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Willkommen auf der Homepage der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus e. V."
Mittwoch, den 01. Juli 2015 um 12:18 Uhr

Ahaus, den 01. Juli 2015

Pressemitteilung

Klarer Verstoß gegen die Empfehlungen der Reaktor-Sicherheits-Kommission – Bayern will hoch angereicherten Atommüll nach Ahaus abschieben!

 

Die BI-Ahaus reagierte unverzüglich auf die Meldung der Freien Wähler (FW), die Atommülltransporte mit hoch-angereichertem-Atommüll aus dem FRM II-Reaktor in Garching nach Ahaus ankündigten.

Ab 2018, so in der Meldung der Freien Wähler, sollen 17 Transporte mit jeweils fünf Brennelementen von je acht kg hoch angereichertem Atommüll nach Ahaus verschoben werden. In der Antwort der Bayrischen Staatsregierung auf eine kleine Anfrage der FW hat die BI-Ahaus einen klaren Verstoß gegen die Empfehlungen der Reaktor-Sicherheits-Kommission (RSK) festgestellt, die im Zusammenhang mit dem atomrechtlichen Genehmigungsverfahren des Forschungsreaktors München II beschlossen wurden.

In diesen Empfehlungen steht auf Seite 84:
Um die Unterkritikalität bei der Endlagerung von FRM-II-Brennelementen langfristig einzuhalten, wird eine Konditionierung durch Zumischung von abgereichertem Uran zur Verminderung der Restanreicherung für unumgänglich gehalten.

Die BI-Ahaus kritisiert schon lange das unverantwortliche Handeln der Atomwissenschaftler, die rücksichtslos die Absicht verfolgen, dass der Atommüll aus ihrem Dunstkreis entfernt wird!

Folgende Mail wurde nach einem ausführlichen Telefonat um 14.00 Uhr an die FW gesendet:

Hallo Herr Oberjasper,

wie am Telefon besprochen, sende ich Ihnen Hinweise zur erforderlichen Abreicherung des FRM II - HEU-Atommülls. Es wäre gut, wenn Sie den Wissenschaftlern ein wenig Verantwortungsbewusstsein für ihre nuklearen Hinterlassenschaften beibringen. Zusätzlich füge ich ein Positionspapier zum FRM II-Müll der BI-Ahaus an.

Mit freundlichen Grüßen

Felix Ruwe
Pressesprecher der BI-Ahaus
Tel.: 02561 / 6577
0171 / 793 792 6
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Quelle:

 

EMPFEHLUNG DER REAKTOR-SICHERHEITSKOMMISSION

Datum: 13.09.2001

Neuer Forschungsreaktor München II (FRM II) – 3. Teilgenehmigung

Die RSK hat auf ihrer 342. Sitzung am 05.07.2001 die folgende Empfehlung im Zusammenhang mit dem atomrechtlichen Genehmigungsverfahren des Forschungsreaktors München II beschlossen.

Seite 84

Um die Unterkritikalität bei der Endlagerung von FRM-II-Brennelementen langfristig einzuhalten, wird eine Konditionierung durch Zumischung von abgereichertem Uran zur Verminderung der Restanreicherung für unumgänglich gehalten. Vom Forschungszentrum Karlsruhe wurde beispielhaft ein Denkansatz für eine mögliche Konditionierung vorgestellt [E25]. Diese Konditionierung sei in einer Heißen Zelle durchführbar. Ein optimiertes Verfahren zur endlagergerechten Konditionierung könne nach Inbetriebnahme des FRM-II und parallel zu den Fortschritten bei der Realisierung der Endlagerung näher entwickelt werden. An der Endlagerfähigkeit des FRM-II-Brennstoffes bestünden keine Zweifel.

 


 

Forderungen der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" zum Umgang mit den ausgedienten Brennelementen aus den Forschungsreaktoren in Garching und Rossendorf:

Anm.: veröffentlicht am 19. Februar 2015

Durch einen Antrag der GNS vom 30.09.2014 ist der Antrag auf Aufbewahrung der bestrahlten Brennelemente aus dem Forschungsreaktor (Forschungsneutronenquelle) FRM II Garching der TU München im BZA wieder aufgenommen worden. Der Antrag datiert ursprünglich aus dem Jahr 1995, wurde aber zwischendurch jahrelang nicht weiter verfolgt.

Bei diesem bestrahlten Brennstoff besitzt das vorhandene Uran noch einen Anreicherungsgrad von 87%. Er liegt damit deutlich höher als bei anderen deutschen Forschungsreaktoren. Die Reaktorsicherheitskommission (RSK) hat daher schon 2001 empfohlen, vor einer Endlagerung diese Restanreicherung durch Zumischung von abgereichertem Uran deutlich zu verringern.1 Diese Maßnahme ist notwendig zum Erhalt der Unterkritikalität des radioaktiven Materials.

Da es in den seither vergangenen fast 15 Jahren keinerlei Fortschritt im Hinblick auf die Bereitstellung eines Endlagers gegeben hat und da auch jetzt abzusehen ist, dass dieses zumindest noch Jahrzehnte auf sich warten lässt, ergibt sich die zwingende Forderung, solche Maßnahmen zur Abreicherung aus Sicherheitsgründen auch schon vor der Verbringung in ein „Zwischenlager“ zu ergreifen. Für die Durchführung einer solchen Abreicherung fehlt es aber im BZA an jeglicher Voraussetzung. Daraus ergibt sich für uns die Forderung, die Abreicherungsmaßnahmen vor Ort in Garching vorzunehmen. Anschließend sollten die BE nicht quer durch Deutschland transportiert, sondern nach dem Verursacherprinzip am Standort der Nutzung, also in Garching, gelagert werden, bis sie einer sicheren Endlagerung zugeführt werden können.

Der Beginn der beantragten HEU-Transporte aus Garching nach Ahaus soll nach Auskunft der GNS nicht vor 2018 beginnen. Grund dafür ist die Entwicklung eines neuen Transportbehälters für die BE aus Forschungsreaktoren durch die GNS. Dieser Behälter vom Typ MTR 3 soll die bisher für solche BE benutzten Typen MTR 2 ersetzen, weil letztere nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprechen und nicht mehr genehmigungsfähig sind.

In Ahaus lagern aber bereits 18 Behälter diesen Typs MTR 2. In ihnen sind die bestrahlten BE aus dem ehemaligen DDR-Forschungsreaktor Rossendorf bei Dresden untergebracht, die seit 2005 in Ahaus lagern.

Wenn diese Behälter aber nicht mehr genehmigungsfähig sind, weil sie den aktuellen Sicherheitsbestimmungen nicht entsprechen, dann ist zu fordern, dass die bereits in Ahaus im Einsatz befindlichen Behälter schnellstmöglich ausgetauscht werden!

1Stellungnahme der RSK vom 13.09.2001 zur 3. Teilgenehmigung des FRM II, S.88

 
Freitag, den 19. Juni 2015 um 18:48 Uhr

Ahaus, den 19. Juni 2015

Pressemitteilung

Ein Jahr Endlagersuchekommission – ein erster Kontakt zu ausgesuchter Öffentlichkeit!

Demo am Sonntag, dem 21. Juni um 14:00 Uhr am Mahner in Ahaus

 

Seit einem Jahr tagt die Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe, kurz  "Endlagersuchekommission" in Berlin. Heute, am 20. Juni 2015 findet ein erster Bürgerdialog Standortsuche statt, obwohl schon wegweisende Beschlüsse gefasst wurden. Nach sieben Monaten hat sich der Vorsitzende Michael Müller bei der BI-Ahaus gemeldet und Interesse an den speziellen Ahauser Atommüllproblemen bekundet. Beides ist sehr spät und trägt neben vielen anderen Politikproblemen zur besonderen Skepsis der Anti-Atom-Bewegung bei, die am gleichen Tag auch in Berlin eine alternative Dialogveranstaltung durchführt. „Die Vorstellungen von Kommission und Anti-Atom-Bewegung sind derart weit auseinander, dass kein Vertrauen zu gemeinsamer Arbeit entstanden ist. Wobei die Kommission unbedingt Vertrauen aufbauen muss, um die extrem schwierige Bestimmung eines möglichen Endlagerstandortes mit breiter Mehrheit durchsetzen zu können“, so der Sprecher der BI-Ahaus. Auch das völlige Einigeln verantwortlicher Politiker wird am Sonntag thematisiert. Weder Hanelore Kraft, noch der zuständige Minister Garrelt Duin sind auf das Gesprächsangebot der BI eingegangen. "Wir werden die Ungereimtheiten der NRW-Atommüllproblematik darstellen, damit die Gründe für unseren Widerstand noch klarer werden", betont Heiner Möllers, der BI-Vorsitzende.

Weitere Infos dazu am Sonntag und unter:
www.bi-ahaus.de

Felix Ruwe

BI-Ahaus
Tel.: 02561 / 6577

 
Donnerstag, den 11. Juni 2015 um 11:52 Uhr

Ahaus, den 10. Juni 2015

Pressemitteilung

Alte CASTOR-Behälter für Atommüll aus Forschungsreaktoren nicht mehr sicher?

 

Auch die Wissenschaftler der TU-München möchten ihren Atommüll nach Ahaus verschieben. Ab 2018, so meldet es die GNS (Gesellschaft für Nuklear-Service), sollen die ausgedienten Brennelemente des FRM II (Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz) in das Brennelemente Zwischenlager Ahaus (BZA) transportiert werden.

Die Wissenschaftler experimentieren entgegen internationaler Bitten, Auflagen und Gepflogenheiten noch bis zum Jahr 2018 mit hoch angereichertem Uran – (Highly Enriched Uranium) HEU, wobei 400kg ungenutzte Restbestände des THTR -Schrottreaktors in Hamm-Uentrop sind und 1200kg günstig in Russland beschafft wurden. Die FRM II - Brennelemente verbleiben nur 60 Tage im Reaktor und kommen danach in ein Abklingbecken. „Diese abgenutzten Brennelemente sind immer noch mit 87% hochangereichert und extrem gefährlich“, kommentiert der BI-Sprecher Felix Ruwe.

Nach Herstellerangaben wird für Atommüll aus Forschungsreaktoren ein völlig neuer Behälter namens CASTOR MTR3 mit einem neuen Sicherheitskonzept entwickelt, weil offenbar der Vorgängertyp CASTOR MTR-2 nicht mehr den Anforderungen entspricht!

In Ahaus lagern aber seit dem Jahr 2005 bereits 18 CASTOR MTR-2, beladen mit Atommüll aus Dresden-Rossendorf! Schon 2005 hat die BI-Ahaus die mangelhafte Langzeitsicherheit dieser Behälter kritisiert.

Was geschieht jetzt mit den 18 unsicheren CASTOR MTR-2 – Behältern, die noch in Ahaus lagern?

Wer nimmt den berechtigten Sicherheitsanspruch der Ahauser wahr und veranlasst, dass die alten MTR-2 durch neue MTR3 ersetzt werden?

Wann wird der Behältertausch vorgenommen?

In welcher Anlage wird der Atommüll umgepackt?

„Durch die drei Atommülltransporte vor nur 10 Jahren wird die ganze Sinnlosigkeit der Atommüllverschiebung deutlich. Damals wurden jeweils 6 CASTOREN auf Lastwagen über 700km quer durch Deutschland transportiert, weil nur so die Sicherheit der Sächsischen Bevölkerung gewährleistet werden konnte!* Nun stehen die Verantwortlichen, sofern es die überhaupt gibt, vor den gleichen Fragen; nur das das Risiko inzwischen gestiegen ist“, bewertet der Sprecher der BI die aktuelle Lage.

Felix Ruwe

02561 / 6577
0171 / 793 792 6

 


 

Materialien

Sächsische Zeitung Samstag, 21. Februar 2004

 

URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=576492

Um die Sicherheit geht es auch dem Sächsischen Umweltministerium. Zwar gebe es im Moment für die Bevölkerung in Rossendorf keine Gefahr, aber dauerhaft könne diese Sicherheit in Rossendorf nicht gewährleistet werden, hieß es in der zu Ende gehenden Woche immer wieder aus dem Ministerium.


 

Sammlung der BI-Ahaus zur Dokumentation der Sinnlosigkeit dieser Atommüllverschiebung!

 

URL: http://www.bi-ahaus.de/files/infos/Hintergrundinformationen-3-2005.pdf


 

Der CASTOR MTR-2 war für Unmengen von Atommüll vorgesehen; kaum 10 Jahre später ist er Schrott!

 

URL: http://www.grs.de/sites/default/files/pdf/GRS-272_neu.pdf


 

Für die „neue“ Sicherheit wird der CASTOR MTR3 entwickelt!
(Seite 5)

 

URL: www.gns.de/binary.ashx/~default.download/24266


 

Positionspapier der BI-Ahaus zum Umgang mit den ausgedienten Brennelementen aus den Forschungsreaktoren in Garching und Rossendorf:

 

Ahaus, den 19. Februar 2015

 

Forderungen der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ zum Umgang mit den ausgedienten Brennelementen aus den Forschungsreaktoren in Garching und Rossendorf

 

Durch einen Antrag der GNS vom 30.09.2014 ist der Antrag auf Aufbewahrung der bestrahlten Brennelemente aus dem Forschungsreaktor (Forschungsneutronenquelle) FRM II Garching der TU München im BZA wieder aufgenommen worden. Der Antrag datiert ursprünglich aus dem Jahr 1995, wurde aber zwischendurch jahrelang nicht weiter verfolgt.

Bei diesem bestrahlten Brennstoff besitzt das vorhandene Uran noch einen Anreicherungsgrad von 87%. Er liegt damit deutlich höher als bei anderen deutschen Forschungsreaktoren. Die Reaktorsicherheitskommission (RSK) hat daher schon 2001 empfohlen, vor einer Endlagerung diese Restanreicherung durch Zumischung von abgereichertem Uran deutlich zu verringern.1 Diese Maßnahme ist notwendig zum Erhalt der Unterkritikalität des radioaktiven Materials.

Da es in den seither vergangenen fast 15 Jahren keinerlei Fortschritt im Hinblick auf die Bereitstellung eines Endlagers gegeben hat und da auch jetzt abzusehen ist, dass dieses zumindest noch Jahrzehnte auf sich warten lässt, ergibt sich die zwingende Forderung, solche Maßnahmen zur Abreicherung aus Sicherheitsgründen auch schon vor der Verbringung in ein „Zwischenlager“ zu ergreifen. Für die Durchführung einer solchen Abreicherung fehlt es aber im BZA an jeglicher Voraussetzung. Daraus ergibt sich für uns die Forderung, die Abreicherungsmaßnahmen vor Ort in Garching vorzunehmen. Anschließend sollten die BE nicht quer durch Deutschland transportiert, sondern nach dem Verursacherprinzip am Standort der Nutzung, also in Garching, gelagert werden, bis sie einer sicheren Endlagerung zugeführt werden können.

Der Beginn der beantragten HEU-Transporte aus Garching nach Ahaus soll nach Auskunft der GNS nicht vor 2018 beginnen. Grund dafür ist die Entwicklung eines neuen Transportbehälters für die BE aus Forschungsreaktoren durch die GNS. Dieser Behälter vom Typ MTR 3 soll die bisher für solche BE benutzten Typen MTR 2 ersetzen, weil letztere nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprechen und nicht mehr genehmigungsfähig sind.

In Ahaus lagern aber bereits 18 Behälter diesen Typs MTR 2. In ihnen sind die bestrahlten BE aus dem ehemaligen DDR-Forschungsreaktor Rossendorf bei Dresden untergebracht, die seit 2005 in Ahaus lagern.

Wenn diese Behälter aber nicht mehr genehmigungsfähig sind, weil sie den aktuellen Sicherheitsbestimmungen nicht entsprechen, dann ist zu fordern, dass die bereits in Ahaus im Einsatz befindlichen Behälter schnellstmöglich ausgetauscht werden!

 

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