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Ahaus-Russland-Castoren sind Debakel für Röttgen:

„Umweltminister handelt verantwortungslos“

– 21. November: Demo am Zwischenlager Ahaus

Die BI „Kein Atommüll in Ahaus“ und die Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland üben in Zusammenhang mit den geplanten Castor-Transporten vom Zwischenlager Ahaus in die russische Plutoniumfabrik Majak massive Kritik an Bundesumweltminister Röttgen. Während in Gorleben erneut Castor-Behälter gegen den entschlossenen Widerstand Tausender Menschen ins Zwischenlager gebracht wurden und die angebliche „Erkundung“ der Endlagerbaustelle wieder aufgenommen wird, erklärt die Bundesregierung auf eine Anfrage der grünen Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl für die Ahaus-Castoren sei „eine geordnete Entsorgung und Endlagerung“ in Deutschland „keine gangbare Option.“. 

„Das ist ein Armutszeugnis für Herrn Röttgen. Im Prinzip erklärt er damit die Endlagerung von Brennelementen in Deutschland für gescheitert. Während der deutsche EU-Kommissar Oettinger vor wenigen Tagen noch erklärte, Atommüllexporte aus der EU nach Russland sollten gestoppt werden, will die Bundesregierung offensichtlich noch auf den letzten Drücker den hochradioaktiven Atommüll aus Ahaus ohne Rücksicht auf die Menschen in Russland billig entsorgen,“ empört sich Felix Ruwe, Sprecher der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“. 

Die Anti-Atomkraft-Initiativen empört zudem, dass die Bundesregierung auf die Grünen-Anfrage erklärt, ihr lägen „keine eigenen Erkenntnisse“ über die enorme Verstrahlung der Region um Majak vor. „Wer ohne zu Zögern einfach rund 1000 plutoniumhaltige Brennelemente zur sog. Wiederaufarbeitung und Endlagerung nach Russland schickt, muss sich selbst von den schlimmen Zuständen dort überzeugen. EU-Kommissar Oettinger will diese Exporte nicht ohne Grund verbieten. Bundesumweltminister Röttgen handelt extrem fahrlässig und verantwortungslos“, ergänzt Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. 

Für den 21. November um 14 Uhr rufen die BI „Kein Atommüll in Ahaus“, die russissche Umweltorganisation Ecodefense und weitere Anti-Atomkraft-Initiativen deshalb zu einer Demonstration vor dem Zwischenlager Ahaus auf. „Wir fordern auch von der rot-grünen Landesregierung in Düsseldorf ein aktives Einschreiten gegen diesen Castor-Wahnsinn. Die Landesregierung muss jetzt Rückgrat beweisen und darf dem Konflikt mit der Bundesregierung nicht ausweichen. NRW braucht dringend ein allgemeines Moratorium für Atomtransporte, da die bisherigen Konzepte zur Lagerung von Atommüll gescheitert sind,“ so Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster. 

Kontakt:

Felix Ruwe: BI „Kein Atommüll in Ahaus“, Tel. 02561/6577

Willi Hesters: Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Tel. 0151/12702596

Matthias Eickhoff: SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster, Tel. 0251/9720765

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