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Pressemeldung

Ahaus, den 03. Mai 2015

Die BI-Ahaus hat die NRW-Ministerpräsidentin Kraft, Bundesumweltministerin Hendriks, Bundesforschungsministerin Wanka, NRW-Wirtschaftsminister Duin, die Endlagersuchekommission und das Bundesamt für Strahlenschutz BfS mit nahezu gleichlautenden Schreiben angeschrieben, in denen endlich eine Lösung der Atommüllproblematik des Forschungszentrums Jülich (FZJ) angeregt wird. Im Anhang dieser Schreiben befand sich ein Positionspapier der BI-Ahaus, aus dem hervorgeht, dass die Verantwortung für sämtliche Kugel-Brennelemente in NRW ausschließlich beim FZJ liegt!

Bisher haben alle Verantwortlichen weder zur Entschärfung des hoch angereicherten Atommülls noch zur notwendigen endlagergerechten Konditionierung dieser Kugel-BE Konzepte entwickelt. "Vor dem Hintergrund einer extrem langen Wartezeit auf ein mögliches Atommüllendlager ist es unverantwortlich, diese Probleme, Risiken und Kosten auf folgende Generationen abzuwälzen! Offensichtlich fehlen den Politikern, Ämtern und Kommissionen die Argumente, um dieses eklatante Fehlverhalten zu rechtfertigen. Sonst hätten sie in einer angemessenen Zeit geantwortet, hätten einem Gesprächstermin gesucht oder eigene Initiativen zur Lösung dieses Problems initiiert. Schweigen und Nichtstun reicht einfach nicht aus", so Felix Ruwe, der Sprecher der BI-Ahaus.

www.bi-ahaus.de

Felix Ruwe

BI-Ahaus

 

Es folgt ein Schreiben der BI-Ahaus an die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

 

Ahaus, den 14. April 2015

Betr.: Verbleib der Brennelemente aus dem stillgelegten Versuchsreaktor AVR in Jülich

 

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin,

mit wachsender Besorgnis und zunehmendem Unverständnis verfolgen wir die Diskussion um den Verbleib der ausgedienten Brennelemente aus dem AVR Jülich. Die Problematik ist seit vielen Jahren offenkundig. Ebenso lange zeichnen sich aber die Betreiber (FZJ) ebenso wie die Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden durch Nichtstun aus, allenfalls werden Scheinlösungen ins Gespräch gebracht. Neuerdings scheint auch die Abschiebung dieser Brennelemente in das Zwischenlager Ahaus wieder in der Diskussion zu sein. Dies wäre nichts anderes als ein erneuter Verzicht darauf, eine echte Problemlösung anzugehen.

Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" hat sich ausführlich mit der Problematik befasst und eine von den Mitgliedern einstimmig beschlossene Stellungnahme dazu abgegeben, die wir Ihnen als Anlage zuschicken. In der gegenwärtigen Situation kann unserer Ansicht nach der Ausweg aus der verfahrenen Situation nur darin bestehen, in Jülich selbst endlich geeignete Lagermöglichkeiten für die Brennelemente des AVR zu schaffen. Wir bitten Sie eindringlich, unser Anliegen persönlich zu unterstützen, und erhoffen eine zeitnahe Antwort auf unser Schreiben.

Ferner wünschen wir in absehbarer Zeit einen Gesprächstermin, bei dem wir das gesamte Problemfeld des NRW-Atommülls mit Ihnen besprechen können!

 

Mit freundlichen Grüßen

Felix Ruwe

Sprecher der BI-Ahaus
Tel.: 02561/6577
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