gegen null! Deswegen wird es auch beim zweiten Castor-Transport ab 18 Uhr eine Mahnwache vor dem Forschungszentrum in Jülich geben!“
Brief der Anti-Atomkraft-Initiativen an die Landesregierung (PDF)
Aufruf zum Ostermarsch in Gronau 2026
Karfreitag, 3. April 2026, Auftakt 13 Uhr am Haupttor der Urananreicherungsanlage (UAA), Röntgenstraße 4, Gronau (NRW)
Dann Ostermarsch zur „alten“ UAA (Kaiserstiege, Ecke Alsenstraße. Gemeinsamer Rückweg und Abschlusskundgebung wieder am Haupttor der UAA

Informationsmaterial:
- Flyer zum Ostermarsch 2026 als PDF herunterladen
- Plakat "Ostermarsch 2026" als PDF herunterladen
- Aufruf zum Ostermarsch 2026 als PDF herunterladen
Nachtrag 07. April 2026: Manuskript der Rede von Reinhard Övermann vom Karfreitag, 3. April 2026, in Gronau beim „Ostermarsch“ als PDF herunterladen
24.03.2026: Castor-Transport & Protest Tag X1
„Sicherheitskonzept bereits vorab gescheitert“
„Reul muss Castor absagen“
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
BUND NRW
Pressemitteilung, Jülich/Ahaus, 23. März 2026
Proteste gegen Castor-Transporte Jülich-Ahaus Tag X1:
- 18 Uhr: Dauer-Kundgebung vor Forschungszentrum Jülich
- 18 Uhr: Demo in Ahaus vom Bahnhof zum Rathaus
- ab 20 Uhr: Nächtliche Dauer-Mahnwache vor Zwischenlager Ahaus
Für den morgigen Dienstagabend rechnen die Anti-Atomkraft-Initiativen mit dem ersten Castor-Transport von Jülich nach Ahaus. Entsprechende Hinweise haben sie aus verschiedenen Quellen erhalten. Sie rufen deshalb für Dienstag um 18 Uhr in Ahaus zu einer Demonstration vom Bahnhof zum Rathaus mit anschließender Kundgebung auf. In Jülich gibt es vor dem Forschungszentrum an der Wilhelm-Johnen-Straße ab 18 Uhr eine Dauer-Mahnwache bis zur Castor-Abfahrt. Ab 20 Uhr startet dann eine Dauer- Mahnwache vor dem Zwischenlager Ahaus, bis der Castor-Transport angekommen ist. Ebenfalls gab es Hinweise, dass die Polizei am Montag mit einem Leertransport nochmal üben wolle. Auch dies werden die Atomkraftgegner_innen im Auge behalten.

Wir laden alle Menschen ein, ein Zeichen zu setzen: Für die Dunkelheit haben wir in Ahaus gelbe X aus Knicklichtern vorbereitet. Für Protest ist es nie zu spät, Atompolitik muss endlich lernen, langfristig und nicht nur formal-juristisch zu denken,“ so Annika Enzmann von der Bürgerinitiative Ahaus. Alle drei Protest-Aktionen sind bei der Polizei angemeldet und fallen unter das Versammlungsrecht, so dass der Zugang jederzeit möglich sein muss. Laut Auflagenbescheid der Polizei müssen dafür aber vermutlich Umwege in Kauf genommen werden und auch mit den zugewiesenen Versammlungsorten vor dem Zwischenlager sind die Atomkraftgegner_innen nicht zufrieden, weshalb sie eine Klärung durch das Verwaltungsgericht Münster anstrengen. „Beim Castor 2005 durfte die Kundgebung auf der halben Fahrbahn stattfinden, nicht nur an der Bushaltestelle“ begründet Hanna Poddig von Sofa Münster diesen Schritt. „Und wir wollen eine symbolische Sitzblockade eine Stunde vor Ankunft des Transportes vor dem Tor bzw. auf der Fahrbahn und nicht an der Ausfahrt abhalten. Der Super-Gau sind Unfälle und Anschläge, nicht Protest-Aktionen, wie die GdP behauptet.“

Sicherheitskonzept ist nur zahnloser Papiertiger - Transporte jetzt stoppen
Für die Anti-Atom-Initiativen ist das Sicherheitskonzept bereits gescheitert, weil das Bundesverkehrsministerium am Donnerstagnachmittag die Transportroute online veröffentlicht hat. „Es ist doch blanker Hohn, wenn die Behörden meinen, sie können Gefahren durch Drohnen begegnen, indem sie vorher eine Drohnen-Flugverbot verhängen und damit die Route auch offiziell bekannt machen.“ erklärt Hartmut Liebermann von der BI Ahaus. „Weder Wegwerf-Agenten, noch Terroristen lassen sich so aufhalten. Genau solchen behördlichen Irrsinn meinen wir, wenn wir von rein formal erfüllten Sicherheitskonzepten sprechen. Innenminister Reul muss die Transporte nun absagen!“ Im Internet findet man inzwischen verschiedene Anleitungen für Lenkraketen und Kampfdrohnen zum selber bauen, was die Initiativen sehr besorgt.
Gleichzeitig zeigt die veröffentlichte Route, dass es so gut wie keine Ausweichstrecken gibt. Diese sind laut Genehmigung jedoch erforderlich. „Recherchiert man die Sperrungen für Schwerlast-Transporte bleibt eigentlich nur die A42-Rheinbrücke. Die Alternative über die A1-Rheinbrücke bei Köln-Leverkusen endet an Schwerlast- Beschränkungen im Raum Duisburg/ Oberhausen, auf der A43 bei Herne und macht dann einen Umweg über Münster bis hin zur A30 bei Lotte notwendig, wenn man die weitere Auflage, so viel Autobahn-Strecke wie möglich, einhalten will,“ geht Kerstin Ciesla vom BUND NRW ins Detail. Ebenso ist die Anordnung, dass die JEN auf ihrer Homepage keine Fotos der Transport-LKW mehr zeigen darf, sinnlos, da diese inzwischen zahlreich im Internet kursieren und auch von der JEN bei der Dialog- Veranstaltung gezeigt wurden.
„Die Politik hat seit 17 Jahren auf allen Ebenen versagt. Sie hätte das Ruder noch mehrfach herumreißen können, nachdem die Entscheidung über den Abtransport der Jülicher Atomkugeln getroffen wurde. Nun erwartet uns die größte Castor-Lawine in der Geschichte der Bundesrepublik – das macht uns wütend und dazu werden wir nicht schweigen!“ zeigt sich Marita Boslar vom Aktionsbündnis Stop Westcastor in Jülich entschlossen.
Anlaufpunkte:
Das BI-Büro in der Bahnhofstr. 27 – 48683 Ahaus ist ab 16 Uhr besetzt (Telefon: 02561 / 961791). Ansonsten kommt direkt zu den Mahnwachen/ Demos. Im Wahlkreisbüro von Mareike Hermeier soll es abends/ nachts Tee zum aufwärmen geben, ebenso an der Mahnwache vor dem Zwischenlager.
aktuelle Infos:
- Ticker auf castor-stoppen.de
- Ticker castor-stoppen bei Mastodon norden.social/@castorstoppen
- Ticker castor-stoppen bei Bluesky
- Castor-stoppen bei Instagram
- Castor-stoppen bei WhatsApp
- Westcastor Signalgruppe bzw. SMS-Verteiler (0176 52270865 | Tag X)
- Beobachtungen selber melden unter
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Aktionsfahrplan für ersten Castor-Transport Jülich Ahaus
19. März, 18 Uhr: Mahnwache vor BGZ-Infoabend im Rathaus Ahaus
„Verantwortliche Minister kneifen und haben Angst vor Bevölkerung“
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
BUND NRW
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Pressemitteilung, Jülich/Ahaus, 16. März 2026
Castor-Tag X1
- 18 Uhr: Dauer-Kundgebung vor Forschungszentrum Jülich
- 18 Uhr: Demo in Ahaus vom Bahnhof zum Rathaus
- 20 Uhr: Nächtliche Dauer-Mahnwache vor Zwischenlager Ahaus

Mit einem Aktionsfahrplan bereiten sich die Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände auf die Proteste zum ersten Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll von Jülich über 170 Autobahn-Kilometer nach Ahaus vor. Auftakt der Proteste ist am jetzigen Donnerstag, 19. März, um 18 Uhr mit einer Mahnwache vor dem Rathaus in Ahaus. Dort wollen ab 19 Uhr die Vertreter der Atommüll-Behörden und bundeseigenen Zwischenlager-Verwalter die Ahauser Bevölkerung in einer öffentlichen Veranstaltung zu den anstehenden Castor-Transporten informieren. Die Anti-Atomkraft-Initiativen kritisieren scharf, dass die verantwortlichen Minister aus Berlin und Düsseldorf nicht anwesend sind und die Arbeit an untergeordnete Ebenen delegieren.
Konkret befürchten die Anti-Atomkraft-Initiativen noch vor Beginn der NRW- Osterferien den ersten von insgesamt bis zu 152 Castor-Transporten mit hochradioaktivem Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich über 170 Autobahn- Kilometer ins Zwischenlager Ahaus. Am Transporttag wird es um 18 Uhr jeweils eine Kundgebung vor dem Forschungszentrum Jülich geben sowie eine Demo ab Bahnhof Ahaus in die Innenstadt. Ab 20 Uhr ist eine nächtliche Atommüll-Dauermahnwache vor dem Zwischenlager in Ahaus-Ammeln angemeldet.
„Wir sind tief enttäuscht von der Bundes- und NRW-Landesregierung. Wir kämpfen schon seit 16 Jahren gegen diese verantwortungslosen Atommüll-Pläne. Doch zu keinem Zeitpunkt wurde eine konstruktive Lösung gesucht, um die hochgefährlichen Atommülltransporte über die Autobahnen von NRW zu verhindern. Anstatt in Jülich für die 152 Castoren ein neues, möglichst sicheres Zwischenlager zu bauen, fürchten wir eine Dauerlagerung in der Lagerhalle in Ahaus, deren Genehmigung auch schon 2036 ausläuft. Und im Hintergrund wartet schon Markus Söder mit seinem atomwaffenfähig hochangereichertem Uran aus dem Forschungsreaktor Garching. Ohne Klärung der Endlagerfrage sind Atommülltransporte nach Ahaus eine Reise ohne Ziel. Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn. Wir werden deshalb gegen die Castor-Transporte entschlossen und anhaltend auf die Straße gehen“, erklärten Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich und Heiner Möllers von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“ gemeinsam.
„Dass sich weder Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), dem die Jülicher JEN untersteht, noch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) oder NRW-Atomministerin Mona Neubaur (Grüne) in Ahaus den Fragen und berechtigten Sorgen der Bevölkerung persönlich stellen, ist eine Bankrotterklärung der Politik. Immer wieder wird der Vertrauensverlust in „die Politik“ beklagt, doch dann müssten am Donnerstag in Ahaus die vier verantwortlichen Minister:innen in Ahaus auf dem Podium sitzen – und nicht die nachgeordneten Behörden. Bei der Gelegenheit könnten sie dann auch erstmals in 16 Jahren auf höchster Ebene persönlich über eine politische Lösung der Atommüll-Frage sprechen – noch ist es nicht zu spät“, ergänzte Jens Dütting vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Die Anti-Atomkraft-Initiativen gehen von einem sehr kurzfristigen Bekanntwerden des Transporttermins für den ersten Castor aus.
Einladung zum öffentlichen Stammtisch der BI Ahaus
Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" lädt ein zu ihrem nächsten öffentlichen Stammtisch am Montag, dem 16.März, ab 19 Uhr im Büro der Bürgerinitiative, Bahnhofstr. 27.
Besprochen werden sollen vor allem Aktivitäten im Zusammenhang mit den bevorstehenden Caastor-Transporten aus Jülich. Außerdem wird es einen Rückblick geben auf die Demonstration am vergangenen Samstag.
Castor-Alarm Gelb - BGZ macht Ernst
Es wird nun bitterernst: Die für Ahaus zuständige Atommüll-Tochter des Bundesumweltministeriums, die BGZ, hat für nächsten Donnerstag, 19. März, im Rathaus in Ahaus die Infoveranstaltung angekündigt, die unmittelbar vor dem 1. Castor stattfinden soll.
Im Klartext: Der 1. Castor von Jülich nach Ahaus kann schon direkt danach rollen – spätestens aber bis zum 26. März (Beginn NRW-Osterferien)!
Wir lösen deshalb heute Castor-Alarm Gelb aus – und rufen euch auf, mit den konkreten Protest-Vorbereitungen für den 1. Castor-Transport zu beginnen.
Am Transporttag - Tag X1 - gibt es wie vereinbart zwei feste Protesttermine, zeitgleich um 18 Uhr in Jülich und Ahaus:
- Jülich, 18 Uhr: Kundgebung vor dem Forschungszentrum
- Ahaus, 18 Uhr: Demo ab Bahnhof zum Rathaus
Danach wird es eine lange Castor-Nacht werden auf den 170 Autobahn-Kilometern zwischen Jülich und Ahaus!

Weitere Proteste, auch spontane, sind zu erwarten – schaut regelmäßig auf die Websites www.bi-ahaus.de, www.westcastor.org, www.castor-stoppen.de und www.sofa-ms.de.
Tragt euch in die Kontaktlisten auf www.bi-ahaus.de (WhatsApp) und westcastor.org (SMS/Signal) ein – und lest eure Mails.
Lasst uns gemeinsam den Protest auf die Straße tragen und den Castor-Wahnsinn stoppen!!
Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn!
Lesenswertes
Stellungnahmen & Infos

- "Brandbrief 2.0" an den Ministerpräsidenten des Landes NRW H. Wüst und Ministerin M. Neubaur vom 28. August 2025
- Stellungnahme der BI “Kein Atommüll in Ahaus” zur geplanten Langzeit-Lagerung von hochradioaktiven Brennelementen in Ahaus
- Was geschieht mit den Kugel-Brennelementen aus dem stillgelegten AVR Jülich? Der aktuelle Sachstand (21.03.2025)
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Postfach 1165 - 48661 Ahaus
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Ticker - CASTOR stoppen!
Immer aktuell: Der Ticker zum Protest gegen die Atommüll-Lawine von Jülich nach Ahaus

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Infos zum Tag X2: Castor-Transport Jülich−Ahaus am 21.4.

Unabhängige Information zur Kritik der Atomenergienutzung: umweltFAIRaendern.de
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https://www.ausgestrahlt.de/aktiv-werden/aktionen/atommuell-transporte-stoppen/
Atommüll-Transporte stoppen: Petition von ausgestrahlt.de gegen Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus
bewegung.taz.de -
Plattform für Veränderung
