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Ahaus, den 18. März 2012

Lasst den Müll, da wo er steht…

Das ist zwar keine dauerhafte Lösung, aber immer noch besser als der Mülltourismus.
Das Forschungszentrum Jülich (FZJ) kann die heftig kritisierten Atommülltransporte von 152 CASTOR THTR/AVR – Behältern nach Ahaus nicht durchführen. Daher muss das FZJ den befristeten Weiterbetrieb des eigenen Lagers zunächst einmal bis 2016 beantragen. In den Information des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zum Genehmigungsverfahren der AVR-Brennelemente des Forschungszentrums Jülich wird ausdrücklich erwähnt, dass die Erteilung der Aufbewahrungsgenehmigung maßgeblich von der Qualität der Antragsunterlagen abhängt!
Die entscheidenden Anträge wurden aber schon vor 2,5 Jahren gestellt. Entweder ist die Qualität der Anträge schlecht, oder die zusätzlichen Auflagen sind derart gewaltig, dass das FZJ drei weitere Jahre zur Erfüllung dieser Auflagen benötigt. In der Lokalzeit Münsterland des WDR2 erklärte der Pressesprecher des BZA, dass neue Anforderungen im aktuellen Genehmigungsverfahren zu einer Verzögerung führen. Das BfS bestreitet in der gleichen Sendung, dass es im Laufe des Verfahrens die Anforderungen geändert zu haben. Alle Anforderungen stehen im Atomgesetz (AtG) und seien allen bekannt!
Durch sein riskantes Taktieren hat das FZJ das fahrlässige Herbeiführen des "genehmigungslosen Zustandes" für das Jülicher Atomlager herbeigeführt. Dieser Zustand, wenn er dann erklärt wird, ist ein Straftatbestand, für den das FZJ als Eigentümer des Atommülls verantwortlich ist!
Die BI wird beim BfS die zusätzlich und "neuen" Auflagen abfragen, um dann auch für die bereits eingelagerten CASTOREN die gleiche Sicherheit einzufordern.
"Je mehr wir die verfahrene Situation betrachten, desto offensichtlicher wird das verantwortungslose, ja teilweise strafbare Fehlverhalten des FZJ. Wenn es noch einen Hauch von Verantwortung gibt, dann wird das FZJ den Atommüll weiterhin sachgerecht zwischenlagern und ggf. später einem Endlager ordnungsgemäß konditioniert übergeben", so Felix Ruwe, der Sprecher der BI.

Felix Ruwe
Sprecher der BI-Ahaus

02561 / 6577
0171 / 793 792 6
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