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Aufruf zum Ostermarsch in Gronau 2026
Karfreitag, 3. April 2026, Auftakt 13 Uhr am Haupttor der Urananreicherungsanlage (UAA), Röntgenstraße 4, Gronau (NRW)
Dann Ostermarsch zur „alten“ UAA (Kaiserstiege, Ecke Alsenstraße. Gemeinsamer Rückweg und Abschlusskundgebung wieder am Haupttor der UAA

Informationsmaterial:
24.03.2026: Castor-Transport & Protest Tag X1
„Sicherheitskonzept bereits vorab gescheitert“
„Reul muss Castor absagen“
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
BUND NRW
Pressemitteilung, Jülich/Ahaus, 23. März 2026
Proteste gegen Castor-Transporte Jülich-Ahaus Tag X1:
- 18 Uhr: Dauer-Kundgebung vor Forschungszentrum Jülich
- 18 Uhr: Demo in Ahaus vom Bahnhof zum Rathaus
- ab 20 Uhr: Nächtliche Dauer-Mahnwache vor Zwischenlager Ahaus
Für den morgigen Dienstagabend rechnen die Anti-Atomkraft-Initiativen mit dem ersten Castor-Transport von Jülich nach Ahaus. Entsprechende Hinweise haben sie aus verschiedenen Quellen erhalten. Sie rufen deshalb für Dienstag um 18 Uhr in Ahaus zu einer Demonstration vom Bahnhof zum Rathaus mit anschließender Kundgebung auf. In Jülich gibt es vor dem Forschungszentrum an der Wilhelm-Johnen-Straße ab 18 Uhr eine Dauer-Mahnwache bis zur Castor-Abfahrt. Ab 20 Uhr startet dann eine Dauer- Mahnwache vor dem Zwischenlager Ahaus, bis der Castor-Transport angekommen ist. Ebenfalls gab es Hinweise, dass die Polizei am Montag mit einem Leertransport nochmal üben wolle. Auch dies werden die Atomkraftgegner_innen im Auge behalten.

Wir laden alle Menschen ein, ein Zeichen zu setzen: Für die Dunkelheit haben wir in Ahaus gelbe X aus Knicklichtern vorbereitet. Für Protest ist es nie zu spät, Atompolitik muss endlich lernen, langfristig und nicht nur formal-juristisch zu denken,“ so Annika Enzmann von der Bürgerinitiative Ahaus. Alle drei Protest-Aktionen sind bei der Polizei angemeldet und fallen unter das Versammlungsrecht, so dass der Zugang jederzeit möglich sein muss. Laut Auflagenbescheid der Polizei müssen dafür aber vermutlich Umwege in Kauf genommen werden und auch mit den zugewiesenen Versammlungsorten vor dem Zwischenlager sind die Atomkraftgegner_innen nicht zufrieden, weshalb sie eine Klärung durch das Verwaltungsgericht Münster anstrengen. „Beim Castor 2005 durfte die Kundgebung auf der halben Fahrbahn stattfinden, nicht nur an der Bushaltestelle“ begründet Hanna Poddig von Sofa Münster diesen Schritt. „Und wir wollen eine symbolische Sitzblockade eine Stunde vor Ankunft des Transportes vor dem Tor bzw. auf der Fahrbahn und nicht an der Ausfahrt abhalten. Der Super-Gau sind Unfälle und Anschläge, nicht Protest-Aktionen, wie die GdP behauptet.“

Sicherheitskonzept ist nur zahnloser Papiertiger - Transporte jetzt stoppen
Für die Anti-Atom-Initiativen ist das Sicherheitskonzept bereits gescheitert, weil das Bundesverkehrsministerium am Donnerstagnachmittag die Transportroute online veröffentlicht hat. „Es ist doch blanker Hohn, wenn die Behörden meinen, sie können Gefahren durch Drohnen begegnen, indem sie vorher eine Drohnen-Flugverbot verhängen und damit die Route auch offiziell bekannt machen.“ erklärt Hartmut Liebermann von der BI Ahaus. „Weder Wegwerf-Agenten, noch Terroristen lassen sich so aufhalten. Genau solchen behördlichen Irrsinn meinen wir, wenn wir von rein formal erfüllten Sicherheitskonzepten sprechen. Innenminister Reul muss die Transporte nun absagen!“ Im Internet findet man inzwischen verschiedene Anleitungen für Lenkraketen und Kampfdrohnen zum selber bauen, was die Initiativen sehr besorgt.
Gleichzeitig zeigt die veröffentlichte Route, dass es so gut wie keine Ausweichstrecken gibt. Diese sind laut Genehmigung jedoch erforderlich. „Recherchiert man die Sperrungen für Schwerlast-Transporte bleibt eigentlich nur die A42-Rheinbrücke. Die Alternative über die A1-Rheinbrücke bei Köln-Leverkusen endet an Schwerlast- Beschränkungen im Raum Duisburg/ Oberhausen, auf der A43 bei Herne und macht dann einen Umweg über Münster bis hin zur A30 bei Lotte notwendig, wenn man die weitere Auflage, so viel Autobahn-Strecke wie möglich, einhalten will,“ geht Kerstin Ciesla vom BUND NRW ins Detail. Ebenso ist die Anordnung, dass die JEN auf ihrer Homepage keine Fotos der Transport-LKW mehr zeigen darf, sinnlos, da diese inzwischen zahlreich im Internet kursieren und auch von der JEN bei der Dialog- Veranstaltung gezeigt wurden.
„Die Politik hat seit 17 Jahren auf allen Ebenen versagt. Sie hätte das Ruder noch mehrfach herumreißen können, nachdem die Entscheidung über den Abtransport der Jülicher Atomkugeln getroffen wurde. Nun erwartet uns die größte Castor-Lawine in der Geschichte der Bundesrepublik – das macht uns wütend und dazu werden wir nicht schweigen!“ zeigt sich Marita Boslar vom Aktionsbündnis Stop Westcastor in Jülich entschlossen.
Anlaufpunkte:
Das BI-Büro in der Bahnhofstr. 27 – 48683 Ahaus ist ab 16 Uhr besetzt (Telefon: 02561 / 961791). Ansonsten kommt direkt zu den Mahnwachen/ Demos. Im Wahlkreisbüro von Mareike Hermeier soll es abends/ nachts Tee zum aufwärmen geben, ebenso an der Mahnwache vor dem Zwischenlager.
aktuelle Infos:
- Ticker auf castor-stoppen.de
- Ticker castor-stoppen bei Mastodon norden.social/@castorstoppen
- Ticker castor-stoppen bei Bluesky
- Castor-stoppen bei Instagram
- Castor-stoppen bei WhatsApp
- Westcastor Signalgruppe bzw. SMS-Verteiler (0176 52270865 | Tag X)
- Beobachtungen selber melden unter
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Castor-Alarm Gelb - BGZ macht Ernst
Es wird nun bitterernst: Die für Ahaus zuständige Atommüll-Tochter des Bundesumweltministeriums, die BGZ, hat für nächsten Donnerstag, 19. März, im Rathaus in Ahaus die Infoveranstaltung angekündigt, die unmittelbar vor dem 1. Castor stattfinden soll.
Im Klartext: Der 1. Castor von Jülich nach Ahaus kann schon direkt danach rollen – spätestens aber bis zum 26. März (Beginn NRW-Osterferien)!
Wir lösen deshalb heute Castor-Alarm Gelb aus – und rufen euch auf, mit den konkreten Protest-Vorbereitungen für den 1. Castor-Transport zu beginnen.
Am Transporttag - Tag X1 - gibt es wie vereinbart zwei feste Protesttermine, zeitgleich um 18 Uhr in Jülich und Ahaus:
- Jülich, 18 Uhr: Kundgebung vor dem Forschungszentrum
- Ahaus, 18 Uhr: Demo ab Bahnhof zum Rathaus
Danach wird es eine lange Castor-Nacht werden auf den 170 Autobahn-Kilometern zwischen Jülich und Ahaus!

Weitere Proteste, auch spontane, sind zu erwarten – schaut regelmäßig auf die Websites www.bi-ahaus.de, www.westcastor.org, www.castor-stoppen.de und www.sofa-ms.de.
Tragt euch in die Kontaktlisten auf www.bi-ahaus.de (WhatsApp) und westcastor.org (SMS/Signal) ein – und lest eure Mails.
Lasst uns gemeinsam den Protest auf die Straße tragen und den Castor-Wahnsinn stoppen!!
Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn!
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Lesenswertes
Stellungnahmen & Infos

- "Brandbrief 2.0" an den Ministerpräsidenten des Landes NRW H. Wüst und Ministerin M. Neubaur vom 28. August 2025
- Stellungnahme der BI “Kein Atommüll in Ahaus” zur geplanten Langzeit-Lagerung von hochradioaktiven Brennelementen in Ahaus
- Was geschieht mit den Kugel-Brennelementen aus dem stillgelegten AVR Jülich? Der aktuelle Sachstand (21.03.2025)
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Infos zu kommenden Demos am Tag X

Unabhängige Information zur Kritik der Atomenergienutzung: umweltFAIRaendern.de
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https://www.ausgestrahlt.de/aktiv-werden/aktionen/atommuell-transporte-stoppen/
Atommüll-Transporte stoppen: Petition von ausgestrahlt.de gegen Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus
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