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Ahaus, den 15. Januar 2019

Zur ersten Protest-Kundgebung im neuen Jahr ruft die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ für den kommenden Sonntag auf, den 20. Januar 2019 um 14:00 Uhr am „Mahner“ im Zentrum der Stadt. „Anlässe dafür gibt es 2019 leider mehr als genug“, so BI-Vorstandsmitglied Hartmut Liebermann.

Es drohen Castor-Transporte aus dem Forschungsreaktor FRM II mit hochangereichertem waffenfähigem Material sowie CASTOREN mit schlecht dokumentiertem Inhalt, die Kugel-Brennelemente aus dem stillgelegten Versuchsreaktor in Jülich enthalten. Die Betreiber in München und Jülich handeln damit völlig unverantwortlich, da der Müll, so wie er in den CASTOREN ist, nicht endgelagert werden kann. Die Reaktorbetreiber hoffen darauf, dass sich in 50 – 70 Jahren schon irgendjemand um den Atommüll in Ahaus kümmern wird!

Damit nicht genug, jetzt wird durch ein weiteres Genehmigungsverfahren öffentlich, dass die Lagerung von schwach- und mittelradioaktivem Müll, die jetzt noch bis 2020 befristet ist, bis zum Jahr 2057 verlängert werden soll!

„Das ist ganz und gar inakzeptabel“, so BI-Sprecher Felix Ruwe. Das „Zwischenlager“ Ahaus bekäme damit eine komplett neue Dimension, sowohl was das eingelagerte Material anbetrifft als auch hinsichtlich der zeitlichen Dimension: Ahaus soll als Sammelstelle für jeglichen Atommüll aus Deutschland ausgebaut und immer mehr zu einem Endloslager umgewandelt werden. Dabei sind weder Gebäude noch Atommüll-Behälter für solch lange Zeiträume ausgelegt. Es ist nahezu sittenwidrig, zunächst eine Lagergenehmigung für 10 Jahre zu erlangen, um noch vor deren Ablauf weitere 37 Jahre zu beantragen! Damit werden die Rücksichtslosigkeit und gleichzeitig die Hilflosigkeit der Verantwortlichen klar dokumentiert. Atommülllagerung ist auch nach der Übernahme durch staatliche Instanzen keine Sache von Vertrauen und Verantwortung, sondern ein rücksichtsloses dreckiges Geschäft!

Am Sonntag werden wir erläutern, warum die Pläne der Betreiber nicht durchgehen dürfen. Ein Sammeleinspruch gegen die Neugenehmigung wird dann auch erstmals zur Unterschrift ausgelegt. Im Februar will die Initiative jeden Samstag mit einem Info-Stand in der Innenstadt von Ahaus für Diskussionen zur Verfügung stehen. Im März folgt dann eine überregionale Demonstration, zu der bundesweit aufgerufen wird!

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