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PM: Schlamperei bei der Atomaufsicht
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Schlamperei bei der Atomaufsicht – Die gültigen Zulassungen der CASTOR MTR-2 Behälter sind am 15.10.2011 abgelaufen!

 

Den „Gültigen Zulassungen“ für Transport- und Lagerbehälter des Bundesamtes für Strahlenschutz BfS ist zu entnehmen, dass die Zulassungen für die CASTOR MTR-2 Behälter abgelaufen sind.

Quelle: http://www.bfs.de/de/transport/gv/bauartzulassung/grundlagen/gueltige_zulassungen.pdf
Auszug aus der zweiseitigen Tabelle des BfS:

  • Zulassung Rev. Erteilungsdatum Gültigkeitsdauer Bezeichnung Inhalt Zulassungsinhaber
  • D/4315/B(U)F-85 7 15.10.2008 15.10.2011 Transport- und Lagerbehälter CASTOR MTR2 bestrahlte Brennelemente GNS

Die Behälter wurden im Frühjahr 2005 begleitet von großen Protesten von Dresden Rossendorf nach Ahaus verschoben. Die Dienstaufsicht für das Brennelemente Zwischenlager Ahaus BZA obliegt dem NRW Wirtschaftsministerium. Zuerst der Falschaussage überführt, muss sich der zuständige NRW-Wirtschaftsminister Minister Harry K. Voigtsberger (SPD) absolute Schlamperei bei der Dienstaufsicht über das Brennelemente Zwischenlager Ahaus (BZA) vorwerfen lassen. Im BZA lagern 18 CASTOR MTR2-Behälter, deren amtliche Zulassung erloschen ist! „Die BI-Ahaus und sicherlich auch die betroffenen Anwohner erwarten von einer Atommüll-Überwachungsbehörde absolute Zuverlässigkeit. Dieser Zustand hätte nie eintreten dürfen“, so Felix Ruwe, der BI-Pressesprecher.

„Damit ist auch die bisher unerklärliche, panische Eile der Sächsischen Staatsregierung für den geplanten Export des Atommülls nach Majak in Russland Ende 2010 zu erklären“, konstatiert Ruwe.
Die BI-Ahaus prüft, ob eine Klage bzw. Dienstaufsichtsbeschwerde die Sicherheit der Ahauser Bevölkerung verbessert. „Die gesamte Atommüllentsorgung in Deutschland ist gescheitert. Es gibt weder gesicherte Mengenbestimmungen, es gibt kein geeignetes bzw. keine geeigneten Endlager, es gibt auch keine sichere amtlich überwachte Zwischenlagerung, - dass Einzige was sicher ist, ist die weiter genehmigte Atommüllproduktion“, sagt Heiner Möllers, der BI-Vorsitzende. Die BI-Ahaus fordert das Forschungszentrum Rossendorf zur Rücknahme des brisanten Atommülls auf. Auch hier gilt nach wie vor das Verursacherprinzip. Außerdem soll dem Inhaber der Zulassung, der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), die „Zuverlässigkeit“ und somit die Genehmigung zum Umgang mit radioaktiven Materialien entzogen werden.

Die BI-Ahaus erwartet unverzüglich ein Transportmoratorium für alle Atommülltransporte und ein einheitliches politisch, technisch und rechtlich gesichertes Entsorgungskonzept! Außerdem sollte die Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige gegen die Versager der Atom-Dienstaufsicht verfassen!“

Felix Ruwe

Pressesprecher der BI-Ahaus
0171/7937926
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

http://www.bfs.de/de/bfs/publikationen/berichte/jb/jb_bis_2002/jb2002_was02.pdf
Sicherheit von Transport- und Lagerbehältern
Ohne das Vorliegen einer gültigen TypB(U)F-Zulassung können solche Transport-behälter nicht eingesetzt werden.

 

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