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Startseite Presse Pressemitteilungen 2013 PM: Mauerbau in Ahaus und Gorleben
PM: Mauerbau in Ahaus und Gorleben
Presse

Ahaus, den 25.02.2013

Gemeinsame Pressemitteilung der BIU-Lüchow und der BI-Ahaus

Mauerbau in Ahaus und Gorleben

Bürgerinitiativen bezweifeln Sicherheitsgewinn durch den Mauerbau um Zwischenlager

 

Als völlig verspätete Reaktion auf die Ereignisse vom 11. September 2001 soll um die Brennelement-Zwischenlager in Ahaus und Gorleben eine 10m hohe Mauer errichtet werden. Die Bürgerinitiativen in Ahaus und Gorleben sehen darin "puren Aktionismus" und sogar eine Verschlimmerung der Lage: "Sollte ein Angriff mit einem Flugzeug erfolgen, so wird durch die Mauer bzw. deren verbleibende Fragmente der Abfluss des Kerosins zusätzlich verhindert", sagte Wolfgang Ehmke, der Sprecher der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Bei der Gefahrenabwehr sei ein solches Attentat nach allen Regeln der praktischen Vernunft nicht auszuschließen. In einem nahezu gleich lautenden der Initiativen aus Ahaus und dem Wendland an das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) wird deshalb die Frage aufgeworfen, welchen Sicherheitsgewinn soll eine solche Mauer haben soll und wann mit dem Mauer-Bau begonnen werde.

"Beide Lagerstätten als eine WTI-Halle der ersten Generation verfügen nicht über eine Drainage für Kerosin, die in neueren Hallen durchaus üblich ist", unterstreicht Felix Ruwe, der Sprecher der BI Kein Atommüll in Ahaus. Ein möglicher Sicherheitsgewinn durch die geplante Mauer sei nicht erkennbar. Beide Hallen entsprächen aus Sicht der Initiativen nicht mehr den Sicherheitsanforderungen nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik. WTI steht für "Wissenschaftliches Technisches Ingenieurbüro" (einer Tochterfirma der GNS) mit Sitz in Essen. Außer den WTI-Hallen, das sind die dünnwandigen Hallen, gibt es noch STEAG-Hallen (z.B. in Lingen), die einem gezielten Angriff mit einem Flugzeug standhalten sollen, weil die Wände 1,5m dick sind. Vom BfS möchten Ruwe und Ehmke wissen: "Welche Pläne bestehen, um diesen erheblichen Sicherheitsverlust auszugleichen?"

Sollte es zu einem Kerosinbrand kommen, so monieren die Bürgerinitiativen darüberhinaus, sei auch die thermische Belastbarkeit der Behälter für den schwach- und mittelradioaktiven Abfall im benachbarten Fasslager völlig unklar. An die Adresse des BfS gerichtet heißt es: "Gibt es belastbare Informationen über die Verbreitung radioaktiver Materialien aus dem Lagerbereich für schwach- und mittelradioaktive Abfälle im Falle eines Feuers?"

 

 

Wolfgang Ehmke (BIU-Lüchow)
Mobil: 0170 510 560 6
Tel.: 05863 / 983067

Felix Ruwe (BI-Ahaus)
Mobil: 0171 793 792 6
Tel.: 02561 / 6577

 

 

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