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Startseite Presse Pressemitteilungen 2012 PM: Sonntagsspaziergang & weitere Informationen zum atompolitischen Desaster der Merkel-Regierung
PM: Sonntagsspaziergang & weitere Informationen zum atompolitischen Desaster der Merkel-Regierung
Presse

Ahaus, den 17. Mai 2012

Am Sonntag, den 20. Mai um 14:00 Uhr findet der traditionelle Sonntagsspaziergang am Brennelemente Zwischenlager in Ahaus statt!

Es gibt weitere Informationen zum atompolitischen Desaster der Merkel-Regierung.

Der Rauswurf von Umweltminister Röttgen bedeutet das endgültige Scheitern der schwarz-gelben Bundesregierung in Sachen Energiewende und Atommüll.

Wir fordern den neuen Bundesumweltminister Peter Altmeier auf, jetzt sofort das von Merkel und Röttgen deutlich verschlimmerte Atommüllproblem im Sinne der Menschen und der Umwelt professionell zu lösen.

Für Nordrhein-Westfalen stehen gleich drei konkrete Atommüllprojekte an, die Altmeier unabhängig von atompolitischen Machenschaften bzw. Altlasten angehen muss.

  • Absage der geplanten CASTOR-Transporte von Jülich nach Ahaus.
  • Einstellung der Atommüllkonditionierung in Duisburg und der weiteren Zwischenlagerung in Ahaus.
  • Abschaltung der Urananreicherungsanlage in Gronau.

Der Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich bittet den Vorstand, den zur Zeit ruhend gestellten Antrag vom 29. April 2009 auf Verlängerung der Aufbewahrungsgenehmigung nach § 6 Atomgesetz für das AVR-Behälterlager am Standort Jülich um drei Jahre – bis zum 30.06.2016 – wieder aufzunehmen. Ebenso will man den Neubau eines Zwischenlagers in Jülich prüfen. Damit sind die Transporte noch nicht abgesagt, verschaffen aber Herrn Altmeier die nötige Zeit, diese unnütze Atommüllverschiebung abzusagen.

Erst gestern wurde bekannt, dass das Bundesforschungsministerium und das Forschungszentrum Jülich sozusagen im Tausch gegen Jülicher Atommüll, der seit den neunziger Jahren in Schottland lagert, zusätzlichen "stärker strahlenden Atommüll aus der englischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield" nach Deutschland importieren will. "Das ein Forschungszentrum, gemeinsam mit dem Bundesforschungsministerium derartige "Substitutionsgeschäfte" verhandelt ist ein ungeheuerlicher Vorgang", so die Sprecher des Münsterlandbündnisses.

Wir fordern im Sinne der viel beschworenen "Transparenz" den neuen Umweltminister Altmeier auf, hier sofort und umfassend die Öffentlichkeit über diesen dreckigen "Atomdeal" zu informieren. Was ist konkret vereinbart und wohin soll der Atommüll transportiert werden?

Die Urananreicherungsanlage in Gronau steht in krassem Widerspruch zum beschlossenen sog. Atomausstieg in Deutschland. Die UAA steht für den Weiterbetrieb von aktuell jedes 10. Atomkraftwerk in der Welt! Sie gefährdet die Bevölkerung und sie schafft neuen Atom- und Uranmüll, für den es bisher keinen sicheren Entsorgungsnachweis gibt! Die Urantransporte müssen gestoppt und die Uranfabrik in Gronau muss geschlossen werden!

Herr Altmeier, Sie übernehmen einen Scherbenhaufen! Wollen sie den gefährlichen Atomkurs von Merkel und Röttgen nur fortsetzen oder setzen Sie jetzt ein Zeichen für einen Kurswechsel im Sinne einer wirklichen und glaubwürdigen Energiewende ohne wenn und aber?

Felix Ruwe
02561/6577

 

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