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Startseite Presse Pressemitteilungen 2011 PM: Atomkraftgegner enttäuscht von Landtagsdebatte
PM: Atomkraftgegner enttäuscht von Landtagsdebatte
Presse

 

Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

8. Dezember 2011

 

Atomkraftgegner enttäuscht von Landtagsdebatte:

- „Sichere Atommüllentsorgung darf keine Kostenfrage sein“
- CDU und Röttgen drücken sich vor Verantwortung
- Landesregierung muss Atomtransporte-Moratorium verhängen

 

Die Anti-Atomkraft-Initiativen aus Jülich, Ahaus und dem Münsterland sind von der Landtagsdebatte zum Transport der 152 West-Castoren von Jülich nach Ahaus enttäuscht. „Die sichere Entsorgung des hochradioaktiven Atommülls darf keine Kostenfrage sein. Es ist leider ein Fakt, dass die sichere Lagerung von Atommüll über Zehntausende von Jahren Unsummen von Geld verschlingen wird. Die Verantwortung dafür liegt allein bei den Produzenten des Atommülls. Castor-Transporte von Zwischenlager A ins Zwischenlager B verschärfen nur die Probleme und sind definitiv keine Lösung,“ so Felix Ruwe von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“.

Die AtomkraftgegnerInnen fordern insbesondere von der CDU und ihrem Landesvorsitzenden Norbert Röttgen, sich nicht vor der Verantwortung für den hochradioaktiven Atommüll zu drücken. „2008 hat Schwarz-Gelb im Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich noch selbst die Weiterlagerung der West-Castoren in Jülich beantragt. Unmittelbar nach der verlorenen Wahl in NRW hat Schwarz-Gelb dann im Sommer 2010 diesen Antrag „ruhend gestellt“. Das riecht nach einem rein politisch motivierten Schachzug, der nichts mit einer sicheren Lagerung des Atommülls zu tun hat,“ ergänzte Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

In diesem Zusammenhang kritisieren die AtomkraftgegnerInnen auch die Äußerung von NRW-Wirtschaftsminister Voigtsberger, die Entscheidung zum Verbleib oder Transport der West-Castoren liege allein beim Bund. „Die Landesregierung muss selbst ihre politischen Gestaltungsmöglichkeiten ausschöpfen, indem sie ein allgemeines Moratorium für Atomtransporte in NRW verhängt. Eine entsprechende Resolution wurde im Landtag bereits im April verabschiedet. Die Atomaufsicht ist Ländersache und auch Voigtsberger als zuständiger NRW-Atomminister darf sich nicht aus seiner Verantwortung stehlen. Die Landesregierung muss jetzt alle politischen und juristischen Register ziehen, um die West-Castoren zu stoppen,“ so Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.

 

AtomkraftgegnerInnen rufen zu Protesten auf:

  • Am 18. Dezember findet um 14 Uhr vor dem Atommülllager Ahaus die Auftakt-Demo für die Castor-Proteste statt. Das Motto lautet: „152 West-Castoren – Eine schöne Bescherung“. Es sind bereits mehrere Sonderbusse angekündigt.
  • Am 21. Januar 2012 wird in Oberhausen – unweit der Castor-Autobahn – eine Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen stattfinden.

 

Kontakt:
Felix Ruwe, BI „Kein Atommüll in Ahaus“ (Tel. 0171-7937926)
Siegfried Faust, Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ (Tel. 0157-750 755 98)
Willi Hesters, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen (Tel. 0151-12702596)
Matthias Eickhoff, SOFA Münster (Tel. 0176-64699023)

Internet: www.sofa-ms.de, www.kein-castor-nach-ahaus.de, www.westcastor.de

 

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