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Ahaus, den 11. Juli 2011

Pressemitteilung

 

Anti-Atom-Demonstration in Ahaus – Ein Jahr Rot/Grün in NRW.
Der 200. „Sonntagsspaziergang“ am Brennelemente Zwischenlager Ahaus beginnt am Sonntag, den 17. Juli um 14 Uhr!

 

Seit vielen Jahren findet an jedem 3. Sonntag im Monat der so genannte Sonntagsspaziergang in Ahaus statt. In dieser Zeit wurden viele Informationen, Warnungen, Forderungen formuliert. Tschernobyl, Fukushima als größte Katastrophen und hunderte kleine und große „Störungen“ bei der Herstellung von Atomstrom belegen die Unbeherrschbarkeit der Atomkraftwerke. Kaum noch zu reparierende Fehler bei der Endlagerung, insbesondere im Asse-Bergwerk, wurden in die Öffentlichkeit getragen und motivierten BürgerInnen zum Widerstand und zum Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter. Manches ist erreicht, z.B. die vorläufige Absage des Atomtransportes nach Majak, Manches bleibt bedrohlich aktuell, z.B. die Atommülltransporte aus Jülich mit hochradioaktiven, überhitzten Brennelementen, die nicht sicher kontrollierbar sind.

Zur aktuellen Situation in der NRW-Atom-Politik:
Die atompolitische Bilanz der Rot/Grünen Landesregierung nach einem Jahr stellt sich für die Anti-Atom-Bewegung als eine einzige Enttäuschung dar. Obwohl wir vor einem Jahr den Start von Rot/Grün in NRW mit sehr viel Hintergrundinformationen, Anregungen und noch mehr Vertrauen unterstützt haben, sehen wir jetzt ein, dass der vollständige Atomausstieg, die Minimierung der Atommülltransporte, die Aufdeckung von Missständen in der Atomwirtschaft wesentlich durch die Anti-Atom-Bewegung selbst geleistet werden muss.

Die Rot/Grüne NRW-Landesregierung weicht dem Konflikt mit der UAA Gronau aus: Dort wird 7% Uran des Weltmarktes angereichert. Durch den genehmigten Betrieb dieses Werkes besteht eine weltweite Mitverantwortung an den Nuklearkatastrophen. Die Landesregierung wird mitschuldig an dem Leid der Vertriebenen in Fukushima und künftigen GAUs. Es widerspricht dem Ziel eines Ausstiegs aus der Atomenergie, die UAA weiter zu betreiben, das angereicherte Uran zu exportieren und damit den Weiterbetrieb von AKW in anderen Ländern zu fördern. Ein Rot/Grüner „Rettungsschirm“ für die Urananreicherungsanlage der Firma URENCO in Gronau ist für die BI-Ahaus nicht akzeptabel. Wir müssen ernüchtert feststellen, dass die NRW-Regierung sich zum Beschützer der Atomindustrie entwickelt hat.

Rot/Grün in NRW ist nicht gelungen:

  • Die Stilllegung der Urananreicherungsanlage (URENCO) einzuleiten.
  • Die Transporte von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll nach NRW, Duisburg bzw. Ahaus zu stoppen.
  • Die sinnlose Atommüllverschiebung von 152 CASTOR- Behältern vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus zu unterbinden.
  • Die Kinderkrebs Studie auf die Atomstandorte in NRW auszuweiten.

Unter Rot/Grün wurden erstmalig sogar vom verlängerten Arm der Regierung, dem Grünen Polizeipräsidenten Hubert Wimber in Münster, Käfige zur In-Gewahrsam-Nahme von DemonstrantInnen in Ahaus aufgebaut, deren bisherige Nutzung immer mit Menschenrechtsverletzungen verbunden war.

Atomausstieg ist Handarbeit!!!
„Die BI „Kein Atommüll in Ahaus“ ruft deshalb zur Teilnahme am 200. Sonntagsspaziergang für Sonntag, den 17.Juli, um 14.00 Uhr, vor dem BZA auf.

Kommt am Sonntag nach Ahaus, bringt Sessel, Sofas und sonstiges Demo- Zubehör mit, LKWs , Trecker, Fahrräder, eure Kinder, Verwandte, Freunde und Bekannte, Hunde, Katzen und alles, was laufen kann. „Zusammen wollen wir der Landesregierung und den Betreibern zeigen, was wir von ihrer faulen Politik und einem Ausstieg halten, der noch kein wirklicher Ausstieg ist“, so Heiner Möllers, der 1. Vors. der „BI Kein Atommüll in Ahaus“ e.V.

Felix Ruwe
Pressesprecher der BI-Ahaus

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