Seite zuletzt aktualisiert: 20. Oktober 2014

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Autobahnaktionstag am 25. Februar 2012

Autobahnaktionstag 25.02.2012

"Dem Castor entgegen"


Achtung! Es gibt Änderungen am Ablauf!
Änderungsdatum: 15.02.2012
Die folgenden Angaben basieren auf dem aktuellen Plan [Download]

Nach Kooperationsgesprächen mit der Polizei verweisen wir auf folgende wichtige und abgesprochene Infos zum Aktionstag:

Daten:
  • 10:00 Uhr (freigegeben ab 9:30 Uhr) Ahaus Bahnhof Busumfahrt
  • 10:30 Uhr Abfahrt Richtung Heek A31
  • 12:00 Uhr Ankunft Duisburg - Kundgebung
    Abfahrt Duisburg Wedau A2 A3
    Ort: Ehinger Str. (K42) Kreuzung Richard-Seiffert Str.
  • 13:30 Uhr Abfahrt über B288 Richtung A57 (Krefeld)
    In Duisburg gehört die Ehringer Str. zu den Rettungsrouten, daher ist eine Fahrbahn frei zu halten, gleiches gilt in der Richard Seiffert Str.!
  • 15:00 Uhr Ankunft Jülich – Kundgebung
    Abfahrt Jülich West
    Ort: Jülich Innenstadt – Marktplatz
    Parkplatz: Walramstraße – wird für uns freigehalten
    von dort kurzer Umzug durch Innenstadt bis Marktplatz
Route:
  • 10:00 Uhr
    Sammeln in Ahaus am Bahnhof, wir dürfen die Busumfahrt nutzen, vor Ort werden Ordner sein, die die Aufstellung regeln!
  • 10:30 Uhr
    Abfahrt der Kolonne Richtung Heek, dort Auffahrt A31, die Polizei wird dann den Konvoi in kleinen Gruppen auffahren lassen, Verkehr wird entsprechend geregelt
    A31 – Abfahrt A2 Richtung Oberhausen
    A2 – A3 Abfahrt Duisburg Wedau
    von dort wird uns die Duisburger Polizei zur Ehinger Str. leiten
  • 12:00 Uhr – 13:30 Uhr
    Kundgebung Duisburg; von da wird uns die Polizei bis zur A 57 leiten über die B 288
    A57 – A46 – Kreuz Neuss-West
    A46 – A61 – Mönchengladbach Wanlo
    A61 – A44 – Dreieck Jackerath
    Abfahrt Jülich West
    dort ist mehr Platz um sich zu sammeln und die Route über Land ist kürzer! Polizei wird uns von dort zum Parkplatz in Jülich leiten
  • 15:00 Uhr – 16:30 Uhr Abschlußkundgebung auf dem Jülicher Marktplatz
  • 16:30 Uhr Ende der Demonstration – Heimfahrt!

Weitere Details entnehmen Sie bitte dem aktuellen Plan: Download

Die Fahrzeuge sollten geschmückt werden – verkehrssicher und mit Anti-Atom-Aussage! Wir können noch zwei Anlauf-Abholpunkte an Autobahnparkplätzen festmachen, falls Menschen dazu kommen wollen; bisher wurden aus mehr als 12 Städten in NRW Beteiligungen zugesagt!

Wir Ahauser – Borkener sollten mit einer starken Truppe losfahren, jetzt können wir die Transporte im Vorfeld verhindern, - alles andere wird schwieriger und aufwändiger – ca. 25 Transporte sind aus Jülich geplant!

Plant den Termin bitte ein! Anmeldungen an mich: heiner-mö Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder an kein-castor-nach-ahaus.de, Tel.: Heiner 0176 24608632

Warum wollen wir diese Transport unbedingt verhindern ????
Was soll nach Ahaus gebracht werden???

In 152 Castor Behältern lagern zur Zeit in Jülich ca. 288.000 Kugelelemente aus dem Betrieb des AVR (Versuchsreaktor Jülich – Thorium Reaktor)
Die Genehmigung des Jülicher Lagers läuft in 2013 aus, ein Antrag zur Verlängerung dieser Genehmigung wurde vom Betreiber zurückgezogen.
Das Lager ist nicht schlechter als das in Ahaus, es geht hier nur um eine politische und technisch juristische Angelegenheit.
Weder ist mit den Transporten ein Sicherheitsgewinn zu erreichen, noch ist die Frage nach der Entsorgung dieses Mülls damit geklärt.

Das Gegenteil ist der Fall. Der Müll ist nicht endlagerfähig in seiner jetzigen Form!
Aufgrund des Graphit aus dem die Kugeln unter anderem bestehen, ist der Müll brennbar, deshalb muss er für eine Endlagerung konditioniert werden.
Zudem sind die Behälter nicht zur Endlagerung geeignet, die Brennelemente müssen also umgepackt werden, was in Ahaus keinesfalls möglich ist.
Die Dauer der Zwischenlagerung überschreitet die Genehmigungsfrist des BZA bei weitem, 2036 soll das Lager hier geräumt werden, der Müll muss wesentlich länger abklingen.

Zur Zeit besteht nur in Jülich einerseits das know how, andererseits die technische Möglichkeit, das Material entsprechend zu behandeln, so dass es endlagerfähig konditioniert wird. Dies wird sich in den nächsten Jahren auch nicht ändern, da in BRD nur in Jülich und Hamm Thoriumreaktoren betrieben wurden, die erforderliche Technik und das Wissen hat nur das Forschungszentrum Jülich!

Dieser Atommüll ist aufgrund seiner Belastungen vor allem mit Strontium, Caesium, Kohlenstoff C14 und Tritium sehr gefährlich. Die BE Kugeln sind auch äußerlich stark kontaminiert. Zudem gasen die Stoffe in den Behältern stark aus und gelten als instabil.
Die Konditionierung zur Endlagerung wird enorm teurer, beträgt ein Vielfaches im Vergleich zu Brennelementen aus Leicht- und Siedewasserreaktoren.

Zudem enthalten die Kugeln Uran 233 in hochangereicherter Form, das heißt, es ist waffenfähig und muss entsprechend bewacht und geschützt werden!
Die Halbwertszeit von Uran 233 liegt bei 160.000 Jahren!
Kohlenstoff C14 hat eine Halbwertszeit von 5730 Jahren!
Strontium wird vom Körper mit Calzium verwechselt, wird radioaktives Strontium in den Knochen eingelagert ist eine Leukämieerkrankung zu befürchten! Tritium hat eine rel. Kurze Halbwertszeit ist aber kaum zu binden und gilt ebenso als Leukämie auslösend!

Die Jülicher Betreiber argumentieren, sie wollten die Anlage frei von Kernbrennstoffen machen, um qualifizierte Fachkräfte nicht abzuschrecken!
Auch das ist ausgemachter Unfug, der Reaktordruckbehälter des AVR muss in der Anlage zwischengelagert werden für mindestens 60 Jahre, 150 Jahre sind auch schon im Gespräch.
Danach muss der Reaktorkern zerstückelt werden, das radioaktive Inventar, das aktuell mit Beton gebunden wurde, muss neu verpackt und bearbeitet werden.
Das heißt, dass in Jülich in den nächsten 100 Jahren Atommüll gelagert und gehändelt wird!
Außerdem müssen die entsprechenden Konditionierungsanlagen gebaut werden, bisher gibt es für den Reaktorkern nur eine neue Lagerhalle.

Die Geschichte des AVR in Jülich, - auch die des THTR in Hamm, steckt voller unglaublicher Lügen, Verharmlosungen und Betrügereien!
Die Anlage ist mehrfach an einer Katastrophe nur knapp vorbei gekommen, diese Vorgänge wurden mit Wissen und aktiver Unterstützung der Aufsichtsbehörden unter den Tisch gekehrt, weil man Unsummen Geld in das Projekt gesteckt hat und diesen Reaktortyp an Schwellenländer verkaufen wollte und noch will!

Das mit dem Argument - dieser Reaktor sei inhärent sicher, günstig und einfach zu handhaben – also ideal für kleinere Staaten, die technisch nicht so hoch entwickelt sind!
Obwohl den Betreibern und Aufsichtsbehörden die Probleme dieses Typs Reaktor bekannt waren und sind, wurde und wird trotzdem der Verkauf und Export gefördert und betrieben.
Die Energiewirtschaft in der BRD hat sich aus dem Thoriumreaktorprojekt schon lange zurück gezogen, alleine der Rückbau der Anlagen kostet 3-4 mal so viel wie bei Leicht- und Siedewasserreaktoren.
Beide Reaktoren (Jülich - Hamm) sind havariert, der Rückbau wird Milliarden verschlingen, die Umwelt wurde radioaktiv verseucht und muss saniert werden.

Wir fordern:

  • Den sofortigen Stopp der Produktion von Atommüll!
  • Den sofortigen Stopp der Arbeiten am Salzstock Gorleben!
  • Die sofortige Räumung des Atommülllagers in Asse-2!
  • Den sofortigen Stopp der Arbeiten an Schacht Konrad!
  • Die sofortige Stilllegung der UAA in Gronau!
  • Den sofortigen Stopp des Atommülltourismus auf unseren Straßen!


  • Eine tatsächlich offene Endlagersuche unter weitestgehender Einbeziehung der Bürger, der Umweltverbände und Initiativen.

Zur Zeit sind Atommülltransporte nur Schiebereien, die den Menschen vorgaukeln sollen, es gebe eine geordnete Entsorgung, - der Müll sollte bis zur Lösung des Endlagerproblems dort bleiben, wo er produziert wurde -Verursacherprinzip!

Speziell für NRW fordern wir ein Transportmoratorium, das Zwischenlager in Ahaus ist keine Lösung, nicht ausreichend sicher und hat keine Perspektive! Schacht Konrad ist für uns genauso unsicher wie die Asse, eine Einlagerung von Atommüll ist nicht akzeptabel!

Die GNS in Duisburg konditioniert Atommüll mitten in einem Wohngebiet, das ist nicht hinnehmbar. Sollte die Anlage zum Rückbau des Atomprogramms tatsächlich notwendig sein, so muss sie umgesiedelt werden.

Für eine atomfreie Zukunft und für eine alternative Energiewirtschaft die bürgernah und preisfreundlich die Umwelt schont!

Wir rufen auf zum Widerstand gegen die geplanten Jülich-Ahaus Transporte, - wenn die Politiker Ihre Verantwortung nicht wahrnehmen und danach handeln, sind wir als Bürger gefragt!

Atomausstieg ist Handarbeit!

 

Mit atomfeindlichen Grüßen

Heiner Möllers, 1. Vors. BI "Kein Atommüll in Ahaus", Versammlungsleiter
Tel.: 0176 24608632
Die Handy Nr. wird auch beim Aktionstag aktuell sein, bei Problemen oder notwendigen Absprachen anrufen!

Felix Ruwe, Pressesprecher

 

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