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Samstag, den 17. Januar 2015 um 11:04 Uhr

Ahaus, den 16. Januar 2015

Pressemeldung

CASTOREN in Ahaus – keine zehn Jahre alt und schon Schrott?

Demo am Sonntag, dem 18.1. um 14:00 Uhr am Mahner in Ahaus

 

Im Mai und Juni 2005 wurden 18 CASTOR MTR2 von Dresden Rossendorf nach Ahaus transportiert. Die gleichen Behälter waren für die Atommülltransporte von Garching nach Ahaus vorgesehen. Die Bundesregierung offenbarte in einer Antwort vom 8.12.2014 (Drucksache 18/3516) auf eine kleine Anfrage, dass entgegen der bisherigen Planungen nicht mehr der CASTOR MTR2 sondern ein sicherer, neu zu entwickelnder Typ MTR3 als Transport- und Lagerbehälter zum Einsatz kommt.

"Warum entspricht der CASTOR MTR2 nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und Technik, obwohl er noch keine zehn Jahre in Ahaus lagert", fragt Felix Ruwe, der BI-Sprecher.

Am 20.10.2014 gerade noch rechtzeitig vor der Verbreitung von Nachrichten über geplante Atommülltransporte von Garching nach Ahaus hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die gültigen Zulassungen für genau diese 18 CASTOR MTR2 Behälter, die in Ahaus lagern, bis zum 20.10.2019 verlängert!

Erstaunlich ist, dass die amtliche Zulassung derselben Behälter im Jahr 2010 nur für drei Jahre verlängert wurde, nun aber, wo die Unsicherheit bekannt ist, die amtliche Zulassung für weitere fünf Jahre erteilt wurde. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, oder eine kleine Gefälligkeit des BfS, damit in aller Ruhe über den weiteren Umgang mit dem brisanten Atommüll in unsicheren Behältern beraten werden kann!

"Die BI fordert unverzüglich den Austausch der alten CASTOREN, da auch die Menschen in Ahaus und im Münsterland den Anspruch auf Sicherheit nach dem neuesten Stand von Wissenschaft und Technik haben", konstatiert der BI-Vorsitzende Heiner Möllers.

Damit die weitere Lagerung von hoch angereichertem Atommüll nicht zu einem unüberschaubaren Risiko wird, ruft die BI alle Menschen aus Ahaus und dem Münsterland auf, sich an der Demonstration am Sonntag um 14:00 Uhr am Mahner zu beteiligen. Auch im Zusammenhang mit den geplanten Atommülltransporten nach Ahaus wurden extrem fragwürdige Entscheidungen gefällt.

Weitere Infos dazu am Sonntag und unter
www.bi-ahaus.de
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/035/1803516.pdf
http://www.bfs.de/de/transport/zulassung_behaelter/
grundlagen_zulassungsverfahren/bauarten.html

Felix Ruwe
BI-Ahaus Tel.: 02561 / 6577

 
Mittwoch, den 07. Januar 2015 um 10:32 Uhr

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
AKU (Arbeitskreis Umwelt) Gronau
BI "Kein Atommüll in Ahaus"
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)

Ahaus, den 07. Januar 2015

AtomkraftgegnerInnen kritisieren Festhalten an Atomenergie:
"Vom Atomausstieg im Münsterland und Emsland nichts zu sehen"

Urenco-Verkauf stoppen: Keine Weiterverbreitung von Atomwaffentechnologie!
3. April: Ostermarsch an Urananreicherungsanlage Gronau

 

Die Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland kritisierten auf einem Bündnistreffen zum Jahresauftakt, dass vom Atomausstieg im Münsterland und Emsland bislang nichts zu sehen ist: Sie verurteilten scharf den zeitlich unbefristeten Weiterbetrieb der Urananreicherungsanlage Gronau und der Brennelementefabrik in Lingen sowie den angekündigten Verkauf des Gronauer Urananreicherers Urenco. In Gronau droht in diesem Jahr zudem die Inbetriebnahme eines neuen Dauerlagers für Uranmüll, während für das sogenannte Zwischenlager Ahaus neue Castor-Transporte aus Jülich und München/Garching angekündigt wurden. Zusätzlich darf das AKW Lingen II bis mindestens 2022 am Netz bleiben.

"Vier Jahre nach Fukushima ist vom Atomausstieg in der Region keine Spur. Im Gegenteil: Ein neues riesiges Atommülllager in Gronau, Castor-Transporte nach Ahaus und der politisch geduldete Weiterbetrieb der hiesigen Atomanlagen verschlechtern die Situation dramatisch. Was ist das für ein Atomausstieg, wenn keine Atomanlage abgestellt wird und stattdessen der Atommüllberg immer größer wird? Wir fordern deshalb die sofortige Stilllegung der Atomanlagen, um die Atommüllproduktion zu stoppen und weitere Atomtransporte überflüssig zu machen", so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Die AtomkraftgegnerInnen lehnen den geplanten Verkauf des Gronauer Urananreicherers Urenco entschieden ab. Die von Urenco angewandte Zentrifugentechnologie gilt als der einfachste Weg zur Atombombe. Die Bundesregierung schließt aber nicht einmal einen Börsengang aus. "Wir fordern von der Bundesregierung eindringlich, die unverantwortlichen Verkaufspläne für Urenco unverzüglich zu stoppen und stattdessen die Urananreicherung in Deutschland zu beenden. Das Risiko einer Weiterverbreitung der militärisch hochbrisanten Atomwaffentechnologie ist zu groß. Die Anti-Atomkraft-Initiativen rufen deshalb für Karfreitag, den 3. April, zu einem Ostermarsch an der Urananreicherungsanlage Gronau auf, um gegen die Verkaufspläne und für ein Ende der Urananreicherung zu demonstrieren", so Udo Buchholz vom Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau.

Zugleich wenden sich die Anti-Atomkraft-Initiativen gegen die Inbetriebnahme des neuen Uranmülllagers in Gronau, da es keine sichere Atommüllentsorgung gibt. Aus diesem Grund lehnen die Anti-Atomkraft-Initiativen auch weitere Atommülltransporte nach Ahaus ab. Sie fordern von der rot-grünen NRW-Landesregierung als Atomaufsicht ein klares Veto gegen die Atommüllpläne: "Die Landesregierung ist seit längerem auf Tauchstation. Aber als Atomaufsicht muss sie für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen: Neue Castor-Transporte nach Ahaus oder in die USA sind eine große Gefahr. Und die Atommülllager in Ahaus und Gronau können schnell zum oberirdischen Endlager werden – das ist politisch unverantwortlich. Dagegen werden wir auf die Straße gehen", ergänzte Felix Ruwe von der BI "Kein Atommüll in Ahaus".

11. Januar, Düsseldorf: Anti-Atom-Landeskonferenz NRW

Am jetzigen Sonntag, 11. Januar, treffen sich AtomkraftgegnerInnen aus ganz NRW in Düsseldorf zu einer Landeskonferenz, um für 2015 über weitere Anti-Atom-Proteste zu beraten. Die Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland werden auch in 2015 u. a. wieder Proteste gegen das AKW Grohnde, die Atompolitik des Forschungszentrum Jülich sowie gegen die Atommüllkonditionierung in Duisburg unterstützen und mittragen.

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz kündigte seine Unterstützung für die Anti-Atom-Proteste an.

Weitere Infos: www.sofa-ms.de, www.urantransport.de, www.kein-castor-nach-ahaus.de, www.bi-ahaus.de

Pressekontakt:
Udo Buchholz (AKU Gronau):
Tel. 02562-23125

Matthias Eickhoff (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen):
Tel. 0176-64699023

Felix Ruwe (BI "Kein Atommüll in Ahaus"):
Tel. 02561-6577

 
Montag, den 22. Dezember 2014 um 17:13 Uhr

News: 20 Jahre Sonntagsspaziergang - Impressionen & Reaktionen

Ahaus, den 22. Dezember 2014

20 Jahre Sonntagsspaziergang am Zwischenlager

Wir müssen munter weiter Widerstand leisten und Aufklärung liefern!

 

Grußrede von Tom Clements

21. Dezember 2014

Ich sende euch Grüsse von Savannah River Site Watch, einer Anti-Atom NGO in South Carolina, im Südosten der USA.

Danke an euch alle, dass ihr zusammensteht und dass ihr eure Besorgnis über die Einlagerung von hochradioaktiven Atommüll in das Ahauser Zwischenlager zum Ausdruck bringt. Und weiter Danke für eure Bemühungen, dass nicht noch mehr Müll transportiert wird. Wir müssen leider feststellen, dass an einer wirklichen Lösung kein Interesse mehr besteht, wenn der Atommüll wirklich nach Ahaus oder in die USA gehen sollte.

Wir in South Carolina haben mit Ahaus eine Sache gemein: Das Forschungszentrum Jülich hat keinen anderen guten Grund für die Verbringung des Atommülls, als dass es das Nuklearproblem endlich loswerden will. Das Forschungszentrum will den AVR Müll uns in South Carolina einfach vor die Füße kippen. Die damals vom US Energieministerium gegründete South River Site sollte für die Atomwaffen Plutonium produzieren und hat auch Plutonium produziert. Jetzt soll sie auch noch weiteren Atommüll aufnehmen.

Wie wir es schon gesagt haben, seitdem wir von deutschen Aktivisten über die Exportpläne für die Castoren erfahren haben und das war lange, bevor die amerikanische Energiebehörde irgend etwas sagte:
"South Carolina ist kein Entsorgungsplatz für deutschen Atommüll!"

Weder Ahaus noch Savannah River Site sind akzeptabel oder auch nur brauchbar für eine Langzeitlagerung des AVR Mülls.Und die weitere Verbringung des Atommülls wird die beängstigenden Probleme der "Atommüllentsorgung" in Deutschland auch nicht lösen.

Als ich das FZJ Ende September besuchte, gefolgt von einem Treffen mit lokalen Aktivisten vor den Toren des Ahauser Zwischenlagers, bin ich zu der festen Überzeugung gekommen, dass der AVR Müll in Jülich bleiben muß! Ihn dort weiter zu lagern benötigt keine so aufwendige und gefahrenverbundene Planung, wie die weitere Lagerung des Atommülls in Ahaus oder der Export in die USA.
"Der Atommüll muß einfach dort bleiben, wo er jetzt ist."

Der Export der jülicher Castoren ist nicht nur illegal,auch das Verfahren der Lagerung selbst wird nur noch mehr Müll verursachen, der dann in den alternden Tanks von SRS weiter gelagert werden muß.

Das Energieministerium der USA entwickelt gerade eine neue Prozesstechnik um das Uran vom Graphit trennen zu können. Diese Technik soll von Deutschland bezahlt werden. Weiter stellt diese Technik ein Nonproliferationsrisiko dar, das beide Länder bisher nicht beachten.

Es ist nur eure Stimme, die die Transporte von Jülich nach Ahaus stoppen kann und ich stehe in diesen wichtigen Bemühungen an eurer Seite. Durch unsere Solidarität über den Atlantik hinweg können wir es schaffen, dass der Müll in Jülich bleibt und nicht sinnlos und gefährlich verschoben wird. Wir danken euch , dass ihr hier in Ahaus am Tor seid und euch diesen sinnlosen Plänen in den Weg stellt.

Keine Transporte - Keine Exporte - Der Müll bleibt wo er ist.

Für SRS watch, Tom Clements


Grußwort vom AntiAtom-Bündnis Niederrhein

Liebe FreundInnen aus Ahaus,

20 Jahre ist eine lange Zeit für den Sonntagsspaziergang eurer kleinen aber feinen Bürgerinitiative. Wenig Zeit ist es allerdings, wenn wir uns vor Augen führen, womit wir es zu tun haben, und welche Zeiträume im Zusammenhang mit Atommüll eine Rolle spielen.

Wir vom AntiAtom-Bündnis Niederrhein freuen uns, dass Ihr so lange am Ball seid. Und die jüngsten Ankündigungen der Atommafia zur Laufzeitverlängerung dieser Atommüllscheune machen ja auch noch mal deutlich, dass es viel zu tun gibt. Dazu gäbe es hier einiges zu sagen, aber das meiste wird schon noch zur Sprache kommen oder es wurde heute bereits angesprochen.

Wir wollen aber etwas ganz Besonderes zur Sprache bringen. Wir wissen nämlich gar nicht, ob ihr es wisst:
Der Sonntagsspaziergang in Ahaus irgendwann im Dezember 2011 war die Geburtsstunde des AntiAtom-Bündnisses Niederrhein. Nach dem Spaziergang trafen sich so um die 50 bis 60 AktivistInnen in Ahaus und erdachten eine fast schon legendäre Aktion: An diesem Tag wurde die Idee zum Autobahn-Aktions-Tag geboren. Und mehr oder weniger zufällig befanden sich unter den 50 bis 60 Menschen auch einige aus Duisburg und Umgebung. Wir kannten uns zwar schon alle irgendwie, aber so wirklich hatten wir noch nicht zusammengefunden. Die Idee des Autobahn-Aktions-Tages hat uns sofort begeistert und es wurde bald darauf in Duisburg ein Treffen einberufen, um zu überlegen, wie wir den mitgestalten können.

Der Rest ist dann auch schon wieder Geschichte. Seitdem sind auch wir am Ball und in Sachen der Konditionierungsanlage der GNS in Duisburg haben wir erfreulicherweise Einiges erreicht.

Bei allen Erfolgen, die wir verzeichnen können, bleibt eines aber in Erinnerung: Wenn es Euch in Ahaus nicht gegeben hätte, wären wir wahrscheinlich niemals in dieser Form zusammen gekommen! Und Eure Beharrlichkeit und Euer Mut, sich mit dieser mächtigen Atommafia anzulegen, stand oft genug Pate für uns und unsere Aktionen. Dafür unseren Dank.

Und da dieser atomare Irrsinn nach wie vor sein Unwesen treibt, möchten wir Euch eins versichern: Wir kämpfen weiter und unsere besondere Solidarität gilt dabei Euch! Wir werden Euch unterstützen, genauso wie Ihr uns immer unterstützt habt. Wir werden uns nicht zurücklehnen und sagen: Unser Problem in Duisburg wird sich bald erledigt haben. Wir bleiben weiter hin am Ball - gemeinsam und entschlossen.

Es grüßt das Anti-Atom-Bündnis Niederrhein.

Mit:
Duisburg, Moers, Oberhausen, Rheinberg, Kamp-Lintfort


Bayern grüßt Ahaus

"Ahaus darf kein Atomklo werden!"

"Ich möchte Euch sehr herzlich für 20 Jahre Durchhaltevermögen beglückwünschen und Euch gleichzeitig ermutigen, weiterzumachen."

"Als bayerische Abgeordnete möchte ich euch meine Solidarität versichern im Kampf gegen die Castortransporte aus dem Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München."

Eure
Eva Bulling-Schröter
Berlin, 18.12.2014

Eva Bulling-Schröder
Bundestagsabgeordnete
Mitglied im Ausschuß für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Aktiv im Widerstand gegen den FRMII Garching bei München (TU München)

Fotot der Abgeordneten bei ihrem Besuch am Atommülldepot am 07. August 2011; Bildmitte (schwarze Jacke)

Foto der Abgeordneten bei ihrem Besuch am Atomülldepot am 07.08.2011
Bildmitte (schwarze Jacke).

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Impressionen

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