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Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland
Elternverein Restrisiko Emsland
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm
Fridays for Future Hamm
Klimabündnis Hamm
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus"
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)

Gronau/Lingen/Münster/Hamm, 10. März 2021

10 Jahre Reaktorkatastrophe Fukushima:
Mahnwachen im Münsterland, Lingen und Hamm

Atomausstieg auch in Deutschland vollenden:
Urananreicherung und Brennelementefertigung beenden

Mit Mahnwachen in fünf Orten gedenken AtomkraftgegnerInnen im Münsterland, Lingen und Hamm am morgigen Donnerstag, 11. März, dem Beginn der Reaktorkatastrophe von Fukushima. Sie fordern von der Bundesregierung die unverzügliche Vollendung des Atomausstiegs in Deutschland. Dazu gehören die sofortige Stilllegung der noch laufenden sechs Atomkraftwerke – unter anderem in Lingen – sowie die Beendigung der Urananreicherung in Gronau und der Brennelementeproduktion in Lingen.

Konkret sind am morgigen Donnerstag folgende Mahnwachen geplant:
Gronau:
17 Uhr, Neustraße/Antoniuskirche
Lingen:
18 Uhr, Marktplatz/Altes Rathaus
Münster:
17.30 Uhr, Domplatz
Drensteinfurt:
19.30 Uhr, Alte Post/Mühlenstraße
Hamm:
17 Uhr, Marktplatz

In Ahaus wird es am Sonntag, dem 21. März, eine Mahnwache geben (14 Uhr am „Mahner“ vor der Kirche St. Maria Himmelfahrt).

„10 Jahre nach dem Beginn der Reaktorkatastrophe von Fukushima sind die Probleme der Atomenergie noch immer ungelöst. Auch Deutschland beteiligt sich weiterhin massiv am Erhalt und Ausbau von Atomanlagen weltweit. So liefert der Gronauer Urananreicherer Urenco wieder angereichertes Uran an eine japanische Atomfabrik, 120 km südlich von Fukushima. Auch störanfällige Reaktoren wie Tihange und Doel in Belgien werden beliefert sowie neue Atomkraftwerke am Persischen Golf. Zudem will Urenco in den Bau von neuen Atomkraftwerken in den Niederlanden, Großbritannien, Kanada und den USA einsteigen. So sieht kein Atomausstieg aus," betont Udo Buchholz vom Arbeitskreis Umwelt in Gronau und Vorstandsmitglied im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz.

„Auch am Atomstandort Lingen gibt es beunruhigende Entwicklungen: Wir sind entsetzt, dass der französische Brennelementehersteller Framatome in Lingen ein Joint Venture ausgerechnet mit der staatlichen russischen Atomindustrie eingehen will. Der entsprechende Antrag liegt seit dem 12. Februar beim Bundeskartellamt. Wir fordern von der Bundesregierung und der EU-Kommission, dass sie diesen Antrag zurückweisen. Ansonsten würde die EU ihre eigenen Russland-Sanktionen unterlaufen," so Alexander Vent vom Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland.

„Die Bundesregierung ist in dieser Legislaturperiode mit ihrer Atompolitik vollkommen gescheitert. Der angekündigte Exportstopp von Kernbrennstoffen aus Gronau und Lingen wurde nicht verwirklicht – die dringend notwendige Stilllegung der beiden Atomanlagen in Gronau und Lingen ist nicht in Sicht. So werden die Bundesregierung und Deutschland immer weiter in die atomaren Ausbaupläne von Urenco und Framatome hineingezogen. Das ist zehn Jahre nach Fukushima ein sehr alarmierendes Signal," ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Für Karfreitag, 2. April, planen die Anti-Atomkraft-Initiativen einen Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage Gronau, um vor der militärischen Brisanz der Urananreicherung zu warnen und für atomare Abrüstung zu demonstrieren.

Kontakte:
Udo Buchholz, AKU Gronau / BBU, Tel. 02562-23125
Alexander Vent, Bündnis AgiEL, Tel. 0157-59690000
Matthias Eickhoff, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Tel. 0176-64699023

Weitere Infos:
https://atomstadt-lingen.de, www.sofa-ms.de, www.urantransport.de, www.bbu-online.de, www.reaktorpleite.de