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Startseite Presse Pressemitteilungen 2011 PM: Landesregierung hat Atomindustrie nicht im Griff
PM: Landesregierung hat Atomindustrie nicht im Griff
Presse

Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" e.V.
AKU (Arbeitskreis Umwelt) Gronau
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz

4. Januar 2012

Landesregierung hat Atomindustrie nicht im Griff:

- Ahaus: 74 Atommüll-Container seit Mitte 2010!
- Gronau: Sicherheitsüberprüfung verzögert sich

 

Schon zu Jahresbeginn 2012 gewinnt die Atomdebatte in NRW weiter an Schärfe: Auf eine Kleine Anfrage der NRW-Landtagsfraktion der Linken teilte Landesarbeitsminister Guntram Schneider (SPD) mit, dass in nur anderthalb Jahren bis Ende November 2011 insgesamt 74 Atommüll-“Gebinde“ mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll ins Zwischenlager Ahaus gebracht wurden (s. Anhang). Der erste dieser Atommülltransporte rollte im Juli 2010. Außerdem stellte Schneider für die kommenden Wochen sieben weitere Transporte mit 14 Atommüllcontainern nach Ahaus in Aussicht, zusätzlich zu den geplanten 152 West-Castoren von Jülich nach Ahaus!

„Die Zahlen sind verheerend für Ahaus und die Landesregierung. Gegen den Transport der 152 West-Castoren von Jülich nach Ahaus wehrt sich die Landesregierung zu Recht, doch bei schwach- und mittelradioaktivem Atommüll schaut sie einfach weg. Dabei hatte der Landtag noch im April ein Atomtransportemoratorium für NRW gefordert und im rot-grünen Koalitionsvertrag war eine Rücknahme von Atomgenehmigungen in Aussicht gestellt worden. Die Leichtbauhalle in Ahaus ist als Zwischenlager völlig ungeeignet. Aber die Landesregierung setzt nicht einmal ihre eigenen Beschlüsse um und toleriert, dass die Atomindustrie Ahaus als billigen Entsorgungsweg nutzt! Das ist heuchlerisch und verantwortungslos,“ so Felix Ruwe von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland sind zudem sehr empört über den schlampigen Umgang der Landesregierung mit der im März 2011 angekündigten „Sicherheitsüberprüfung“ der Urananreicherungsanlage Gronau. Nach WDR-Recherchen hat die Betreiberfirma Urenco bis zum Jahresende jedoch nur einige Unterlagen eingereicht, mehr ist bislang nicht passiert. Das Alles passiert vor dem Hintergrund, dass Urenco aus Gronau jedes 10. AKW weltweit mit Uranbrennstoff versorgen kann, dass in Gronau Tausende Uranfässer ungeschützt unter offenem Himmel lagern und dass vor Ort derzeit ein riesiges Uranmüll-Zwischenlager gebaut wird. „Gronau droht zum Endlagerstandort zu werden. Der Betrieb der Urananreicherungsanlage inklusive der Uranmüllproduktion muss sofort gestoppt werden“, fordert Udo Buchholz, Gronauer Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz.

„In der Öffentlichkeit stellen sich Rot-Grün und die NRW-Landesregierung gerne als atomkritisch dar. Der Landtag beschließt atomkritische Resolutionen, der Koalitionsvertrag verspricht eine Rücknahme von Atomgenehmigungen und Minister kündigen Sicherheitsüberprüfungen an, doch in Wahrheit darf die Atomindustrie in NRW nach Belieben schalten und walten. Die NRW-Landesregierung hat die Atomindustrie nicht im Griff und verspielt das Vertrauen der Bevölkerung. Dagegen wird es in den kommenden Wochen und Monaten entschiedenen Widerstand geben,“ so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

In Planung sind u. a. Demonstrationen, Konferenzen und ein Autobahn-Aktionstag. Weitere Informationen: www.sofa-ms.de, www.kein-castor-nach-ahaus.de, www.urankonferenz2012.de

Aktuelle Protesttermine:

  • 15. Januar, 14 Uhr: Sonntagsspaziergang Atommülllager Ahaus
  • 21. Januar, 13 Uhr: Anti-Atom-Landeskonferenz Oberhausen
  • 4. Februar, 10 Uhr: Internationale Urankonferenz Münster
  • 5. Februar, 13 Uhr: Kundgebung Urananreicherungsanlage Gronau
  • 25. Februar, 10 Uhr: Autobahn-Aktionstag Ahaus-Duisburg-Jülich
  • 11. März, 13 Uhr: Fukushima-Großdemo Gronau

Hinweis an die Redaktionen:
Die Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage der Landtagsfraktion der Linken finden Sie hier.

Kontakt:
Felix Ruwe, BI „Kein Atommüll in Ahaus“ (Tel. 0171-793 79 26)
Willi Hesters, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen (Tel. 0151-12702596)
Udo Buchholz, AKU Gronau / BBU (02562-23125)
Matthias Eickhoff, SOFA Münster (0251-9720765)

 

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