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Am Freitag (25.09.) veranstaltet „Friday for Future“ einen globalen Klimastreik. In Ahaus wird diese Aktion um 16 Uhr in der Innenstadt am „Mahner“ stattfinden. Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ unterstützt diese Veranstaltung und ruft zur Teilnahme auf. Der rasch zunehmende Klimawandel erfordert rasches und entschlossenes Handeln auf verschiedenen Ebenen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Umstellung der Energieerzeugung von fossilen auf regenerative Quellen. Der BI kommt es dabei darauf an zu verdeutlichen, dass Atomenergie weltweit kein sinnvoller Beitrag zur notwendigen Energiewende ist, sondern diese im Gegenteil bremst: Jeder Euro, der in die überteuerte Atomenergie investiert wird, fehlt beim Ausbau der regenerativen Energien.

In Deutschland ist der Atomausstieg glücklicherweise in Gang gekommen. Aber selbst hier bremsen die noch laufenden AKW die Nutzung der regenerativen Energieträger: Da AKW extrem unflexibel sind und nicht kurzzeitig rauf- und runtergefahren werden können, verstopfen sie immer wieder das Stromnetz und zwingen zeitweise zum Abschalten von Wind- und Solaranlagen. Die Bürgerinitiative wird Informationsmaterial zu diesen Themen bereitstellen.

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Liebe Freundinnen und Freunde,

wir trauern um unsere gute Freundin und langjährige Mitstreiterin Christina Burchert vom Arbeitskreis Umwelt in Schüttorf. Die letzten Monate kämpfte Christina tapfer gegen eine aggressive Krebs-Erkrankung – am letzten Samstag verlor sie im Alter von nur 58 Jahren diesen Kampf. Unser tiefes Mitgefühl gehört ihrem Mann, ihrem Bruder und den weiteren Angehörigen.

Christina war in den letzten Jahren eine tragende Säule der Anti-Atom-Szene in Gronau, Lingen und Ahaus. Ihre menschliche Warmherzigkeit, ihre positive Lebenseinstellung, ihre Entschlossenheit, ihre Energie und ihre Selbstlosigkeit machten sie zu einer ganz besonderen Persönlichkeit. Sie hat uns davon immer wieder viel mit auf den Weg gegeben.

Zusammen mit ihrem Mann Achim gründete sie den AKU Schüttorf und dann auch die Volxküche Schüttorf. Dutzende Demos, Mahnwachen und Sonntagsspaziergänge versorgte sie mit ihrem leckerem Kuchen. Viele Anti-Atom-Bewegte haben sie so kennengelernt. Aber sie wirkte auch weit darüber hinaus intensiv an der Vernetzung der Anti-Atom-Inis in NRW und Niedersachsen mit. Besonders wichtig war Christina die internationale Zusammenarbeit, mit den Initiativen in den Niederlanden, in Belgien und Russland genauso wie mit AktivistInnen aus dem Niger und Südafrika.

Beharrlich verlangte sie immer wieder von den verantwortlichen Ministerien Auskunft und Rechenschaft. Mehrfach konnte sie direkte Gespräche durchsetzen. Für ihre hartnäckige politische Arbeit musste Christina aus dem Umfeld des Urananreicherers Urenco auch persönliche und sogar juristische Anfeindungen aushalten. Und letztes Jahr entblödeten sich RWE bzw. die Polizei in Lingen nicht, beim Besuch der südafrikanischen Aktivistin Makoma vor dem AKW die Personalien "feststellen" zu lassen.

Christina ließ sich von solchen verbissenen Attacken niemals aus der Ruhe bringen. Wir hätten sehr gerne mit Christina auf die Stilllegung der Atomanlagen in unserer Region angestoßen, der Krebs riss sie nun mitten aus dem Leben.

Die Beerdigung findet am Freitag, 18. September, um 15 Uhr auf dem evang. Friedhof in Schüttorf, Friedhofsweg, statt. Christina wünschte sich eine "bunte" Beerdigung, ohne Trauerkleidung und Kränze, aber mit bunten Blumen.

Um Christinas wichtige Arbeit zu würdigen und fortzusetzen, rufen wir zu Spenden zur Unterstützung der sehr schwierigen Anti-Atom-Arbeit im Niger und in Südafrika auf. Solidarische Spenden bitte auf folgendes Konto:

Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG) e. V.
BIC: GENODEM1GRN
IBAN DE71 4016 4024 0143 1961 00
Volksbank Gronau-Ahaus
Stichwort: Christina

Vor der Beerdigung treffen sich Freundinnen und Freunde von Christina um 12.30 Uhr vor der Urananreicherungsanlage in Gronau (Röntgenstraße 4) zu einer Gedenk-Mahnwache für Christina, begleitet vom Liedermacher Gerd Schinkel. Danach fahren wir gemeinsam zur Beerdigung nach Schüttorf.

Christina, wir vermissen dich!

  • Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
  • Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
  • Die UAA-SonntagsspaziergängerInnen
  • Grün Alternative Liste (GAL) Gronau
  • Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG)
  • Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland
  • Elternverein Restrisiko Emsland
  • BI "Kein Atommüll in Ahaus"
  • SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
  • Enschede voor Vrede
  • Stichting Laka
  • Stichting VEDAN
  • Ecodefense
  • Greenpeace Russland
  • AntiAtom Bonn
  • BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
  • Don't Nuke The Climate
  • Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
  • IPPNW / Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung
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Gegen neue Atommüll-Transporte und gegen Dauerlagerung von Atommüll in Ahaus

Die Sommerferien sind zu Ende, die Probleme der Atommüll-Lagerung in Ahaus bleiben: Die Genehmigung der Bezirksregierung, den schwach- und mittelradioaktiven Müll bis 2057 in Ahaus zu lagern, erfordert nicht nur eine Klage der Stadt Ahaus, sondern auch Proteste aus der Bevölkerung. Dies umso mehr, als diese Genehmigung eine Art Türöffner darstellt: Die Betreiberfirma BGZ verkündet auf Ihrer Webseite unverblümt, dass sie auch die Genehmigung zur Lagerung des hochradioaktiven Mülls über die 40 Jahre hinaus verlängern will – das wäre in Ahaus über das bisher genehmigte Jahr 2036 hinaus.

Darüber hinaus erwartet die BGZ noch in diesem Jahr die Genehmigung zur Einlagerung der Brennelemente aus dem Forschungsreaktor FRM II in Garching. Diese bestehen aus hochangereichertem und damit waffenfähigem Material, das nach Auffassung der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ keinesfalls nach Ahaus gebracht werden darf. Die Bürgerinitiative ruft daher zu einer ersten Protestaktion nach den Sommerferien auf: Am kommenden Sonntag, dem 16.August, soll es um 14 Uhr eine Kundgebung am „Mahner“ im Stadtzentrum von Ahaus geben. Die Teilnehmenden werden gebeten, nach Möglichkeit Gesichtsmasken mitzubringen. Auf das Einhalten von Sicherheitsabständen wird geachtet werden.

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Zum regelmäßigen Stammtisch lädt die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ am 14. September 2020 um 20:00 Uhr in die Gaststätte "Am Schulzenbusch" ein.

Folgende Tagesordnung ist geplant:

  • Der Tod von Christina Burchert
  • Verlängerung der Zwischenlagerung bis 2057 mit einem Bericht zum Stand der Gerichtsverfahren
  • Kein Transport aus Garching in diesem Jahr
  • Der nächste Sonntagsspaziergang
  • Aktuelles und Neuigkeiten
  • Mögliche Auswirkungen der Kommunalwahl auf unsere weiteren Aktionen
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Mit dem Ende der Sommerferien wird auch das Büro der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" in der Bahnhofstr. 27 wieder für den Publikumsverkehr geöffnet.
Ab sofort stehen dort jeden Mittwoch von 17 - 18 Uhr Ansprechpartner für Interessierte zur Verfügung.

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Diese Befürchtung äußerten Redner auf der Protestkundgebung am Sonntag in Ahaus. Etwas mehr als 50 Menschen waren dem Aufruf der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ trotz drückender Schwüle gefolgt. Für die Befürchtung gebe es mehrere Hinweise, so BI-Sprecher Felix Ruwe. Die gerade erteilte Verlängerung der Genehmigung zur Lagerung von schwach- und mittelradioaktiven Müll bis 2057 sei dabei nur der Anfang: Die Annahme, dass bis 2057 der gesamte Müll dieser Art im Schacht Konrad endgelagert werde, sei reines Wunschdenken. Selbst wenn dieses Endlager bis dahin gefüllt sei, könne es nur etwa die Hälfte des in Deutschland anfallenden Mülls dieser Art aufnehmen, der Rest bliebe dann in Ahaus liegen.

Als noch gravierender sieht die BI die Verlautbarungen der Betreibergesellschaft BGZ an, wonach man auch an einer Verlängerung der Zwischenlagerfristen für hochradioaktiven Müll über die genehmigten 40 Jahre hinaus – in Ahaus wäre das immerhin auch schon bis zum Jahr 2036 - arbeite. Begründet werde dies damit, dass ein Endlager für hochradioaktiven Müll erst ab den 50er Jahren zur Verfügung stehe. Selbst wenn dies bis dahin gelänge (was sehr fraglich ist), würde die Befüllung des Endlagers weitere Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Ahaus werde damit zu einem Dauerlager, mindestens bis zum Ende des Jahrhunderts.

„Vor dieser Entwicklung haben wir seit Jahrzehnten gewarnt, die Mehrheit des Ahauser Stadtrates wollte sie allerdings in der Vergangenheit leider nicht wahrhaben“, so Hartmut Liebermann von der Bürgerinitiative.
„Wir begrüßen es sehr, dass in letzter Zeit ein Umdenken stattgefunden hat – hoffentlich nicht zu spät! Die BI hofft, dass der Rat deshalb in seiner kommenden Sitzung beschließen wird, das Klageverfahren gegen die jetzt erfolgte Genehmigung der Bezirksregierung auf jeden Fall durchzuziehen, wenn nur die geringste Chance auf Erfolg besteht.“

Die BI kündigte ihrerseits weitere Protestaktionen in den kommenden Wochen an.

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Die neue Genehmigung der Bezirksregierung für die verlängerte Nutzung des Atommüll-Lagers in Ahaus umfasst 133 Seiten. Hinzu kommen 21 Anlagen, von denen einige auch noch über 30 Seiten aufweisen. Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ hat diese Unterlagen von der Seite der Bezirksregierung runtergeladen und sie in den letzten Tagen gründlich studiert.

Die bereits nach Bekanntwerden der Genehmigung geübte Kritik der BI hat sich dabei bestätigt: Die Langzeitgenehmigung bis zum Jahr 2057 ist völlig inakzeptabel. Nach den Leitlinien der Entsorgungskommission, die von Bund und Ländern als verbindliche Richtlinien übernommen worden sind, hätte die Lagerung des schwach- und mittelradioaktiven Mülls gegenwärtig bis maximal 2030 genehmigt werden dürfen. Darüber hinaus ist die Begründung für das genehmigte Ende der Lagerung im Jahr 2057 völlig aus der Luft gegriffen: Der behauptete Abschluss der Einlagerung allen schwach- und mittelradioaktiven Mülls in das Endlager Schacht Konrad bis zu diesem Zeitpunkt ist reines Wunschdenken. Es ist jetzt schon abzusehen, dass auch im Jahr 2057 die Lagerung in Ahaus nicht beendet würde, falls die jetzige Genehmigung Rechtskraft erhält.

Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ begrüßt daher den Beschluss des Ahauser Stadtrates, die Möglichkeiten einer Klage gegen die Genehmigung der Bezirksregierung zu prüfen. Die BI ist erfreut darüber, dass dieses Vorhaben von allen im Rat vertretenen Fraktionen getragen wird. Auf der Grundlage ihres Studiums der Genehmigungsunterlagen hat die Bürgerinitiative auch einige Hinweise für eine mögliche Klage formuliert. Sie hat diese in einem Schreiben an die Bürgermeisterin, Rat und Verwaltung der Stadt Ahaus weiter gegeben.

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