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Startseite Presse Pressemitteilungen 2012 PM: Forschungszentrum Jülich plant Probe-Castor nach Ahaus!
PM: Forschungszentrum Jülich plant Probe-Castor nach Ahaus!
Presse

 

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus"
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

13. Januar 2012

Forschungszentrum Jülich plant Probe-Castor nach Ahaus!

- Innenminister Jäger stellt sich auf Castor-Transporte nach Ahaus ein
- Knickt Landesregierung gegenüber Bund und Forschungszentrum ein?
- "Landesregierung muss Einlagerungsstopp für Ahaus verhängen"

 

Nur zwei Tage, nachdem bekannt wurde, dass auch das Zwischenlager Ahaus laut Bundesumweltministerium nicht ausreichend gegen terroristische Angriffe geschützt ist, berichtet die Rheinische Post, dass das Forschungszentrum Jülich den Transport eines Probe-Castors von Jülich nach Ahaus plant. An dem Vorbereitungstreffen im Forschungszentrum Jülich hätten auch Vertreter des NRW-Innenministeriums und des NRW-Wirtschaftsministeriums teilgenommen. Laut Rheinischer Post lehne Innenminister Jäger den Transport der 152 "West"-Castoren zwar weiterhin ab, sagte aber weiter, dass man sich auf die Durchführung der Transporte einstellen müsse.

Die Anti-Atomkraft-Initaitiven im Münsterland sind empört über diese konkreten Castor-Vorbereitungen unter tatkräftiger Mithilfe der Landesregierung. "Öffentlich erklärt die Landesregierung immer wieder ihre vehemente Ablehnung der Castor-Transporte, doch rein praktisch arbeitet sie an der konkreten Vorbereitung mit. Knickt die Landesregierung jetzt gegenüber Bundesumweltminister Norbert Röttgen und gegenüber dem Forschungszentrum Jülich ein? Das ist absolut unverständlich, zumal die Unsicherheit des Zwischenlagers in Ahaus immer offensichtlicher wird. Selbst 10 Meter hohe Mauern können ja nicht gegen Flugzeugabstürze schützen und auf der Autobahn wären die Castoren völlig ungeschützt. Wir erwarten von der Landesregierung deshalb einen sofortigen Einlagerungsstopp für das Zwischenlager Ahaus, damit der Castor-Spuk ein Ende hat," so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

"Der jetzige Kurswechsel der Landesregierung ist sehr beunruhigend. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft muss die Jülich-Ahaus-Castoren zur Chefsache machen, jegliche Vorbereitungen auf Landesebene sofort abbrechen lassen und gegenüber Bundesumweltminister Röttgen eine klare Linie fahren. Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland, im Rheinland und in ganz NRW werden nun mit bundesweiter Unterstützung die Protestvorbereitungen intensivieren," so Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.

Neue Anti-Atom-Proteste in Ahaus und NRW:

  • Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände rufen für Sonntag, 15. Januar, um 14 Uhr zu einem Sonntagsspaziergang am Atommülllager in Ahaus auf.
  • Am 21. Januar findet in Oberhausen eine landesweite Anti-Atom-Konferenz statt.
  • Am 25. Februar findet zwischen Ahaus, Duisburg und Jülich ein Autobahn-Aktionstag unter dem Motto „Den West-Castoren entgegen – Atommülltourismus stoppen“ statt.

 

Weitere Informationen: www.kein-castor-nach-ahaus.de, www.sofa-ms.de, www.bi-ahaus.de, www.urankonferenz2012.de

 

Kontakt:
Willi Hesters, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen (Tel. 0151-12702596)
Matthias Eickhoff, SOFA Münster (0251-9720765)
Felix Ruwe BI-Ahaus 02561 / 6577

 

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