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Autokorso: „Keine Atommülltransporte nach Ahaus – Sofortiger Atomausstieg“
Presse

BI „Kein Atommüll in Ahaus“

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

 

24. Januar 2010

 

 

Atomkraftgegner demonstrieren mit 170 km langem Autokorso:

„Keine Atommülltransporte nach Ahaus – Sofortiger Atomausstieg“

 

Autokonvoi ab Ahaus – 200 Atomkraftgegner in Duisburg – 150 in Jülich

 

Gronau: „Nach Unfall staatsanwaltschaftliche Ermittlungen“

 

Am gestrigen Samstag demonstrierten Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände aus NRW gemeinsam mit einem Autobahn-Aktionstag gegen neue Atommülltransporte nach Ahaus und für den sofortigen Atomausstieg. Rund 25 Autos brachen im münsterländischen Ahaus zu einem 170 km langen Autokorso nach Duisburg und Jülich auf. In Duisburg demonstrierten gut 200 Menschen vor der Atommüll-Konditionierungsanlage in Wanheim, in Jülich 150 Menschen auf dem Marktplatz sowie zum Abschluss vor dem Haupttor des Forschungszentrums Jülich. Von dort sollen ab nächstem Frühjahr 152 Castoren mit hochradioaktivem Atommüll nach Ahaus rollen.

 

Felix Ruwe, Sprecher der BI „Kein Atommüll in Ahaus“, zog ein positives Fazit der mobilen Demonstration: „Wir wollten unseren Protest vom Münsterland dorthin tragen, von wo der Atommüll nach Ahaus rollen soll. Das ist uns gelungen. Wir waren über die Resonanz in Duisburg und Jülich sehr erfreut. Die Aktion war erst der Auftakt unserer Mobilisierungskampagne, die am 24. April in eine zentrale Anti-Atom-Großdemo in Ahaus münden wird. Wir werden Atommülltransporten nach Ahaus massiven Widerstand entgegensetzen und fordern stattdessen den sofortigen Atomausstieg.“  

 

Wilfried Mohr vom Klimabündnis Niederrhein forderte in Duisburg die Stilllegung der Atommüll-Konditionierungsanlage der Atomfirma GNS, die auch das Zwischenlager Ahaus betreibt. „Atomanlagen haben in einem Wohngebiet nichts zu suchen, ein Kindergarten liegt direkt an der Bahnstrecke für die Atomtransporte. Wir sind gegen die Atommülltransporte nach Ahaus – die GNS muss ganz aus Duisburg raus.“

 

Claudia Baitinger vom Bund für Umwelt und Naturschutz NRW verwies mit Blick auf die aktuelle Debatte um verlängerte AKW-Laufzeiten auf die unbeherrschbaren Gefahren, die von der Atomenergie ausgehen. „Wir fordern die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen und rufen der Bundesregierung und den Energiekonzernen zu: Schützt uns – nicht die Atomkraft!“

 

In Jülich verwies Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen auf die ungelösten atomaren Altlasten im Forschungszentrum. So soll der Reaktorbehälter des Versuchsreaktors AVR in einer weltweit einmaligen und extrem riskanten Aktion auf einem Luftkissen verschoben werden. Und die Bundesregierung gab zu, nicht zu wissen, wie hoch die Verstrahlung des Bodens unterhalb des Reaktorbehälters ist. „In Jülich sollte man sich erstmal um die gründliche Sanierung der eigenen atomaren Altlasten kümmern, anstatt den hochradioaktiven Atommüll nach Ahaus abzuschieben, wo das Zwischenlager noch älter als das in Jülich ist.“ Diese Forderungen wurden von RednerInnen des BUND, der Grünen und der Linken unterstrichen.

 

Alle beteiligten Initiativen und Verbände vereinbarten, die Kooperation in den kommenden Monaten auszubauen und rufen zu verstärkten Protesten gegen die weitere Nutzung der Atomenergie auf.


Gronauer Arbeiter hat Uran im Urin – „Staatsanwalt muss ermitteln“

 

Mit großer Beunruhigung reagieren die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland auf die Meldung, dass bei dem am Donnerstag in der Urananreicherungsanlage Gronau bei einem Zwischenfall mit Uranhexafluorid verstrahlten Urenco-Arbeiter nun Uran im Urin gefunden wurde. Das deutet auf eine wesentlich schlimmere radioaktive Kontamination hin, als bisher zugegeben wurde.

„Die Uranprobe ist sehr besorgniserregnd. Wir fordern nun neben einer unabhängigen und öffentlichen Untersuchung des Zwischenfalls vor allem staatsanwaltschaftliche Ermittlungen. Wieso wurden die Uran-Behälter vor Öffnung von der Urenco nicht auf Radioaktivität untersucht? Wieso trugen die Urenco-Mitarbeiter keine Schutzkleidung? Liegen hier strafrechtliche Versäumnisse seitens der Urenco vor, die ihre Mitarbeiter nicht angemessen schützt?“ so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

 

Für heute Nachmittag um 15 Uhr rufen Atomkraftgegner vor dem Gronauer Rathaus zu einer Mahnwache auf. Bereits am Freitagabend hatten rund 35 Menschen spontan vor der Urananreicherungsanlage demonstriert, am Samstag demonstrierte Greenpeace an der Atomanlage.

 

Kontakt:

Felix Ruwe (BI Ahaus, Tel. 0171/7937926),

Willi Hesters (Aktionsbündnis, Tel. 0151/12702596)

Matthias Eickhoff (Aktionsbündnis, Tel. 0251/9720765)

Wilfried Mohr (Klimabündnis Niederrhein, Tel. 0203/471455)

Claudia Baitinger (BUND, Tel. 0172/2817451)

Udo Buchholz (Arbeitskreis Umwelt Gronau, Tel. 02562/23125)

 

Weitere Infos: www.kein-castor-nach-ahaus.de, www.bi-ahaus.de, www.sofa-ms.de, www.urantransport.de

 

Das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen ist ein regionales Netzwerk von Anti-Atomkraft-Initiativen und Einzelpersonen. Beteiligt sind: BI „Kein Atommüll in Ahaus“, AKU (Arbeitskreis Umwelt) Gronau, SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster, „Sektor A“ Gescher, BI Umweltschutz Hamm, MEGA (Menschen gegen Atomanlagen) Waltrop, Telgte-Links-Ab


 

 

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