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Ahaus, den 20.10.19

Pressemitteilung

Rund 30 Teilnehmer trotzten dem Regen und verfolgten die Redebeiträge zur geplanten weiteren Atommülllagerung in Ahaus, zu künftigen Kundgebungen gegen die Atompolitik und zum Klimawandel bzw. Atomkraftwerken als angeblich CO2-freie Stromerzeuger.

Nachdem die Bezirksregierung Münster das Wortprotokoll als Niederschrift über den Erörterungstermin für das Genehmigungsverfahren zum Umgang mit sonstigen radioaktiven Stoffen im Zwischenlager Ahaus am 4. und 5. Juni 2019 veröffentlicht hat, sind nun auch die wesentlichen Mängel und Kritikpunkte der BI schriftlich dokumentiert.

Besonders übel ist dabei die Absicht der BGZ (Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH) und der Brennelement-Zwischenlager Ahaus GmbH, im Jahr 2019 noch 100 Konrad V – Container aus unterschiedlichen Kraftwerken in Ahaus einzulagern. So verfügt z. B. das Kraftwerk Unterweser über ein völlig neu erbautes Zwischenlager von 70m Länge, 28m Breite und 17m Höhe welches noch vollkommen leer ist. Auch andere Kraftwerke verfügen noch über reichlich Zwischenlagerkapazitäten, die zuerst genutzt werden müssen. D. h. es gibt keinen Bedarf für diese Transporte. Zurzeit besteht ein dreckiger Verteilungskampf, da die Menschen an den einzelnen Standorten nicht sicher seien können, ob die Endlagerkapazität ausreicht, oder ob sie überhaupt in den nächsten Jahren zur Verfügung steht.

Heiner Möllers veröffentlichte den Aufruf zur Demonstration in Lingen am 26. Oktober 2019, bei der ab 12.00 Uhr „Atom und Kohle die rote Karte gezeigt wird“.

Danach wurde der Irrglaube aufgeklärt, dass Kernenergie eine umweltfreundliche und CO2-freie Option zur Stromerzeugung ist. Strom aus Atomkraftwerken ist weder klimafreundlich, sondern ist im Gegenteil auch noch um ein vielfaches teurer als regenerative Energie. Wegen der mangelhaften Regelbarkeit sind grade Atom- und Kohlekraftwerke nicht zukunftssicher.