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Gut 50 Menschen nahmen am Sonntagnachmittag an der Fukushima-Mahnwache in Ahaus teil. Eingeladen hatten die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ und der kfd-Arbeitskreis „Bewahrung der Schöpfung“. In kurzen Redebeiträgen wurden an den Ablauf der Reaktor-Katastrophe vor 10 Jahren und die Folgen für die Menschen in der Region erinnert. Den Opfern wurde mit einer Schweigeminute gedacht. Auch der Atomausstieg in Deutschland, eine Konsequenz aus dem SuperGAU in Japan, wurde auf der Kundgebung thematisiert: Zwar solle nächstes Jahr der letzte kommerzielle Reaktor vom Betrieb gehen, aber die Probleme der Atomenergie seien damit leider längst nicht erledigt: So solle in Gronau nach wie vor Uran angereichert und ausländischen Atomkraftwerken verkauft werden. Das gleiche gelte für die Brennelemente, die in Lingen produziert werden. Bürgerinitiativen und Umweltverbände fordern deshalb seit langem, auch diese Anlagen stillzulegen. „Aber selbst wenn dies geschieht, bleibt das Problem des Atommülls bestehen, wie wir in Ahaus nur zu gut wissen“, so Hartmut Liebermann von der Bürgerinitiative: „Das von Menschen geschaffene Problem des Atommülls wird in Jahrtausenden noch existieren. Nicht nur für uns, sondern erst recht für die nachfolgenden Generationen bleibt noch viel zu tun.“

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