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Ahaus, den 13. Dezember 2014

gemeinsame Pressemitteilung der BI - Ahaus und der BI - Lüchow Dannenberg

Zwischenlager und Endlager – immer neue Luftnummern

Bürgerinitiativen mahnen: Fehlendes Sicherheitskonzept

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks beschwichtigt die Gemüter: Bei der Endlagersuche würde der Zeitplan eingehalten. Ein Endlager für hoch radioaktive Abfälle stünde 2050 zur Verfügung. Aus den Zwischenlagern würden keine Dauerlager, beteuerte die SPD-Politikerin.

Die Bürgerinitiativen aus Ahaus und Gorleben – die BI kein Atommüll in Ahaus und die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) widersprichen, sie halten dieses Zahlenspielereien für Wunschdenken. In der Endlagerkommission gibt es auch Gegenstimmen, ein Endlager für hoch radioaktive Abfälle stünde nicht vor 2065 zur Verfügung, heißt es von anderer Stelle.

Die Verlängerung der Standzeiten der Castor-Behälter in den Zwischenlagern Ahaus (bis 2034 befristet) und Gorleben (bis 2036 befristet) sei für die Ministerin offensichtlich gar kein sicherheitstechnisches Problem. Die beiden Grünen Politiker Robert Habeck und Franz Untersteller (beide Grüne) hatten zuvor gefordert, den Zeitplan nicht aufzuweichen. Habeck und Untersteller gaben sich mit der Erklärung der Bundesumweltministerin zufrieden.

Die Bürgerinitiativen an den Zwischenlagern hingegen warnen: Eine lange Lagerung führe in der Folge zu neuen Atommülltransporten zur Neukonditionierung der Abfälle oder den Bau zusätzlicher Konditionierungsanlagen. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: "Wir gehen von viel längeren Standzeiten der Castor-Behälter aus. Man hangelt sich wie bisher so durch, doch es fehlt ein Sicherheitskonzept und den Zahlenangaben ist überhaupt nicht zu vertrauen."

Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06

Felix Ruwe 02561 6577

 

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