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12. November 2009

Ahaus:

„Bezirksregierung schadet Bevölkerung“

Landesregierung soll Genehmigung zurücknehmen!!!

Die BI „Kein Atommüll in Ahaus“ und die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland und Ruhrgebiet verschärfen ihre Kritik an der Bezirksregierung Münster. Mit der Genehmigung für neue Atomtransporte nach Ahaus schadet die Bezirksregierung der Bevölkerung in Ahaus und Umgebung. Noch 2007 hatte die Bezirksregierung erklärt, sie nehme „die Ängste und Besorgnis der Bürger sehr ernst“, doch in dem geheimen Genehmigungsverfahren wurden die Unterlagen nicht öffentlich ausgelegt und niemand konnte Einwände erheben. Das ist undemokratisch und unverantwortlich.

 

„Die Bezirksregierung Münster hat der Atomindustrie einen Blankoscheck ausgestellt, jede Art von gefährlichem Problem-Atommüll nach Ahaus zu bringen. Die Bezirksregierung hat einseitig nur die Interessen der Atomindustrie berücksichtigt,“ kritisierte Felix Ruwe, Sprecher der BI „Kein Atommüll in Ahaus“. Deshalb fordern die Anti-Atomkraft-Initiativen die übergeordnete Landesregierung in Düsseldorf auf, die Genehmigung umgehend zurückzunehmen.

 

„Die Gefahren des Atommülls werden verharmlost. Hier geht es nicht um verstrahltes Papier oder Putzlappen. Dafür würde niemand ein dreijähriges Geheimverfahren anstrengen. Hier geht es vor allem um brisanten Problem-Atommüll, der anscheinend äußerst unbequem ist,“ so Ruwe weiter.

 

Kernforschungszentrum Jülich als Absender für Atommüll?

 

Sehr beunruhigt sind die Atomkraftgegner auch über Pressemeldungen vom heutigen Tage, wonach „mehrmals in der Woche“ Atomtransporte per LKW oder Bahn nach Ahaus rollen sollen. „Offensichtlich sitzen mehrere Atomkraftwerksbetreiber mit ihrem Atommüll auf heißen Kohlen und wollen den Strahlenmüll loswerden. Im Fokus steht dabei das Kernforschungszentrum Jülich, wo nach eigenen Angaben u. a. „aktivierte sperrige Abfälle“ lagern. Und Jülich will bekanntermaßen sein eigenes Zwischenlager leer räumen,“ so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

 

15. November, 14 Uhr: Demonstration in Ahaus

 

Aus aktuellem Anlass wird die Demonstrationsroute für den Sonntagsspaziergang am kommenden Sonntag, 15. November, verlängert. Nach einer Auftaktkundgebung um 14 Uhr am Bahnhof in Ahaus geht es durch die Innenstadt zum Rathaus, wo eine Zwischenkundgebung stattfindet. Zum Abschluss geht es zum Bahnübergang Schorlemmerstraße, wo die Atomtransporte per Bahn herrollen sollen. 1998 kam es dort zu großen Schienenblockaden.

Am Samstag, 21. November, wird es in Köln zu einem landesweiten Vernetzungstreffen kommen, wo es um Proteste gegen die geplanten Ahaus-Transporte gehen wird, aber auch um die Urantransporte von und zur Urananreicherungsanlage Gronau sowie um Strategien gegen die atomfreundliche Politik der schwarz-gelben Bundes- und Landesregierung insgesamt.

 

 

Kontakt: Felix Ruwe (BI Ahaus, Tel. 0171/7937926), Willi Hesters (Aktionsbündnis, Tel. 0151/12702596), Matthias Eickhoff (SOFA Münster, Tel. 0251/9720765)

 

Weitere Infos: www.bi-ahaus.de, www.sofa-ms.de, www.kein-castor-nach-ahaus.de

 


 


 

 

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