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Pressemitteilung

Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ e.V. ruft am kommenden Sonntag (17. Mai) um 14 Uhr zu einer Mahnwache in der Ahauser Innenstadt am „Mahner“ auf.

Im Mittelpunkt der Mahnwache steht die Lagergenehmigung für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll (SM-Atommüll) im Ahauser Atommüll-Lager, die für 10 Jahre erteilt war und die am 20. Juli dieses Jahres ausläuft. Die Betreiber des Lagers haben eine Verlängerung bis zum Jahr 2057 beantragt! Gebäude und Lagerung von Atommüll in Ahaus sind aber nur für 40 Jahre genehmigt, und die enden im Jahr 2036. Eine Genehmigung bis 2057 würde einmal mehr verdeutlichen, dass aus dem „Zwischenlager“ Ahaus längst ein Dauerlager geworden ist. Gegen diese Bedrohung richtet sich die Mahnwache. Zuständig für die Genehmigung ist die Bez. Reg. Münster. Sie ist der erste Adressat des Protestes. Deshalb plant die Bürgerinitiative auch eine weitere Mahnwache direkt vor dem Gebäude der Bezirksregierung in Münster. Sie soll am Dienstag, dem 19. Mai, um 12 Uhr stattfinden.

Dabei spielt auch eine Rolle, dass die BI Ahaus erhebliche Bedenken bezüglich der Unvoreingenommenheit der Bezirksregierung hat: In der öffentlichen Anhörung zur Verlängerung der Genehmigung im Juni 2019 wurde die BGZ bereits als Antragstellerin bzw. Vertreterin für den Betrieb des BZA vorgestellt. Die Vertreter der Bez. Reg. Münster wussten aber sehr wohl, dass die BGZ zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht zuständig war: Sie hat tatsächlich erst zum 1.1.2020 den Bereich für SM-Atommüll in Ahaus übernommen! Mahnwachen sind ein geeignetes Mittel, um in der Zeit der Einschränkungen durch den Coronavirus dennoch das Recht auf Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit wahrzunehmen. Dabei werden die Teilnehmenden Mundschutz tragen und Sicherheitsabstände voneinander einhalten.

Die Bürgerinitiative ruft die Ahauser Bevölkerung zur Teilnahme auf, zunächst am Sonntag um 14 Uhr am Mahner.

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