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Willkommen auf der Homepage der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus e. V."
Freitag, den 14. August 2015 um 16:08 Uhr

Ahaus, den 14. August 2015

Pressemitteilung

Probleme ohne Aufsicht – unbefristet Atommüll in Ahaus!

Demo am Sonntag, dem 16. August um 14:00 Uhr am Mahner in Ahaus!

 

Bis zum 23. August muss Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ein "nationales Entsorgungsprogramm" (Napro) für Atommüll der EU-Kommission vorgelegen. Der Entwurf passierte das Bundeskabinett, ohne das die 70.000 Einsprüche dagegen bearbeitet bzw. berücksichtigt wurden. Dementsprechend fällt auch die Kritik der BI-Ahaus aus, die jetzt eine amtliche Laufzeitverlängerung für das Brennelemente Zwischenlager Ahaus (BZA) weit über die sicherheitstechnisch begründete Obergrenze im Jahr 2036 feststellt. Besonders kritisiert die BI die Lücken im Napro. Kein Wort über die notwendige Entschärfung des hochangereicherten Atommülls aus Forschungsreaktoren, der zuvor noch viele Jahre in Ahaus "zwischengelagert" werden soll. Kein Wort zu den mehr als 500 CASTOR-Behältern, die mit Kugelbrennelementen aus Hamm-Uentrop und dem Hochtemperaturreaktor in Jülich beladen sind. "Inzwischen ist klar, dass die USA selbst für eine Milliarde € diese Kugel-BE nicht sachgerecht aufarbeiten und endlagern können und wollen. Im Napro findet dieses Problem keinerlei Beachtung", so Felix Ruwe, der Sprecher der BI-Ahaus.

"Auch die völlige Überlastung des Endlagers Schacht Konrad durch die zusätzliche Einlagerung der 126.000 Atommüllfässer aus dem havarierten Versuchsendlager ASSE II bedingt ein neues atomrechtliches Verfahren, welches bei den aktuellen Sicherheitsanforderungen aussichtslos enden würde", kritisiert BI-Vorsitzender Heiner Möllers.

Brisant ist auch der Verbleib des Atommülls aus der Urananreicherungsanlage in Gronau, der wegen der Überfrachtung des Schachtes Konrad in das noch zu findende Endlager für hochradioaktiven Atommüll verbracht werden soll. Aus Anlass des 30-Jährigen Bestehens der Urananreicherungsanlage in Gronau wird am Samstag von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr vor der Antoniuskirche in Gronau Informiert und Demonstriert, damit die Aufsichtsbehörden endlich die Anlage schließen.

Am Sonntag findet dann um 14:00 Uhr der traditionelle Sonntagsspaziergang in Ahaus am Mahner statt.

Felix Ruwe

BI-Ahaus
Tel.: 02561 / 6577

 
Mittwoch, den 01. Juli 2015 um 12:18 Uhr

Ahaus, den 01. Juli 2015

Pressemitteilung

Klarer Verstoß gegen die Empfehlungen der Reaktor-Sicherheits-Kommission – Bayern will hoch angereicherten Atommüll nach Ahaus abschieben!

 

Die BI-Ahaus reagierte unverzüglich auf die Meldung der Freien Wähler (FW), die Atommülltransporte mit hoch-angereichertem-Atommüll aus dem FRM II-Reaktor in Garching nach Ahaus ankündigten.

Ab 2018, so in der Meldung der Freien Wähler, sollen 17 Transporte mit jeweils fünf Brennelementen von je acht kg hoch angereichertem Atommüll nach Ahaus verschoben werden. In der Antwort der Bayrischen Staatsregierung auf eine kleine Anfrage der FW hat die BI-Ahaus einen klaren Verstoß gegen die Empfehlungen der Reaktor-Sicherheits-Kommission (RSK) festgestellt, die im Zusammenhang mit dem atomrechtlichen Genehmigungsverfahren des Forschungsreaktors München II beschlossen wurden.

In diesen Empfehlungen steht auf Seite 84:
Um die Unterkritikalität bei der Endlagerung von FRM-II-Brennelementen langfristig einzuhalten, wird eine Konditionierung durch Zumischung von abgereichertem Uran zur Verminderung der Restanreicherung für unumgänglich gehalten.

Die BI-Ahaus kritisiert schon lange das unverantwortliche Handeln der Atomwissenschaftler, die rücksichtslos die Absicht verfolgen, dass der Atommüll aus ihrem Dunstkreis entfernt wird!

Folgende Mail wurde nach einem ausführlichen Telefonat um 14.00 Uhr an die FW gesendet:

Hallo Herr Oberjasper,

wie am Telefon besprochen, sende ich Ihnen Hinweise zur erforderlichen Abreicherung des FRM II - HEU-Atommülls. Es wäre gut, wenn Sie den Wissenschaftlern ein wenig Verantwortungsbewusstsein für ihre nuklearen Hinterlassenschaften beibringen. Zusätzlich füge ich ein Positionspapier zum FRM II-Müll der BI-Ahaus an.

Mit freundlichen Grüßen

Felix Ruwe
Pressesprecher der BI-Ahaus
Tel.: 02561 / 6577
0171 / 793 792 6
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 


 

Quelle:

 

EMPFEHLUNG DER REAKTOR-SICHERHEITSKOMMISSION

Datum: 13.09.2001

Neuer Forschungsreaktor München II (FRM II) – 3. Teilgenehmigung

Die RSK hat auf ihrer 342. Sitzung am 05.07.2001 die folgende Empfehlung im Zusammenhang mit dem atomrechtlichen Genehmigungsverfahren des Forschungsreaktors München II beschlossen.

Seite 84

Um die Unterkritikalität bei der Endlagerung von FRM-II-Brennelementen langfristig einzuhalten, wird eine Konditionierung durch Zumischung von abgereichertem Uran zur Verminderung der Restanreicherung für unumgänglich gehalten. Vom Forschungszentrum Karlsruhe wurde beispielhaft ein Denkansatz für eine mögliche Konditionierung vorgestellt [E25]. Diese Konditionierung sei in einer Heißen Zelle durchführbar. Ein optimiertes Verfahren zur endlagergerechten Konditionierung könne nach Inbetriebnahme des FRM-II und parallel zu den Fortschritten bei der Realisierung der Endlagerung näher entwickelt werden. An der Endlagerfähigkeit des FRM-II-Brennstoffes bestünden keine Zweifel.

 


 

Forderungen der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" zum Umgang mit den ausgedienten Brennelementen aus den Forschungsreaktoren in Garching und Rossendorf:

Anm.: veröffentlicht am 19. Februar 2015

Durch einen Antrag der GNS vom 30.09.2014 ist der Antrag auf Aufbewahrung der bestrahlten Brennelemente aus dem Forschungsreaktor (Forschungsneutronenquelle) FRM II Garching der TU München im BZA wieder aufgenommen worden. Der Antrag datiert ursprünglich aus dem Jahr 1995, wurde aber zwischendurch jahrelang nicht weiter verfolgt.

Bei diesem bestrahlten Brennstoff besitzt das vorhandene Uran noch einen Anreicherungsgrad von 87%. Er liegt damit deutlich höher als bei anderen deutschen Forschungsreaktoren. Die Reaktorsicherheitskommission (RSK) hat daher schon 2001 empfohlen, vor einer Endlagerung diese Restanreicherung durch Zumischung von abgereichertem Uran deutlich zu verringern.1 Diese Maßnahme ist notwendig zum Erhalt der Unterkritikalität des radioaktiven Materials.

Da es in den seither vergangenen fast 15 Jahren keinerlei Fortschritt im Hinblick auf die Bereitstellung eines Endlagers gegeben hat und da auch jetzt abzusehen ist, dass dieses zumindest noch Jahrzehnte auf sich warten lässt, ergibt sich die zwingende Forderung, solche Maßnahmen zur Abreicherung aus Sicherheitsgründen auch schon vor der Verbringung in ein „Zwischenlager“ zu ergreifen. Für die Durchführung einer solchen Abreicherung fehlt es aber im BZA an jeglicher Voraussetzung. Daraus ergibt sich für uns die Forderung, die Abreicherungsmaßnahmen vor Ort in Garching vorzunehmen. Anschließend sollten die BE nicht quer durch Deutschland transportiert, sondern nach dem Verursacherprinzip am Standort der Nutzung, also in Garching, gelagert werden, bis sie einer sicheren Endlagerung zugeführt werden können.

Der Beginn der beantragten HEU-Transporte aus Garching nach Ahaus soll nach Auskunft der GNS nicht vor 2018 beginnen. Grund dafür ist die Entwicklung eines neuen Transportbehälters für die BE aus Forschungsreaktoren durch die GNS. Dieser Behälter vom Typ MTR 3 soll die bisher für solche BE benutzten Typen MTR 2 ersetzen, weil letztere nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprechen und nicht mehr genehmigungsfähig sind.

In Ahaus lagern aber bereits 18 Behälter diesen Typs MTR 2. In ihnen sind die bestrahlten BE aus dem ehemaligen DDR-Forschungsreaktor Rossendorf bei Dresden untergebracht, die seit 2005 in Ahaus lagern.

Wenn diese Behälter aber nicht mehr genehmigungsfähig sind, weil sie den aktuellen Sicherheitsbestimmungen nicht entsprechen, dann ist zu fordern, dass die bereits in Ahaus im Einsatz befindlichen Behälter schnellstmöglich ausgetauscht werden!

1Stellungnahme der RSK vom 13.09.2001 zur 3. Teilgenehmigung des FRM II, S.88

 
Freitag, den 19. Juni 2015 um 18:48 Uhr

Ahaus, den 19. Juni 2015

Pressemitteilung

Ein Jahr Endlagersuchekommission – ein erster Kontakt zu ausgesuchter Öffentlichkeit!

Demo am Sonntag, dem 21. Juni um 14:00 Uhr am Mahner in Ahaus

 

Seit einem Jahr tagt die Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe, kurz  "Endlagersuchekommission" in Berlin. Heute, am 20. Juni 2015 findet ein erster Bürgerdialog Standortsuche statt, obwohl schon wegweisende Beschlüsse gefasst wurden. Nach sieben Monaten hat sich der Vorsitzende Michael Müller bei der BI-Ahaus gemeldet und Interesse an den speziellen Ahauser Atommüllproblemen bekundet. Beides ist sehr spät und trägt neben vielen anderen Politikproblemen zur besonderen Skepsis der Anti-Atom-Bewegung bei, die am gleichen Tag auch in Berlin eine alternative Dialogveranstaltung durchführt. „Die Vorstellungen von Kommission und Anti-Atom-Bewegung sind derart weit auseinander, dass kein Vertrauen zu gemeinsamer Arbeit entstanden ist. Wobei die Kommission unbedingt Vertrauen aufbauen muss, um die extrem schwierige Bestimmung eines möglichen Endlagerstandortes mit breiter Mehrheit durchsetzen zu können“, so der Sprecher der BI-Ahaus. Auch das völlige Einigeln verantwortlicher Politiker wird am Sonntag thematisiert. Weder Hanelore Kraft, noch der zuständige Minister Garrelt Duin sind auf das Gesprächsangebot der BI eingegangen. "Wir werden die Ungereimtheiten der NRW-Atommüllproblematik darstellen, damit die Gründe für unseren Widerstand noch klarer werden", betont Heiner Möllers, der BI-Vorsitzende.

Weitere Infos dazu am Sonntag und unter:
www.bi-ahaus.de

Felix Ruwe

BI-Ahaus
Tel.: 02561 / 6577

 

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